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Bundesamt für Naturschutz

Meeresnaturschutz kommt an Land

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium
Presse
Meere
Pläne und Projekte im Meer
18.08.2022
Berlin/Bonn
Bundesumweltministerin Steffi Lemke eröffnet heute in Berlin zusammen mit Dr. Alfred Herberg vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Leiterin des Alfred-Wegner-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI), Prof. Antje Boetius, die BfN-Wanderausstellung „Meer.Natur.Schutz“. Die Ausstellung im Innenhof des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) zeigt Arten und Lebensräume in Nord- und Ostsee und wie diese geschützt oder auch ausgestorbene Arten wie die riffbildende Europäische Auster wiederangesiedelt werden können. Die Ausstellung ist am 20. und 21. August, zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung, öffentlich zugänglich.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke vor Exponaten der Ausstellung „Meer.Natur.Schutz“
Bundesumweltministerin Steffi Lemke eröffnet die BfN-Wanderausstellung „Meer.Natur.Schutz“.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Die Klimakrise, das Artenaussterben und die Vermüllungskrise bedrohen das einzigartige Ökosystem Meer. Auch die Nord- und Ostsee werden intensiv genutzt und sind in keinem guten Zustand. Mit einer konsequenten Meeresschutz-Politik lassen sich die Krisen gemeinsam bekämpfen und unsere Meere besser schützen. Denn die Meere sind auch für uns Menschen eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Die Bundesregierung will deshalb auch eine Meeresoffensive starten und damit unter anderem die Meeresschutzgebiete in unserer Nord- und Ostsee stärken.“

BfN-Fachbereichsleiter Dr. Alfred Herberg: „Mit der Ausstellung ‚Meer.Natur.Schutz‘ wollen wir alle Bürgerinnen und Bürger mit den heimischen Meeresarten besser vertraut machen und zeigen, wie Meeresnaturschutz vor unseren Küsten konkret aussieht. Im Offshore-Bereich der Nord- und Ostsee ist das BfN die zuständige Naturschutzbehörde und managt die Meeresschutzgebiete mit einer Fläche von 10.000 km². Wie diese Arbeit und unsere Aufgaben für den Schutz der Natur in der Ausschließlichen Wirtschaftszone aussehen, lässt sich anhand der interaktiven Ausstellung gut nachvollziehen.“

Karte mit der Ausschließlichen Wirtschaftszone in der Nord- und Ostsee
Die deutsche Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) umfasst insgesamt eine Fläche von ca. 32.991 km² (28.539 km² in der Nordsee und 4.452 km² in der Ostsee).

Hintergrund

Die Wanderausstellung mit dem Titel „Meer.Natur.Schutz“ stellt anhand von multimedialen Ausstellungselementen die Meeresschutzgebiete und weitere Meeresaufgaben des BfN vor. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie die Schutzgebiete in Nord- und Ostsee genutzt und wie sie vom BfN geschützt werden. Über Touchscreens gibt es die Möglichkeit, in den Lebensraum Meer tiefer einzutauchen und geschützte Säugetiere, Seevögel und Meereshabitate wie die Riffe näher kennenzulernen. Das Vorhaben des BfN, die ausgestorbene riffbildende Europäische Auster in der Nordsee wiederanzusiedeln, bildet hierbei einen Schwerpunkt der Ausstellung. Aber auch ein Schweinswal in Originalgröße oder Unterwasserlärm sind Bestandteil der Schau. Ein weiteres Kapitel ist dem internationalen Meeresnaturschutz gewidmet, der auch für die nationale Umsetzung wichtig ist. In diesem Schwerpunkt wird veranschaulicht, welche Bedeutung das Netzwerk von Schutzgebieten in den Weltozeanen für den Klimaschutz hat.

Die Wanderausstellung in deutscher und englischer Sprache wird im Lichthof des BMUV in der Stresemannstraße in Berlin eröffnet. Anschließend kann „Meer.Natur.Schutz“ dort zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 20. und 21. August 2022 von allen besucht werden. Die nächste Station der Ausstellung ist dann das Wattenmeer Zentrum in Wilhelmshaven im November 2022.

Kontakt im BfN

Bundesamt für Naturschutz
Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit
0228 8491-4444
Konstantinstraße 110, 53179 Bonn
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