Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Rückkehr der Kegelrobben


Kegelrobben: Mutter mit Jungtier. Foto: BfN
Kegelrobben: Mutter mit Jungtier. Foto: Bfn

Ein Beispiel einer marinen Tierart, deren Schutz seit 1993 im Fokus des BfN steht, sind die Kegelrobben (Anhang-II-Art der FFH-Richtlinie) in der Ostsee. Seit vielen Jahren setzt sich das BfN im Rahmen der HELCOM und deren Gremien (Seal Management Group) für den umfassenden ostseeweiten Erhalt dieser Robbenart ein.

Forscher identifizieren Ostsee-Kegelrobben

Das größte heimische Raubtier

Kegelrobben: Weibchen (links) und Bulle (rechts), Foto: W. Dinther (BfN)
Kegelrobben: Weibchen (links) und Bulle (rechts),  Foto: W. Dinther (BfN)

Die Kegelrobbe ist eine der drei in Deutschland heimischen Meeressäugetierarten, zu den auch der Seehund und der Schweinswal gehören. Dabei ist die Kegelrobbe der größte Vertreter, Männchen werden ca. 250 cm lang und bis zu 300 kg schwer, Weibchen sind mit maximal 190 cm und 200 kg Gewicht deutlich kleiner. Die Kegelrobben sind opportunistische Jäger, deren Beutespektrum regional und saisonal variiert. Die Tiere vollziehen durchaus lange Wanderungen und schwimmen bis zu 100 km am Tag. So können Kegelrobben etwa von der deutschen Nordseeküste in wenigen Tagen nach Großbritannien ziehen. Trotzdem zeigen sie eine hohe Standorttreue bezüglich ihrer Reproduktionsgebiete und Nahrungshabitate. Die Kegelrobbe ist in Deutschland eine besonders geschützte Art (FFH-Richtlinie Anhang II und V).

Es gibt zwei Unterarten der Kegelrobbe, welche beide an der deutschen Küste zu finden sind. An der Nordseeküste die atlantische Kegelrobbe (Halichoerus grypus atlanticus) und an der Ostseeküste die Ostsee-Kegelrobbe (Halichoerus grypus grypus). Die Kegelrobbe kommt ausschließlich im Nordostatlantik vor, insgesamt gibt es derzeit ca. 320.000 Individuen, davon ca. 35.000 Ostsee-Kegelrobben.