Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

62001 Verdener Wesertal


Landschaftstyp:

4.2 Ackergeprägte offene Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Norddeutsches Tiefland



Fläche:

253 km²



Beschreibung:

Das Verdener Wesertal ist aus schluffig-tonigen, fluvialen Sedimenten aufgebaut, im Mündungsbereich der sandführenden Aller gibt es auch Sandinseln. Kennzeichnend sind die vielen Altwässer und Kolke, sowie einige Niedermoorbereiche am Geestrand. Auf den Talsanderhebungen befinden sich Plaggenesche an Stellen alter Siedlungskerne. Die Weser ist bedeicht und durch zwei Wehre reguliert, desweiteren gibt es zwei Schleusenkanäle im Bereich der Mittelweser. Im Dreieck der Aller und Weser liegt die Stedorfer Lehmplatte, deren ursprüngliche Auenböden durch langanhaltende Plaggenwirtschaft aufgehöht worden sind. Auf der heute ackerdominierten Lehmplatte findet man noch große Bereiche alter Heckenlandschaften.
Im Verdener Wesertal herrscht intensive Grünlandnutzung vor. Zunehmend wird, besonders in den eingedeichten Flächen und auf der Stedorfer Lehmplatte auch Ackerbau betrieben.
Der gesamte Lauf der Aller bis zur Mündung in die Weser ist als FFH-Gebiet gemeldet und für die Brutvögel von nationaler Bedeutung. Viele Altwässer und Kolke an Aller und Weser stehen unter Naturschutz. Die Landschaft ist als Rast-, Durchzugs- bzw. Überwinterungsgebiet von landesweiter Bedeutung.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 5,33 %
Vogelschutzgebiete 4,19 %
Naturschutzgebiete 0,02 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 5,67 %


Abgrenzung der Landschaft 'Verdener Wesertal' (62001)

Abgrenzung der Landschaft "Verdener Wesertal" (62001)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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