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Naturschutz, BfN-Außenstelle Vilm

BfN-Außenstelle auf der Insel Vilm öffnet ihre Türen

  • Einblicke in die Arbeit vor Ort und umfangreiches Rahmenprogramm
Buchenwald auf Vilm

Typisch für Vilm ist der alte Buchenbestand. (Foto: Kathrin Bockmühl)

  Putbus/Insel Vilm, 19. Juni 2018: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) lädt am Freitag, 06. Juli, ab 9.30 Uhr zum "Tag der offenen Tür" in seine Außenstelle auf die Insel Vilm ein. Neben Einblicken in die Arbeit vor Ort erwartet die Gäste ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Präsentation der Arbeitsschwerpunkte des BfN auf Vilm: So stellt die Abteilung Meeresnaturschutz etwa technische Gerätschaften wie einen ferngesteuerten Roboter aus und erläutert zum Beispiel, wie eine Ausfahrt im Rahmen der vom BfN durchgeführten Umweltbeobachtung abläuft. Die Internationale Naturschutzakademie (INA), die auf Vilm seit über fünfundzwanzig Jahren ansässig ist, hat einen jungen Mann aus Kirgistan zu Gast, der kürzlich an der INA das Klaus Toepfer Fellowship-Programm absolviert hat und von seinen Erfahrungen auf Vilm und im Schutz von Schneeleoparden in seiner Heimat berichtet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Internationaler Naturschutz des BfN stehen Rede und Antwort, wenn es um Fragen zu Leistungen der Natur im Umfeld des Klimawandels geht. Insgesamt sind auf Vilm übrigens etwa 60 Personen beschäftigt.

Besucherinnen und Besucher erhalten beim Tag der offenen Tür aber nicht nur Einblicke in die Arbeit auf der Insel. Sie können auch die einzigartige Natur der Ostseeinsel genießen, kennen und verstehen lernen. Jede halbe Stunde beginnt eine Führung rund um den Großen Vilm (Dauer je ca. 1,5 Stunden). Unter fachkundiger Leitung können die Gäste den seit knapp 500 Jahren von menschlicher Nutzung weitestgehend verschonten Buchenwald der Insel Vilm erleben. Außerdem präsentiert der Verein zum Erhalt des Kultur- und Naturerbes der Insel Vilm e.V. die Geschichte der Insel, und der Stralsunder Fotograf und Künstler Volkmar Herre stellt seine Arbeiten über Vilm und Rügen aus. Darüber hinaus können Besucher sich über Rauhwollige Pommernschafe und das Ökosystem Wald informieren. Für Kinder gibt es Spiel- und Bastelmöglichkeiten zum Thema Natur. Mit einem Imbissangebot sowie Kaffee und Kuchen ist für das leibliche Wohl gesorgt. Die Veranstaltung wird mit Unterstützung des Amtes für das Biosphärenreservat Südost-Rügen durchgeführt.

Von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr fahren die Schiffe der Reederei Lenz und des BfN zwischen Lauterbach und Vilm im Pendelverkehr. Die letzte Rückfahrt ab Vilm erfolgt um 16.30 Uhr. Die Überfahrten und der Eintritt sind kostenlos.
Es wird darauf hingewiesen, dass der Zugang zur Insel durch die Kapazität der Schiffe begrenzt ist und um Verständnis gebeten, dass Hunde aufgrund des Brutvogelschutzes nicht mitgebracht werden dürfen. Bei Sturm ab Windstärke 7 können die Schiffe aus Sicherheitsgründen nicht fahren.

Hintergrund:
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist die wissenschaftliche Behörde des Bundes für den nationalen und internationalen Naturschutz. Es ist eine der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums. Das BfN unterstützt das Bundesumweltministerium fachlich und wissenschaftlich in allen Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie bei der internationalen Zusammenarbeit. Zur Erfüllung seiner Aufgaben betreibt es wissenschaftliche Forschung auf diesen Gebieten und setzt verschiedene Förderprogramme um. Das BfN nimmt zudem wichtige Aufgaben beim Vollzug des internationalen Artenschutzes, des Meeresnaturschutzes, des Antarktis-Abkommens und des Gentechnikgesetzes und bei der Umsetzung des Nagoya-Protokolls wahr.

Das BfN hat seinen Hauptsitz in Bonn sowie zwei Außenstellen, eine in Leipzig und eine auf der Insel Vilm. Auf Vilm befindet sich die Internationale Naturschutzakademie (INA), die Abteilung Meeresnaturschutz und ein Teil der Arbeitsgruppe Internationaler Naturschutz.
Die INA führt jährlich gemeinsam mit internationalen Partnern mehr als 70 nationale und internationale Veranstaltungen, Weiterbildungen und Trainings zu aktuellen Themen des Naturschutzes durch. Einen besonderen Schwerpunkt der INA stellt der Kapazitätsaufbau für den Naturschutz in Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien dar.
Die Abteilung Meeresnaturschutz bearbeitet den Naturschutz in Ostsee, Nordsee, Nordostatlantik, den Ozeanen und Polarmeeren im Rahmen nationaler und internationaler Zusammenarbeit. Sie ist zuständig für Meeresschutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands.
Im Fokus der Arbeitsgruppe Internationaler Naturschutz stehen das internationale Übereinkommen über die biologische Vielfalt und naturbasierte Ansätze zum Klimawandel sowie die gerechte Aufteilung der aus der Nutzung genetischer Ressourcen der Natur entstehenden Vorteile.


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Letzte Änderung: 19.06.2018

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