Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Schulungs- und Lernmaterialien zu OECMs

Neue digitale Schulungs- und Lernmaterialien zu „weiteren flächenbezogenen Schutzmaßnahmen“ veröffentlicht

Neville Yapp (LEAP) diskutiert mit Mitgliedern der lokalen Gemeinde über die Bewirtschaftung und
das Management von Gebieten innerhalb der Lower-Kinabatangan Segama Wetlands Ramsar Site in Sabah, Malaysia. | Foto: Harry Jonas
Neville Yapp (LEAP) diskutiert mit Mitgliedern der lokalen Gemeinde über die Bewirtschaftung und das Management von Gebieten innerhalb der Lower-Kinabatangan Segama Wetlands Ramsar Site in Sabah, Malaysia. | Foto: Harry Jonas

Putbus/Insel Vilm, 2.Juli 2021: Die internationale Naturschutzakademie Insel Vilm (INA) des BfN und die Weltkommission für Schutzgebiete (WCPA), eine der sechs Kommissionen der Weltnaturschutzunion (IUCN), haben heute digitale Schulungsmaterialien zu „weiteren flächenbezogenen Schutzmaßnahmen“ veröffentlicht. Sie sind das Ergebnis einer langjährigen Kooperation zwischen den beiden Organisationen.

Laut Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) sind „other effective area-based conservation measures“ (OECMs) Gebiete außerhalb von Schutzgebieten, in denen durch effektive Maßnahmen die Biodiversität langfristig erhalten wird – beispielsweise militärisch genutzte Gebiete mit hohem Naturschutzwert, indigene Territorien mit geringer menschlicher Nutzung oder private Schutzinitiativen. Kanada hat eine große Fläche im Meer als OECM gemeldet. Der tatsächliche Naturschutzerfolg ist Voraussetzung für ihre Anerkennung. 2010 haben die Vertragsstaaten der CBD anerkannt, dass solche oft nicht beachteten Gebiete in Ergänzung zu Schutzgebieten eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Biodiversität spielen und sich deshalb verpflichtet, solche Gebiete zu identifizieren, zu melden und zu fördern. Dafür hat sich die CBD-Vertragsstaatenkonferenz 2018 auf entsprechende Definitionen, Leitprinzipien und Kriterien für die Identifizierung und Anerkennung solcher Gebiete geeinigt, die teilweise in Workshops an der INA entwickelt wurden. Staatliche und private Einrichtungen, indigene Völker und lokale Gemeinschaften sind nun aufgefordert, OECMs anhand der Kriterien zu identifizieren, anzuerkennen, sie zu unterstützen und sie an das Weltmonitoringzentrum für Naturschutz (UNEP-WCMC) zu melden.

Die heute von der INA und der WCPA veröffentlichten Materialien sollen Personen und Vertragsstaaten dabei unterstützen, OECMs korrekt zu identifizieren, anzuerkennen und zu melden. Nach der Schulung werden die Teilnehmenden fundiertes Wissen zu verschiedenen Aspekten von OECMs haben und in der Lage sein, entsprechende Gebiete zu identifizieren und zeitnah und umfassend an die Weltdatenbank für OECMs zu melden.

Das Schulungsmaterial ist für Präsenz- oder Online-Schulungen, welche unter Anleitung von Trainer*innen durchgeführt werden sollen, konzipiert. Es umfasst Anleitungen, Lernpläne, detaillierte Schulungsnotizen, Präsentationen und Filme sowie Hintergrundliteratur in englischer Sprache. Ein Teil der Materialien ist auch für das Selbststudium geeignet.

Weitere Informationen: Trainingsmaterial OECMs

Letzte Änderung: 21.09.2020

 Artikel drucken