Bundesamt für Naturschutz

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Nationaler Gebietsschutz

Ausgewählte Schutzgebietskategorien in Deutschland

Verschiedene Schutzgebietskategorien verfolgen unterschiedliche Schutzziele

Die Ausweisung von Schutzgebieten ist eines der wichtigsten Naturschutzinstrumente zur Sicherung der biologischen Vielfalt in Deutschland. Die einzelnen Schutzgebietskategorien unterscheiden sich je nach Zweck und juristischer Grundlage.


Zahlenmäßig entfallen die meisten Unterschutzstellungen auf Naturschutzgebiete (Ende 2014: 8.676) und Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (4.557). Flächenmäßig dominieren die Landschaftsschutzgebiete mit über 10 Millionen Hektar (27,9 Prozent der Fläche Deutschlands), gefolgt von den Naturparken mit 9.946.967 Hektar (27,9 Prozent der Fläche Deutschlands). Die 16 Nationalparke nehmen zwar nur 0,6 Prozent der Landesfläche ein, haben aber im Naturschutz und in der Wahrnehmung der Bevölkerung einen hohen Stellenwert (Stand: 2014/2016).

Viele unterschiedliche Schutzgebiete überlappen sich

Des Weiteren tragen EU-Richtlinien (FFH- und Vogelschutzrichtlinie) und internationale Abkommen (zum Beispiel Feuchtgebiete internationaler Bedeutung als sogenannte Prädikatsgebiete) zum Schutz wertvoller Gebiete bei. Unter anderem aus diesem Grunde überlagern sich unterschiedliche Schutzgebiete zum Teil in erheblichem Maß und können sogar deckungsgleich sein. Beispielsweise sind viele Naturschutzgebiete gleichzeitig FFH-Gebiete und große Teile der Naturparke stehen zusätzlich als Landschaftsschutzgebiet unter Schutz. Daher können die Flächen der einzelnen Schutzgebietskategorien nicht zusammengerechnet werden, um die Gesamtfläche der Schutzgebiete Deutschlands zu ermitteln. Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke werden aufgrund ihrer Flächengröße als Großschutzgebiete bezeichnet und präsentieren sich gemeinsam unter der Dachmarke „Nationale Naturlandschaften“.