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Bundesamt für Naturschutz

Naturschutzbelange in der energetischen Stadtsanierung

Siedlungsbereich
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Förderung von grüner Infrastruktur und Naturschutzbelangen in Quartieren in der energetischen Stadtsanierung.
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet II 4.1 Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
Laufzeit
10/2020 – 05/2022

Beschreibung

FKZ 3520 86 1300

Problemstellung und Ziele

In der integrierten Stadtentwicklung stellt das Quartier seit langem eine zentrale Handlungsebene dar. Es stellt einen geeigneten Handlungsraum für die abgestimmte Entwicklung von Siedlungsstruktur, Gebäude und Infrastruktur dar (vgl. SRU 2020). Neben der technischen und sozialen Infrastruktur gewinnt im Hinblick auf die Klimaanpassung auch die grüne Infrastruktur deutlich an Bedeutung.  

In zahlreichen Städten und Gemeinden werden bereits seit 2011 Konzepte und Umset-zungsmaßnahmen zur energetischen Quartierssanierung durch den Bund gefördert. Das entsprechende KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung – Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager (Zuschuss 432)“ ist Teil des Energiekonzeptes der Bundesregierung. Ziel der Förderung ist eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz sowie der CO2-Minderung im Quartier durch die Entwicklung quartiersbezogener Lösungen für Wärmeversorgung, Energieeinsparung, -speicherung sowie -gewinnung. Bauliche Veränderungen auf Ebene des Quartiers oder auch einzelner Gebäude, haben dabei immer auch Auswirkungen auf den Zustand der lokalen biologischen Vielfalt. Das KfW-Programm der „Energetischen Stadtsanierung" bietet die Möglichkeiten, integrierte Entwicklungsstrategien für Quartiere zu fördern, bei der nicht nur der Klimaschutz (Mitigation), sondern auch Klimaanpassung (Adaption) und Biodiversität auf kommunaler Ebene integriert angegangen werden können. Dies bedeutet beispielsweise ein biodiversitätsförderndes Grünflächenmanagement, den Schutz und die Förderung gebäudebewohnender Arten bei Dach- und Fassadensanierungen sowie eine insektenfreundliche Beleuchtung.

Vor diesem Hintergrund hat das Vorhaben:

  • grundsätzliche Anknüpfungspunkte für die Integration von Naturschutz und Landschaftspflege in das Programm „Energetische Stadtsanierung“ liefern und Kombinationsmöglichkeiten von Förderinstrumenten untersucht,
  • Beispiele für Quartierskonzepte identifiziert, die im Rahmen des KfW-Programms die Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege bzw. die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt integriert betrachten und umsetzen, sowie

  • daraus Empfehlungen ableitet, wie sich Biodiversität erfolgreich in die Förderkulisse einbringen lässt.

Auftragnehmende

EnergieWerkStadt® eG , c/o JENA-GEOS®-Ingenieurbüro GmbH
Dr. Kersten Roselt
Saalbahnhofstraße 25 c, 07743 Jena

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz

Kontakt im BfN

Florian Mayer
Leitung FG II 4.1 Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich
0341 30977-120
Alte Messe 6, 04103 Leipzig
Patrycia Gerhard
0341 30977-0

weiterführender Inhalt

Ausgewählte Publikationen
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