Bundesamt für Naturschutz

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Monitoring

Auswahl bundesweiter Monitoringprogramme mit Bezug zum Naturschutz

Monitoring von Natur und Landschaft liefert die Datengrundlage für Naturschutzfragen

Für einen zielgerichteten und wirksamen Naturschutz sind aktuelle und wissenschaftlich belastbare Informationen über den Zustand und die Entwicklung von Natur und Landschaft erforderlich. Diese Daten werden im Monitoring von Natur und Landschaft erhoben – eine Aufgabe von Bund und Ländern.


Die Beobachtung von Natur und Landschaft ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Sie dient dazu, fortlaufend und standardisiert den Zustand und die Veränderungen von Natur und Landschaft zu ermitteln, zu beschreiben und zu bewerten. Monitoringprogramme liefern hierfür die Datenbasis und ermöglichen wissenschaftliche Analysen der Ursachen von Veränderungen. Mit Hilfe der aktuellen Monitoringdaten können Programme und Maßnahmen des Naturschutzes zielgerichtet gesteuert sowie Erfolge und Defizite der Naturschutzpolitik dargestellt werden. Die Daten bilden die Grundlagen zur Berechnung bundesweiter Naturschutz-Indikatoren.

Monitoring erfüllt Verpflichtungen europäischer Naturschutzregelungen

Verschiedene der bundesweit bereits etablierten Monitoringprogramme des Naturschutzes dienen der Erfüllung der Verpflichtungen aus europäischen Richtlinien. Das Monitoring gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und das bundesweite Vogelmonitoring bilden eine wesentliche Grundlage für die nationalen Berichte an die Europäische Kommission, die alle sechs Jahre erstellt werden müssen.

Das High Nature Value (HNV) Farmland-Monitoring ermittelt Daten über die Entwicklung von wertvollen Lebensräumen der Agrarlandschaft. Dabei werden Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert wie artenreiches Grünland oder Brachflächen betrachtet. Die Verpflichtung zum HNV-Farmland-Monitoring erwächst aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), der die Ermittlung des HNV-Farmland-Indikators vorschreibt.

Die Überwachung von Umweltwirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ist im Rahmen der EU-Freisetzungsrichtline geregelt, die sich mit der Freisetzung und dem Inverkehrbringen von GVO befasst. In die Bewertung der Monitoringpläne und -berichte ist das Bundesamt für Naturschutz als Vollzugsbehörde des Gentechnikgesetzes eingebunden.

Bundesweite Monitoringprogramme liefern Antworten auf nationale Fragen des Naturschutzes

Neben den Programmen, die auf EU-Verpflichtungen zurückgehen, haben Informationen aus weiteren bundesweiten Monitoringprogrammen eine Bedeutung für den Naturschutz in Deutschland: Dazu gehören ehrenamtliche Kartierungen des Fledermaus- und Tagfaltermonitorings, Ergebnisse aus dem Monitoring nach der Wasserrahmenrichtlinie und Angaben zu häufigen Waldlebensraumtypen aus der Bundeswaldinventur. Auch die Boden-Dauerbeobachtung der Länder kann Informationen für den Naturschutz bereitstellen.

Weiterführende Infos

Monitoring (BfN-Themenseite)