Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Artenschutz

Schlafstätten für Schlafmäuse

  • Neue Nistkästen für Gartenschläfer und Haselmäuse auf dem Gelände des Bundesamtes für Naturschutz
Natalie Hofbauer und Dorothea Axtmann vom BfN und Dr. Christine Thiel-Bender vom BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen bringen einen Haselmaus-Nistenkasten an.

Natalie Hofbauer und Dorothea Axtmann vom BfN und Dr. Christine Thiel-Bender vom BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen (v.l.n.r) bringen einen Haselmaus-Nistenkasten an. (Foto: U. Euler / BfN)

Natalie Hofbauer und Dorothea Axtmann vom BfN freuen sich über die neuen Haselmaus- und Gartenschläfer-Nistkästen.

Natalie Hofbauer und Dorothea Axtmann vom BfN freuen sich über die neuen Haselmaus- und Gartenschläfer-Nistkästen. (Foto: U. Euler / BfN)

An Bäumen auf dem Außengelände des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in Bonn Rüngsdorf hat Dr. Christine Thiel-Bender vom BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Dorothea Axtmann und Natalie Hofbauer vom BfN vier Nistkästen für Gartenschläfer und Haselmäuse angebracht. Die speziellen Nistkästen für Bilche oder Schlafmäuse, zu deren Familie auch der Siebenschläfer gehört, dienen den kleinen Nagern als Tagquartier und zum Winterschlaf.

Dr. Christine Thiel-Bender arbeitet für das Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“, welches das Vorkommen des Gartenschläfers (Eliomys quercinus) in Deutschland untersucht. Im Westen Deutschlands gibt es noch stabile Bestände des nachaktiven Nagers. "In Bonn wurden Gartenschläfer beispielsweise in Wachtberg, Nieder- und Oberbachem sowie Mehlem und Friesdorf nachgewiesen", sagt Thiel-Bender. In vielen anderen Regionen Deutschlands ist er inzwischen ausgestorben. Die Gründe hierfür sind noch unklar.

Das Projekt von BUND, Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung und Justus-Liebig-Universität Gießen zielt darauf ab, die Ursachen für den Bestandsrückgang zu untersuchen und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um die Bestände des Gartenschläfers in einem großen Teil seines deutschen Verbreitungsgebietes zu sichern. Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz.

Auf der Website www.gartenschlaefer.de können Personen Gartenschläfer-Sichtungen melden, damit dessen Verbreitungsgebiet genauer erfasst werden kann.

Über das Projekt

Das Projekt Spurensuche Gartenschläfer ist im Oktober 2018 gestartet und zielt darauf ab, die Ursachen für den Bestandsrückgang zu untersuchen und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um die Bestände des Gartenschläfers in einem großen Teil seines deutschen Verbreitungsgebietes zu sichern. Durch Nahrungsanalysen, Anwendung von Telemetrie und Untersuchungen von Totfunden und Winterschlafquartieren werden die Biologie dieser Art, ihre Ansprüche an ihren Lebensraum und ihre Krankheiten näher untersucht.

Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ist laut den bundesweiten Roten Listen der gefährdeten Tiere und Pflanzen derzeit in Kategorie G eingestuft (Gefährdung unbekannten Ausmaßes). Deutschland trägt für die weltweite Erhaltung des Gartenschläfers eine hohe Verantwortung, weil ein großer Anteil seines Weltbestandes bei uns lebt. Der Gartenschläfer ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.

https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/erarbeitung-eines-bundesweiten-schutzkonzepts-fuer-den-gartenschlaefer.html

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Informationen und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.


Das BfN bei Twitter. Sie verlassen bfn.de: Um die Inhalte auf Twitter nur zu lesen, wird kein Account benötigt.
Das Bundesamt für Naturschutz bei XING. Sie verlassen bfn.de: Um die Inhalte auf XING nur zu lesen, wird kein Account benötigt.
Das Bundesamt für Naturschutz bei Facebook. Sie verlassen bfn.de: Um die Inhalte auf Facebook nur zu lesen, wird kein Account benötigt.

Letzte Änderung: 24.06.2020

 Artikel drucken