Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

68300 Eiderstedt


Landschaftstyp:

4.1 Grünlandgeprägte offene Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Norddeutsches Tiefland



Fläche:

473 km²



Beschreibung:

Durch Deichbaumaßnahmen, die im Mittelalter begannen, wurden die drei ursprünglich getrennten Inseln Eiderstedt, Utholm und Everschop zu einem zusammenhängenden Gebiet und bildeten die heutige Halbinsel Eiderstedt, die zwischen Nordfriesland und Dithmarschen liegt und weit nach Westen vorspringt. Im Süden bildet die Eider die natürliche Grenze zur Dithmarscher Marsch. Eiderstedt liegt nur wenig über dem Meeresspiegel, weshalb viele der Gebäude auch heute noch auf Warften stehen. Landschaftsprägend sind die Baumbestände um die Gebäude auf den Warften. Die der Halbinsel vorgelagerten Küstenbereiche gehören zum Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer.
Der größte Teil der Flächen Eiderstedts wird landwirtschaftlich als Grünland genutzt, wobei in den letzten Jahren der Anteil der Ackerflächen anstieg. Der Tourismus spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und trägt z.B. in St. Peter-Ording zu mehr als 50 % zum Volkseinkommen bei.
Die landwirtschaftlichen Nutzflächen Eiderstedts sind wichtige Nahrungshabitate von im Wattenmeer überwinternden Enten und Gänsen. Ebenfalls von naturschutzfachlicher Bedeutung sind die vielen Kleingewässer und Tümpel auf Eiderstedt, die in der Eiderstedter Marsch Dichten von bis zu 40 Gewässern auf 100 ha erreichen sowie die dichten Grabensysteme Eiderstedts, in denen die letzten Trauerseeschwalben Schleswig-Holsteins brüten. Teile Eiderstedt wurden als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 8,21 %
Vogelschutzgebiete 22,6 %
Naturschutzgebiete 3,69 %
Nationalparke 2,84 %
sonst. Schutzgebiete 4,64 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 23,34 %


Abgrenzung der Landschaft 'Eiderstedt' (68300)

Abgrenzung der Landschaft "Eiderstedt" (68300)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007

Blick von der B202 in Richtung Treene-Niederung nach Norden (im Hintergrund die Altmoränen der Bredstedt-Husumer Geest) (Foto: Christof Martin)

Blick von der B202 in Richtung Treene-Niederung nach Norden (im Hintergrund die Altmoränen der Bredstedt-Husumer Geest) (Foto: Christof Martin)


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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