Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



WeWild und Be Part of the Mountain: Gemeinsam alpenweit sensibilisieren

Hintergrund

Skitour im Massif du Mont Blanc (© Céline Michaux/ASTERS)
Auf dem Foto sieht man einen Schneewanderer, der durch eine schmale Spur Wandert. Im Hintergrund sieht man die hohen Berge des Mont Blanc Massifs.

Das gesamte Alpengebiet ist ein wichtiger Lebensraum für Tierarten wie Steinbock, Gämse, Schneehase und Birkhuhn, die während der Wintermonate ruhen. Ungelenkte Wintersportaktivitäten wie Skitourengehen und Freeriden erfreuen sich in den Alpen immer weiter zunehmender Beliebtheit. Viele alpine Regionen nutzen diese sanften Formen des Natursports auch als Vektor für eine nachhaltigere Entwicklung ohne große Infrastruktureingriffe. 


Da diese Sportaktivitäten negative Auswirkungen auf die alpine Tierwelt, beispielsweise die Störung von Wildtieren in den sensiblen Winter- und Fortpflanzungsmonaten haben können, gibt es unterschiedliche lokale Lösungsansätze und Kommunikationsaktivitäten. Diese sind jedoch kaum miteinander vernetzt, Synergien werden nicht ausreichend genutzt und es gibt weder eine alpenweite Strategie noch eine gemeinsame Stimme zur Sensibilisierung der Wintersportler und Wintersportlerinnen.

Steinbock im Schnee (© Frank Miramand/ASTERS)
Auf dem Foto sieht man einen großen Steinbock im Schneegestöber, der Richtung Kamera blickt.

Das Projekt

Das Projekt WeWild „We respect Alpine wildlife“ hat das Ziel im gesamten Alpenraum Wintersportler und Wintersportlerinnen für die alpine Fauna zu sensibilisieren und einen Beitrag für ein respektvolles Miteinander zwischen Menschen und Tieren zu leisten. Die Einrichtung  einer  internationalen Arbeitsgruppe, die eine alpenweite Strategie zur Sensibilisierung und Kommunikation zu Wintersport und Schutz der Fauna entwickelt, soll Synergien für alle Beteiligten schaffen. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Schutzgebietsverwaltungen, öffentlichen Trägern, Naturschutzorganisationen und Alpenvereinen zusammen. Das Projekt trägt im Rahmen der projektbezogenen internationalen Zusammenarbeit zum alpenweiten Wissenstransfer von Inhalten und Methoden bei. Es bündelt Wissen und entwickelt darauf aufbauend eine gemeinsame Strategie, die die Mitglieder der Arbeitsgruppe längerfristig für ein Engagement motiviert. 

Im Rahmen des Strategieprozesses entwickelte das Projekt auch erste Kommunikationsmittel, die zur Bewusstseinsbildung der verschiedenen Akteure und Nutzergruppen beitragen, u .a. ein Logo, einen qualitativ hochwertigen Kurzfilm sowie eine Webseite. Eine Charta der internationalen Kooperation, die von interessierten Akteuren unterzeichnet wurde und noch werden kann, legt die Vision und die Ziele der gemeinsamen Initiative dar. Die Unterschrift ist der Ausdruck des gemeinsamen Engagements aller Partner im Alpenbogen.

Birkhuhn Schutzzone (© Céline Michaux/ASTERS)
Auf dem Foto sieht man eine abgesperrte Birkhuhn Schutzzone im Schnee.

In der Vorbereitungsphase des Projektes WeWild im Dezember 2016 standen die alpenweite Bestandsaufnahme sowie die Ideenentwicklung für die Strategie im Vordergrund. Es folgte eine Entwicklungsphase in 2017, in der die gemeinsame Strategie sowie die Kommunikationsmittel erarbeitet wurden. Anfang 2018 ging das Projekt in die Verbreitungsphase über, in der in einer social media Kampagne erstmals offiziell auf die gemeinsame Initiative aufmerksam gemacht und die entwickelten Kommunikationsmittel präsentiert wurden. Die Kooperationsinitiative und das Video wurden einem breiten Publikum auf der politischen als auch auf der technischen Ebene des ALPARC Netzwerks vorgestellt. Darüber hinaus erfolgte der Versand einer Pressemitteilung in allen Alpensprachen. Insbesondere die Teilnehmer der Arbeitsgruppe trugen zur Weiterverbreitung des Videos über die sozialen Medien (Youtube, Facebook) sowie der Pressemitteilung (Webseiten, Printmedien) bei. Die Kooperationscharta wurde bisher von 6 Partnern unterzeichnet, weitere werden bis Jahresende folgen.

Das Projekt befindet sich im Moment in der Abschlussphase. Die Evaluationsergebnisse der geleisteten Arbeit wurden auf der Abschlusskonferenz in München im Alpinen Museum (Räumlichkeiten des Deutschen Alpenvereins) vorgestellt. Im weiteren Vorgehen sollen nun die Perspektiven für eine weitere Arbeit nach Projektende aufgezeigt werden. 

WeWild Arbeitsgruppe (© Virgil Decourteille/ASTERS)
Auf dem Foto ist die WeWild Arbeitsgruppe abgebildet, im Hintergrund sieht man einen schneebedeckten Berg.

Ausblick

Bis Ende November 2018 wird das Projekt abgeschlossen Dies beinhaltet die finale Aufbereitung der Kommunikationsstrategie sowie die abschließende Berichterstattung. Über das Projekt hinaus soll die Kooperationsinitiative „be part of the mountain“ (BPM) weiterentwickelt werden. Hierzu zählt unter anderem die Erhöhung der Mitgliederzahl der Kooperationsinitiative via Unterschrift der Charta. Hier sollen aktiv neue Mitglieder, auch über die Arbeitsgruppe, gewonnen werden. Zukünftig werden auch Partnerschaften mit Outdoorfirmen als wichtige Multiplikatoren und potenzielle Unterstützer angestrebt.

Laufzeit

12/2016 – 11/2018

Förderprogramm

Verbändeförderung

Projektträger

ALPARC Netzwerk alpiner Schutzgebiete

Fachbetreuung im BfN

Beate Job-Hoben, Fg. I 2.2

Letzte Änderung: 21.11.2018

 Artikel drucken