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ID 218 - Goitzsche, ST & SN

Gebietsnummer:

Paupitzscher See ©Friedemann Klenke
Paupitzscher See ©Friedemann Klenke

218

Gebietsname:

Goitzsche und Paupitzscher See

Schutzzeit:

September – März

Gebietsfläche (in Hektar):

4.572


Kurzbeschreibung des Gebiets:

Beim sächsischen Teil des ABA handelt es sich um eine teilweise militärisch genutzte Braunkohlen-Bergbaufolgelandschaft mit großen Restseen einschließlich Verlandungsbereichen. Ein ausgeprägtes Mosaik von Rohböden, Magerrasen und Vorwaldgesellschaften wird stellenweise von Aufforstungen unterbrochen. Entlang des Lober-Leine-Kanals sind zudem Gehölz- und Gebüschformationen kennzeichnend.

Die „Goitzsche" (mit „z“ geschrieben) war ein großer vor den Toren der Stadt Bitterfeld gelegener Auwald. In die Messtischblätter zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Name in der Schreibweise „Goitsche“ eingetragen. Für die Bergbaukarten und ebenso für den Gebietsnamen des dort liegenden Landschaftsschutzgebietes wurde ebenfalls die Schreibweise „Goitsche“ gewählt. Beim ABA und dem dort liegenden sächsischen EU-Vogelschutzgebiet hat man sich wiederum für die ursprüngliche Schreibweise „Goitzsche“ entschieden

Der Paupitzscher See ist ein künstlicher Tagebaurestsee, der durch Flutung aus dem ehemaligen Tagebau Delitzsch-Nord entsteht. Er befindet sich nördlich von Delitzsch, zum größeren Teil in Sachsen und teilweise in Sachsen-Anhalt. Das Paupitzscher Kreuz und ein Findling erinnern an den ehemaligen Standort der Kirche von Paupitzsch.

Bei der Goitzsche und dem Paupitzscher See handelt es sich um bedeutende Nahrungs-, Durchzugs- und Rastgebiete für Wasservogelarten und bedeutende Brutgebiete von Vogelarten der Standgewässer und der Verlandungsbereiche sowie des relativ nährstoffarmen, reich strukturierten Offenlandes.

Östlich schließt der Naturpark Dübener Heide mit dem Muldestausee an.



Luftfahrt-bedeutsame Vogelarten:

Gesamtpopulation (Durchschnittswert): 100.000


    Blässgänse ©Jannes Bayer
    Blässgänse ©Jannes Bayer

    Reiherente ©www.sxc.hu - Juha Blomberg
    Reiherente ©www.sxc.hu - Juha Blomberg

    Saatgans ©Biologische Station im Kreis Wesel
    Saatgans ©Biologische Station im Kreis Wesel

    Schellenten-Erpel ©Erich Hoyer (naturfotoarchiv.de)
    Schellenten-Erpel ©Erich Hoyer (naturfotoarchiv.de)

    Singschwan ©Michael Pütsch
    Singschwan ©Michael Pütsch

    Tafelenten-Erpel ©Erich Hoyer (naturfotoarchiv.de)
    Tafelenten-Erpel ©Erich Hoyer (naturfotoarchiv.de)

Links zu Biotop- und Arteninfodatenbanken:

Natursportinfo: Informationen zu Tierarten und Lebensräumen 


Gebietskarte (aus ICAO 2010):

ID 218 Goitzsche ICAO 2010 (© DFS)
Gebietsdarstellung aus ICAO Karte 2010: ID 218 Goitzsche (© DFS)

Luftbilder des Gebietes:


Zu diesem Gebiet liegen uns zur Zeit leider noch keine Luftbilder vor.

Vielleicht können Sie uns helfen: Verfügen Sie über Luftbilder oder haben Sie die Möglichkeit solche Aufnahmen aus der empfohlenen Höhe (oder höher) zu erstellen? Wenn ja, könnte hier bald Ihr Bild zu sehen sein.

Kontakt: Michael Pütsch puetschm@bfn.de


Bilder von Arten & Lebensräumen:


Paupitzscher See ©Friedemann Klenke
Paupitzscher See ©Friedemann Klenke

Die Bergbaufolgelandschaft Goitzsche und Paupitzscher See bietet mittlerweile zahlreichen Vogelarten einen bedeutenden Lebensraum.


Saatgänse ©Jannes Bayer
Saatgänse ©Jannes Bayer

Saatgänse zählen mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,76 Metern zusammen mit den Graugänsen zu den größten heimischen Wildgänsen. Charakteristisch sind ihr schwarz-oranger Schnabel und der dunkle Kopf. Zwei Unterarten überwintern in Mitteleuropa: die Waldsaatgans und die Tundrasaatgans.

Letzte Änderung: 28.03.2010

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