Bundesamt für Naturschutz

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Ausschließliche Wirtschaftszone - Zulassungsverfahren in Nord- und Ostsee

Für eine umweltschonende Energieversorgung plant die Bundesregierung den naturverträglichen Ausbau der Nutzung von Offshore-Windenergie. Daher sind zur Vermeidung von erheblichen Beeinträchtigungen der marinen Arten und Lebensräume sowie des Vogelzugs nach Ansicht des BfN geeignete Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen beim Bau von Offshore-Windparks durchzuführen. Das BfN als die für diesen Meeresbereich zuständige Naturschutzbehörde nimmt im Rahmen der Zulassungsverfahren für Offshore-Windparks in der AWZ Stellung.

Eine der großen Herausforderungen im Bereich der Offshore-Windenergie ist die Netzanbindung. Um den durch die Offshore-Windparks der Nord- und Ostsee erzeugten Strom an Land bringen zu können, müssen diese mit Seekabeln an das landseitige Stromnetz angeschlossen werden. Verantwortlich für den Netzausbau im Offshore-Bereich sind die Übertragungsnetzbetreiber TenneT für die deutsche Nordsee und 50Hertz für die deutsche Ostsee.

In der deutschen Nord- und Ostsee werden verschiedene Bodenschätze wie Sand und Kies sowie Öl und Gas gewonnen. Zuständig für die Zulassung ist das Landesbergamt Stralsund für den Bereich der deutschen Ostsee und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen für den Bereich der deutschen Nordsee. Für diese Vorhaben wie auch für die Verlegung von Rohrleitungen und Seekabeln (keine Netzanbindung) ist das Bundesberggesetz maßgeblich.

Mit der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes im Jahr 2010 wurden nahezu sämtliche Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes auf den Bereich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und des Festlandsockels erstreckt. Für die Vorhabenzulassung sind hierbei insbesondere die Vorgaben des gesetzlichen Biotopschutzes, des Gebietsschutzes (u. a. FFH-Verträglichkeitsprüfung), des besonderen Artenschutzes und der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung zu beachten.

Umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Zulassungen in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone der Nord- und Ostsee, Positionen und Bewertungsgrundlagen des BfN, Tagungsdokumentationen sowie Kartenmaterial stehen hier zum kostenlosen Download bereit.

Eine Übersicht u. a. über die jeweiligen Genehmigungsbehörden der Zulassungsverfahren für weiterführende Informationen.

Letzte Änderung: 20.09.2018

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