Bundesamt für Naturschutz

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Naturschutz, Naturerbe, Bundesprogramm

Naturerbeflächen werden für mehr Vielfalt miteinander vernetzt

  • Neues Projekt „Naturerbe-Netzwerk“ unterstützt Stiftungen und Verbände
  • Gemeinsame Pressemitteilung mit dem BMU
Zu sehen sind Konik-Pferde auf einer Naturerbefläche in der Oranienbaumer Heide. (Foto: Katharina Kuhlmey/Naturstiftung David)

Beweidung eine Naturerbefläche mit Koniks in der Oranienbaumer Heide (Foto: Katharina Kuhlmey/Naturstiftung David)

Bonn/Berlin, 14. Mai 2020: Seit 2005 sind mehr als 156.000 Hektar wertvoller Naturflächen als Nationales Naturerbe dauerhaft gesichert worden. Unter hohen Naturschutzauflagen hatte der Bund die Naturerbeflächen unentgeltlich an die Länder, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und verschiedene Naturschutzorganisationen übertragen. Das nun gestartete Projekt „Naturerbe-Netzwerk Biologische Vielfalt“ wird die Flächen gemeinsam mit der Eigentümergruppe der Stiftungen und Verbände zu bundesweiten Vorbildflächen des Naturschutzes entwickeln und so die Vielfalt der Arten und Ökosysteme in Deutschland langfristig stärken. Das Bundesamt für Naturschutz fördert das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über sechs Jahre mit insgesamt rund 1,54 Millionen Euro.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Das Nationale Naturerbe nimmt im bundesweiten Naturschutz eine Vorbildfunktion ein. Viele dieser Flächen können jedoch noch mehr als bisher für den Schutz unserer Arten und Lebensräume tun. Mit dem Projekt ‚Naturerbe-Netzwerk` wollen wir Stiftungen und Verbände deshalb dabei unterstützen, das Naturerbe noch besser für den Naturschutz zu nutzen.“

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Das konkrete Management der Naturerbeflächen entscheidet über den Erfolg der geplanten Maßnahmen und somit auch über den Schutz der biologischen Vielfalt. Im Vorhaben werden daher Standards zu Themen wie beispielsweise invasive Arten oder Besucherlenkung entwickelt. Auch die Zusammenarbeit soll organisations- und gebietsübergreifend gefördert werden, um die vorhandenen Ressourcen optimal auszuschöpfen und Synergien zu fördern, etwa durch die gemeinsame Nutzung von Pflegetechnik.“

Derzeit befinden sich rund 24.000 Hektar der Naturerbeflächen im Eigentum von etwa 30 Stiftungen und Verbänden. Alle Eigentümer verfolgen die Ziele des Naturschutzes, die konkrete Umsetzung variiert jedoch aufgrund der Vielfalt an Beteiligten mitunter stark. Deshalb wollen die Naturstiftung David und die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in dem gemeinsamen Projekt Managementstandards und -strukturen sowie modellhafte Ansätze erarbeiten, mit denen sich die Flächen der gemeinnützigen Eigentümergruppe zu Vorbildflächen des Naturschutzes entwickeln lassen.

Maßgeblich für die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens sind der Wissenstransfer und der regelmäßige fachliche Austausch zwischen den Stiftungen und Verbänden. Geplant sind der Aufbau und die Etablierung von Arbeitsgruppen, die Entwicklung einer gemeinsamen digitalen Austauschplattform und einer geeigneten Software für das Liegenschaftsmanagement sowie bedarfsangepasste Workshop- und Schulungsangebote. In den fachlichen Austausch sollen auch die weiteren Eigentümer von Naturerbeflächen einbezogen werden. Weiterhin wird angestrebt, zwei regionale Netzwerke zu initiieren, die den Naturerbe-Flächeneigentümern insbesondere bei landesspezifischen oder regionalen Fragestellungen Unterstützung bieten.

Kontaktdaten sowie Projekt-Steckbrief unter: bit.ly/naterbe

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm


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Letzte Änderung: 20.05.2020

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