Bundesamt für Naturschutz

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Uckermärkische Seen

Lage:

Nordost-Brandenburg, etwa 50 Kilometer nördlich von Berlin


Naturraum:

Rückland der Mecklenburg-Brandenburger Seenplatte


Fläche:

25.176 Hektar Kerngebiet
91.708 Hektar Projektgebiet


Projektbeschreibung:

© Ralf Forst (BfN)
Abbildung Schaalsee

Die Uckermärkischen Seen umfassen mehr als 170 natürlich entstandene Seen, die eine beeindruckende Artenausstattung sowie eine hervorzuhebende Wasserqualität aufweisen. Die insgesamt 84 Seen der Kerngebiete bieten mit ihren Ufern, ergänzt durch insgesamt 233 Kilometer Flüsse und Bäche, eine enorme Vielfalt von Lebensräumen für die Tier- und Pflanzenwelt. Bemerkenswert sind die über 200 Moorflächen (u.a. vier bedeutsame Kalkzwischenmoore und zahlreiche Kessel- und Verlandungsmoore mit Torfmoos-haltigen Pflanzengesellschaften) sowie bei einigen nährstoffarmen bzw. kalkreichen Seen ausgedehnte Vorkommen von Armleuchtergewächsen unter der Wasseroberfläche. Völlig andere Biotoptypen treten im Gebiet der "Kleinen Schorfheide" hinzu, wo auf ca. 2000 ha Offenlandfläche Heiden, Dünen oder Trockenrasen vorherrschen. Unter den Wäldern, die ca. 70 % der Kerngebietsfläche einnehmen, sind es vor allem ausgedehnte, alte und naturnahe Buchenbestände und noch weitgehend intakte Moor- und Bruchwälder, die den Wert der Landschaft unterstreichen. Die seltenen Vogelarten Schreiadler, Fischadler und Seeadler weisen im Projektgebiet zwischen fünf und 20 Brutreviere auf. Der Kranich besiedelt das Gebiet mit etwa 100 Brutpaaren. Biber und Otter, verschiedene Fledermäuse und 801 Schmetterlingsarten gehören ebenso wie die Rotbauchunke, der Laubfrosch oder die Sumpfschildkröte zur Faunenausstattung. Neben der Erhaltung schutzwürdiger Landschaftsteile (u.a. über Flächenankauf und Naturschutzgebietsausweisung) war es ein erklärtes Projektziel, die übernutzten Standorte zu revitalisieren und naturnahe Lebensräume wiederherzustellen. Zu den durchgeführten Maßnahmen gehörten u.a. der Ankauf von rund 5.300 ha schutzwürdigen Flächen, das Offenhalten der Heidelandschaften und die Wiedervernässung von beeinträchtigten Moorflächen sowie Aktivitäten zur Besucherlenkung.


Förderzeitraum:

1996 bis 2011


Finanzvolumen:

21,2 Mio Euro


Projektträger:

Förderverein "Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e.V."
Am Markt 13
17268 Templin

Tel./Fax: 03987 / 53 733

e-Mail


Projektförderer:

Projektförderer: BMU/BfN, Land Brandenburg, Förderverein "Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e.V."


Ansprechpartner im BfN:

Ralf Forst FG II 2.3


Weitere Informationen:

Natur und Landschaft, Jahrgang 73 (1998), H. 7/8: 320 - 326 (Bestellhinweise)

... mehr im Internet: www.uckermaerkische-seen.de


Projekt des Monats im Internationalen Jahr der Biodiversität

Letzte Änderung: 19.03.2021

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