Lycaena helle (Denis & Schiffermüller, 1775)


Blauschillernder Feuerfalter

Feuerfalter mit einer Vorderflügellänge von ca. 14 mm

EU-Code: 4038, Anh. II, IV

Rote Liste Deutschland: 1 (2011)


Verbreitung

Die Art kommt in Mittel-, Ost- und Nordeuropa sowie in Teilen Sibiriens und der Mongolei vor. Deutsche Vorkommen finden sich z. B. in der Eifel, dem Westerwald und dem Alpenvorland. Die Art ist hinsichtlich ihres Lebensraumes an blütenreiche Feuchtwiesen und Hochmoore mit Beständen des Schlangenknöterichs und kühlfeuchtem Kleinklima gebunden.


Fortpflanzung/Biologie

Das Weibchen heftet das Ei zwischen Anfang Juni und Ende August an die Unterseite von Blättern des Schlangenknöterichs. Die Raupe, die sich von dieser Pflanze ernährt schlüpft zwischen Mitte Juni und Ende August. Die Puppe überwintert und der Falter schlüpft im folgenden Jahr zwischen Mai und Juni.


Gefährdung

Hauptgefährdungsfaktor für die Art ist die Zerstörung ihres Lebensraums. Neben der Entwässerung von Feuchtgebieten zählt dazu auch die Aufforstung von Feuchtgrünland oder eine zu häufige bzw. eine ausbleibende Nutzung der Fläche, die zum Verschwinden des Schlangenknöterichs und damit der artspezifischen Raupenfraßpflanze führt.


Schutz

Vordringlichstes Schutzziel ist der Erhalt und die Pflege von Feuchtwiesen mit ausreichendem Vorkommen des Schlangenknöterichs als Lebensraum der Art. Sinnvoll kann eine Mahd in mehrjährigen Abständen sein. Aufforstungen und Trockenlegungen von Feuchtwiesen müssen vermieden werden. Zum Austausch der Populationen sollte eine Vernetzung der Vorkommen erfolgen.


Literaturhinweis

verändert nach:
Biewald, G. (2005): Lycaena helle (Denis & Schiffermüller, 1775). In: Petersen, B. und Ellwanger, G. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 3: Arten der EU-Osterweiterung. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(3): 139-153.


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