Bundesamt für Naturschutz

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Konsequenzen

Konsequenzen des Störreizes entstehen nicht nur auf der Ebene des Individuums (Auswirkungen auf sein Verhalten, seine Kondition und Fitness), sie können sich bei einer gravierenden Störung weiter auf die Population, die Biozönose und letztlich auf des gesamte Ökosystem auswirken.

Je nachdem auf welcher Ebene sich die Auswirkungen manifestieren, spricht man von gravierenden oder vernachlässigbaren Auswirkungen.

"Ein Störreiz ist in seiner Wirkung dann gravierend, wenn die Anpassungsfähigkeit des Individuums überfordert und seine Fitness gemindert ist"

(STOCK et al. 1994, 53; siehe Publikationen), also wenn aufgrund einer geänderten Verhaltensweise

"eine negative Auswirkung auf den Energiehaushalt oder eine Beeinträchtigung der Kondition des Individuums erkennbar ist"

(ebd.).

Zu vernachlässigen ist ein Störreiz, wenn er sich nicht in eine höhere Ebene fortsetzt.

"Erst wenn ein Reiz eine nicht kompensierbare, nachteilige Wirkung auf einer Ebene hervorruft, kann und muss von einem gravierenden Einfluss, also von einer Störung gesprochen werden"

(STOCK et al. 1994, 53; siehe Publikationen).

Die Anzahl der potentiell zu erfassenden Parameter macht die Komplexität eines Störereignisses deutlich. In den meisten empirischen Untersuchungen werden nur ein Teil der genannten Parameter erfasst, was die Nachvollziehbarkeit und Interpretation der Ergebnisse erschweren kann.

Letzte Änderung: 02.01.2006

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