Bundesamt für Naturschutz

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Tourismus und Erholung

Zahl der Übernachtungen in Deutschland

Sensible Lebensräume wie Küsten und Bergregionen sind touristisch von Bedeutung

Deutschland bleibt der Deutschen liebstes Reiseziel: Die Übernachtungszahlen in Deutschland stiegen 2018 weiter an. Auch die beliebtesten deutschen Reiseziele änderten sich nicht: Übernachtungszahlen konzentrieren sich neben Großstädten auf die Küsten, Mittelgebirge und den Alpenraum. Dies kann negative Auswirkungen auf diese ökologisch sensiblen Gebiete haben.


Die Übernachtungen im Fremdenverkehr in Deutschland vermitteln einen repräsentativen Gesamteindruck der Verteilung der touristischen Nutzungsintensität in Deutschland. Im Jahr 2018 wurde in Deutschland die Höchstmarke von 478 Millionen Übernachtungen erreicht. Eine Fortsetzung dieses Trends wird in den kommenden Jahren erwartet. Die intensivste Übernachtungsdichte ist (neben den Großstädten) in den Küstenregionen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns zu finden (mehr als 5.000 Übernachtungen pro Quadratkilometer).

Ebenfalls stark nachgefragt werden die Mittelgebirge, die Alpen und abwechslungsreiche Flusslandschaften. Dabei gehen mehr als 75 Prozent der Urlaubreisen der Deutschen nach Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Auch wenn ökologische Belastungen nur selten allein auf touristische Aktivitäten zurückgeführt werden können, ist die räumliche und saisonale Konzentration des Tourismus in Deutschland häufig ausschlaggebend für negative Auswirkungen auf wertvolle Lebensräume. Partizipative Planung und Gestaltung einer nachhaltigen touristischen Entwicklung sind wichtige Instrumente zur Reduktion der sich aus dem Tourismus ergebenden Belastungen.

Weiterführende Infos

Tourismusentwicklung in Schutzgebieten (BfN-Themenseite)

Flächenverbrauch in Deutschland (Umweltbundesamt)

Statistische Daten zum Tourismus in Deutschland (Statistisches Bundesamt)