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Bundesamt für Naturschutz

Naturverträgliche Energiewende - Akzeptanz und Erfahrungen vor Ort

Die Energiewende und die grundlegende Transformation unserer Energieversorgung verändert rasch und grundlegend unsere Landschaften – mit Folgen für einzelne Arten und Lebensräume, mit Folgen aber auch für die Menschen, die diese Landschaften erleben und in ihnen leben. Naturschutz und erneuerbare Energien stehen dabei in einem Spannungsfeld, das stetig wächst. Denn einerseits ist der Ausbau der erneuerbaren Energien ein wesentlicher und notwendiger Beitrag zum Klimaschutz. Andererseits wird durch die erneuerbaren Energieträger der Wandel unserer Landschaften zusätzlich beschleunigt. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass – um die ehrgeizig gesteckten und politisch gesetzten Klimaziele zu erreichen – in der nächsten Zeit ein beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien erforderlich sein wird.
Autor/Autorin
Gundula Hübner, Johannes Pohl, Boris Gotchev, Patrizia Nanz, Dörte Ohlhorst, Michael Krug, Steven Salecki und Wolfgang Peters Bosch
Publikationsjahr
2019
Jahrgang
2019
Sprache
Deutsch
Seiten
44

Beschreibung

Auf abstrakter Ebene erfährt die Energiewende dabei breite Zustimmung in der Bevölkerung. Unter anderem belegen unsere Naturbewusstseinsstudien als bundesweit repräsentative Befragungen hier konstant hohe Zustimmungswerte in der Bevölkerung von um die 60 Prozent. Wenn es allerdings um konkrete Projekte vor Ort geht, werden Naturschutzanliegen oft als Gegenargumente genutzt – und der Naturschutz letztlich in eine Verhinderungsposition gerückt.

Dabei ist es für das Gelingen der Energiewende von zentraler Bedeutung, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien auch von der Bevölkerung vor Ort mitgetragen und akzeptiert wird. Gefragt sind deshalb zukunftsorientierte Lösungen und politische Rahmenbedingungen, welche die Naturverträglichkeit als integralen Bestandteil der Energiewende beinhalten: beginnend bei der Erkenntnis, dass auch Energieeffizienz und Energieeinsparung wesentliche Bestandteile der Energiewende sein müssen, über die zukünftig präferierten Energieträger (verbrauchsnah und möglichst flächensparend), bei Planung und Umsetzung (Lenkung auf naturverträgliche Standorte) bis hin zu Anreizen für energietechnische Innovationen.
 

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