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Bundesamt für Naturschutz

Meeresschutzgebiete (OSPAR MPAs), Vertragsstaaten und Konventionsgebiet der OSPAR-Konvention

Karten und Daten
Internationale Zusammenarbeit
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Mehrere Staaten haben mit dem Aufbau eines Netzwerkes von Meeresschutzgebieten im Nordostatlantik begonnen. Die Grundlage dafür bildet die OSPAR-Konvention. Obwohl die Größe dieser Schutzgebiete sich fast verdoppelt hat, entstand bislang noch kein zusammenhängendes Netzwerk.
Karte Meeresschutzgebiete (OSPAR MPAs), Vertragsstaaten und Konventionsgebiet der OSPAR-Konvention
Stand der Fachdaten: 2015
 
      Anzahl MPAs Geschützte Meeresfläche (in Quadratkilometer)
Hoheitsgewässer (Küstenmeer) ausschließliche Wirtschaftszone jenseits der ausschließlichen Wirtschaftszone gesamt marin
Belgien 2 749 490 - 1.239
Dänemark 34 6.954 5.536 - 12.462
Deutschland 6 8.963 7.911 - 16.875
Frankreich 39 15.821 6.283 - 22.104
Island 14 90 476 - 566
Niederlande 5 2.434 5.922 - 8.356
Norwegen 15 83.120 2.408 - 85.528
Portugal 13 1.556 4.656 22 6.234
Republik Irland 19 1.594 2.542 - 4.135
Schweden 10 1.114 1.364 - 2.478
Spanien 13 7.277 12.985 - 20.262
Vereinigtes Königreich 246 28.385 98.178 17.158 143.721
Alle Vertragsstaaten 7 - - 465.165 465.165
  Gesamt  
Quelle: OSPAR 2016; Stand der Daten: 11.2015;  Ausführliche Quelle: OSPAR (2016): Assessment Sheet MPA Status 2016. Unveröffentlicht.
Dezember 2015 423       789.125
Dezember 2010 165 113.859 33.462 280.000 427.321
 

OSPAR-Schutzgebietsnetz im Nordostatlantik bleibt trotz Vergrößerung noch lückenhaft

Die Einrichtung von Meeresschutzgebieten ist ein wichtiges Ziel des Oslo-Paris-Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR-Konvention, 1992). Dieses Übereinkommen trat 1998 für 15 Vertragsstaaten und die Europäische Union verbindlich in Kraft. 

Von 413 Schutzgebieten befinden sich 6 in Deutschland

Im Dezember 2015 umfasste das OSPAR-Netzwerk 423 Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas; MPAs) mit einer Gesamtfläche von 789.125 Quadratkilometern oder 5,8 Prozent des OSPAR-Konventionsgebietes. Die Mehrheit dieser Gebiete (413 MPAs) wurde in den jeweiligen nationalen Gewässern der Vertragsstaaten, also innerhalb des Küstenmeeres und der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ, 12 bis 200 Seemeilen vor der Küste), ausgewiesen. Sechs dieser Gebiete befinden sich in deutschen Gewässern und machen eine Fläche von 16.875 Quadratkilometern aus. Weltweit erstmalig benannte OSPAR auch 7 großflächige Schutzgebiete in Meeresgebieten jenseits nationaler Zuständigkeiten (Areas Beyond National Jurisdiction, ABNJ) zum Schutz bedrohter Tiefseelebensräume.

Trotz Vergrößerung der Schutzgebiete gibt es noch große Lücken

In den letzten Jahren wurden große Erfolge in Bezug auf Zahl und Fläche der OSPAR-Meeresschutzgebiete erzielt. Seit Dezember 2010 hat sich die Gesamtheit der durch OSPAR-Schutzgebiete abgedeckten Flächen um 2,7 Prozentpunkte vergrößert (von 3,1 auf 5,8 Prozent) und damit bis zum Jahr 2016 fast verdoppelt. Allerdings weist das Netzwerk trotz Flächenzunahme immer noch große Lücken auf. Damit wurde das Ziel, bis 2012 ein zusammenhängendes Netzwerk von Meeresschutzgebieten zu errichten (OSPAR-Ministerkonferenz 2010), nicht erreicht.

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