Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

84201 Lausitzer Grenzwall


Landschaftstyp:

2.8 Andere waldreiche Landschaft



Großlandschaft:

Norddeutsches Tiefland



Fläche:

750 km²



Beschreibung:

Der Lausitzer Grenzwall verläuft von Südost nach Nordwest mitten durch die Niederlausitz. Er ist ein schmaler, bewaldeter Moränenwall mit Höhen bis zu 175 m. Er besteht aus zwei parallelen Zügen saaleeiszeitlicher Blockmoränen und nach Süden schließt sich ein Saum von Sanderschüttungen an. Sein Relief ist bewegt und durch Täler und Senken gegliedert, und er weist noch gut erhaltene glaziale Formen auf. Der Grenzwall stellt die Wasserscheide im Gebiet der Niederlausitz dar, nördlich fließen die Fließgewässer der Spree zu und südlich wird ins Elstertiefland entwässert. Lediglich die Spree selber durchbricht von Süden kommend den Wall und setzt ihren Weg nach Norden fort. Auch der Grenzwall weist Braunkohlevorkommen auf, so dass er durch den Abbau bereits angegriffen wurde.
Aufgrund der armen Sandböden ist der Kiefernforst vorherrschend, es wird aber auch Ackerbau betrieben. Kohleförderung findet heutzutage nicht mehr statt.
Naturnahe Restwälder und Feuchtgebiete sind die hauptsächlich in Schutzgebieten geschützten Lebensraumtypen, so z.B. die FFH-Gebiete "Bergen-Weißacker Moor", ein soligenes Hang-Zwischenmoor, der "Tannenbusch", ein natürliches Quell- und Teichgebiet und die "Rochauer Heide", ein Kiefern-Traubeneichenwald. Größtes Schutzgebiet in der Landschaft ist das EU-Vogelschutzgebiet ?Niederlausitzer Heide?.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 5,18 %
Vogelschutzgebiete 9,09 %
Naturschutzgebiete 3,4 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 13,2 %


Abgrenzung der Landschaft 'Lausitzer Grenzwall' (84201)

Abgrenzung der Landschaft "Lausitzer Grenzwall" (84201)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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