Bundesamt für Naturschutz

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Schwerpunktheft Energiewende – zwischen Natur- und Klimaschutz erschienen

  • Verstärkte Standortsteuerung kann Eingriffe in die Natur mindern

Bonn, 4. Dezember 2012: Heute erscheint das neue Schwerpunktheft von Natur- und Landschaft zum Thema "Energiewende - zwischen Natur- und Klimaschutz". In dieser Ausgabe wird die Frage behandelt wie ein natur- und landschaftsverträglicher Umbau des Energieversorgungssystems erfolgen sollte. Dabei werden rechtliche und planerische Rahmenbedingungen, Probleme und Lösungsmöglichkeiten im Zuge des Ausbaus erneuerbarer Energieträger auf regionaler und lokaler Ebene sowie Nachhaltigkeitskriterien für die Biomassenutzung diskutiert. Darauf aufbauend werden aus Naturschutzsicht notwendige Anpassungen des Rechtsrahmens und weiterer Steuerungsmöglichkeiten thematisiert. Mit diesen kann ein natur- und landschaftsverträglicher Ausbau befördert, gleichzeitig Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsziele berücksichtigt und Verfahren beschleunigt werden.

"Auch wenn ohne Klimaschutz kein Biodiversitätsschutz zu erreichen ist, müssen bei der Umsetzung von Klimaschutzstrategien potenzielle Auswirkungen auf Natur und Landschaft berücksichtigt werden. Dies gilt auch für die Umsetzung der Energiewende," sagte Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), anlässlich des Erscheinens des aktuellen Schwerpunktheftes. "Im Vordergrund sollte immer die Vermeidung und Minderung von Beeinträchtigungen durch die neue Energie-Infrastruktur stehen. Deshalb ist die Standortsteuerung sehr wichtig, um die Beeinträchtigungen der Anlagen möglichst gering zu halten," erläuterte die BfN-Präsidentin Jessel.

"Der aktuelle Verfahrensvorschlag zu den Maßnahmen der Energiewende von Bundesumweltminister Peter Altmaier verdeutlicht, dass es in Zukunft nicht mehr nur um einen schnellen quantitativen Ausbau einzelner Energieträger gehen kann. Es müssen verstärkt Kriterien wie die qualitative Zusammensetzung erneuerbarer Energieträger und deren räumliche Verteilung berücksichtigt werden müssen. Darüber hinaus ist der Ausbau der Netze notwendig, um den Strom aus erneuerbaren Energiequellen in die Verbrauchszentren zu transportieren," sagte Beate Jessel.

Mit diesem Schwerpunktheft werden die aktuell diskutierten Problemfelder, die sich aus der Umsetzung der Energiewende ergeben, aufgegriffen werden. Das Spannungsfeld wird den Naturschutz und seine Akteure auch zukünftig weiter begleiten - nicht zuletzt aufgrund sich fortwährend verändernder politischer Rahmensetzungen und den daraus resultierenden Bedingungen unter denen der Ausbau erneuerbarer Energien erfolgen kann.

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Letzte Änderung: 04.12.2012

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