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Bundesamt für Naturschutz

Rügen mit Hansestadt Stralsund

Bundesland
Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis / Kreisfreie Stadt
Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald
Landschafts-ID
095
Naturraum
Strelasund, Inneres Flach- und Hügelland von Rügen, Mecklenburgisches Boddenland, Höhen und Binnenbodden von Nord-Rügen

Wertgebende Merkmale (Vielfalt, Eigenart und Schönheit)

Vielfältige Insellandschaft mit zahlreichen Söllen und einigen kleinen Seen, Haken (z. B. Bug, Rügens längster Sandhaken), der etwa 12 km langen Nehrung Schaabe (zugleich Verbindung zwischen den Halbinseln Wittow und Jasmund); abflusslose Senken und Niederungen wie die Baaber Heide oder die Zickerniß-Niederung mit großem Strand und natürlicher Küstendynamik; aktive Steilküstenabschnitte zwischen Saßnitz und Stubbenkammer oder Arkona, mit 118 m ist der Königstuhl der Kreideküste Jasmund deutschlandweit das höchste Steilufer; landschaftsprägende Verzahnung von Land und Wasser, insbesondere durch den Großen und Kleinen Jasmunder Bodden (u. a. mit sehr markanten Sichtachsen); Kreidebuchenwald Stubnitz (UNESCO-Weltnaturerbe), Süntelbuchen (bei Lietzow); Insel Vilm (Küstendynamik, Hutewaldreste), Insel „Greifswalder Oie“; Relikte aus frühgeschichtlicher Zeit (z. B. bronzezeitliche Hügelgräber bei Raslwiek), Spuren der Zisterziensermönche, romanische und gotische Dorfkirchen, Herrenhäuser (z. B. Jarnitz, Kartzitz und Neddesitz), Schlossanlagen Granitz, Ralswiek und Spyker (u. a. mit Alleen, altem Baumbestand), klassizistische Prachtbauten bis hin zur Bäderarchitektur (Göhren, Sellin, Binz etc.); 4000 Jahre alte Feuersteinfelder bei Prora, teils mit Wacholder und Heiden bewachsen, geologische Besonderheit; Putbus als jüngste planmäßige Residenzstadt mit Circus und Landschaftspark in Europa; insgesamt bedeutendes Gebiet für die Entwicklung der Landschaftsmalerei des 19. Jh. (u. a. Kreidefelsen wie die berühmten „Wissower Klinken“ von C. D. Friedrich); Bestandteil verschiedener Sagen (z. B. Herthasee, Königsstuhl); Hansestadt Stralsund mit ihrer als Weltkulturerbe ausgezeichneten, von herausragenden backstein-gotischen Sakral- und Profanbauten (sowie Barockbauten aus der „Schwedenzeit“) geprägten historischen Altstadt in einmaliger Insellage zwischen dem Strelasund und den im 13. Jh. aufgestauten Teichen als repräsentatives Beispiel für das landschaftswirksame kulturelle Erbe der Hanse; mäßig entwässerte Moore mit extensivem Feuchtgrünland, Trocken- und Magerstandorte mit typischen Lebensgemeinschaften; Biosphärenreservat „Südost-Rügen“, Nationalpark „Jasmund“, Naturschutzgroßprojekt „Ostrügensche Boddenlandschaft“, Weitsichten u. a. auf die Bodden; touristischer Schwerpunktraum

Landschaft mit hoher Bedeutung für das natürliche und kulturelle Erbe als

Naturlandschaft: Kernzonen des Biosphärenreservats (u. a. Zickerniß-Niederung) und des Nationalparks (u. a. Kreidefelsen), Teilbereiche der Insel Vilm
Historisch gewachsene Kulturlandschaft
Naturnahe Kulturlandschaft ohne wesentliche Prägung durch technische Infrastruktur
Sonstige besondere Einzellandschaft

Landschaft mit hoher Bedeutung für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung

Soweit nicht anders angegeben, haben die den obigen Landschaftsbestimmungen zugeordneten Landschaften per se auch eine hohe Bedeutung für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung.

Ausschließlich bedeutsam für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung: (in Teilbereichen): v. a. entlang der Ostseeküste und der Bodden

Abgrenzung

Landschaftsbildräume mit einer überwiegend sehr hohen bzw. sehr hohen bis hohen Wertstufe sowie Bereiche mit einer besonderen Bedeutung für die Erholungsnutzung gemäß GLRP VP (2009), hier: z. B. „Bessin und Bugspitze“, „Kap Arkona“, „Schaabe“, „Niederungsgebiet des Spyckerschen Sees“, „Küstenstreifen zwischen Glowe und Lohme“, „Die Stubnitz“, „Wostevitzer Teiche“, „Acker-Wald-Landschaft um Ralswieck“, „Die Granitz“, „Reddebitzer Höft“, „Gross Zicker“, „Insel Vilm“, „Wiesen- und Feldflur zwischen Gustrow und Puddeminer Wiek“, „Halbinsel Lieschow“, „Insel Ummanz“; Naturschutzgroßprojekt „Ostrügensche Boddenlandschaft“, Nationalpark „Jasmund“, Altstadt der Hansestadt Stralsund (TK 250, MairDumont), Berücksichtigung des Sichtbereichs entlang der Küste von etwa 5 km
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