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Bundesamt für Naturschutz

Bereich II - Adlergrund

Der 234 km² umfassende Bereich II entspricht dem FFH-Schutzgebiet Adlergrund. Es befindet sich im Seegebiet zwischen Rügen und Bornholm am östlichen Rand des Arkonabeckens. Es wird von mehreren Endmoränen gebildet und setzt sich aus einer großen Sandplatte mit zentral gelegenen, flachen, oft kiesbedeckten und blocksteinreichen Erhebungen aus Geschiebemergel zusammen. Diese Verzahnung der Lebensraumtypen Sandbank mit Riffen aus wallartigen Blocksteinen, Miesmuschelbänken auf großen Steinen und auf den Sandflächen sowie starken Makrophytenbeständen sind charakteristisch für dieses einzigartige Schutzgebiet in der Ostsee und sorgen für einen hohen Artenreichtum.

Fakten zum Adlergrund (FFH-Gebiet) – Bereich II des Komplexgebietes

 
Steckbrief FFH-Gebiet FFH-Gebiet Adlergrund EU-Code: DE 1251-301
Lebensraumtypen Sandbänke ca. 87 km²
  Riffe ca. 65 km²
Arten/Anzahl Schweinswal (Phocoena phocoena) > 10
  Kegelrobbe (Halichoerus grypus) nachgewiesen

Vielfalt im Nahrungsnetz

Die individuenreiche Bodenfauna bietet Fischen eine reichhaltige Nahrungsgrundlage. Die Verzahnung der verschiedenen Lebensraumtypen bietet Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten für viele verschiedene Fischarten. Diese artenreiche Fischfauna dient wiederum Schweinswalen, Seevögeln und Kegelrobben als Nahrungsgrundlage. Vor allem in den Wintermonaten ziehen die Meeressäugetiere und Rastvögel aus eisbedeckten Regionen der Ostsee hierher in die eisfreien und nahrungsreichen Gebiete am Adlergrund.

Die Muschelgemeinschaften der Riffe und Sandbänke bilden eine wichtige Nahrungsgrundlage für Meeresenten wie beispielsweise Eisenten. Aufgrund des geringen Salzgehaltes können die Muscheln auf dem Adlergrund nur sehr dünne Kalkschalen ausbilden und sind daher eine relativ komfortable und energiereiche Nahrung für Meeresenten.

Eisenten (Clangula hyemalis) ernähren sich in den Wintermonaten vor allem von Muscheln, Foto: Sven-Erik Arndt
Eisenten ernähren sich in den Wintermonaten vor allem von Muscheln.
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