Bundesamt für Naturschutz

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Das Schema zeigt die Methodik der naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertung für gebietsfremde Arten. Es ist unterteilt in die Kriterien „Gefährdung der Biodiversität“, „Verbreitung“ sowie „Sofortmaßnahmen“, die bestimmen, ob eine Art als invasiv, potenziell invasiv oder bisher nicht invasiv gilt und ob diese Art in die Warn-, Aktions-, Management-, Handlungs- oder Beobachtungsliste kommt. Diese Einordnung nennt sich die „Listenkategorie“.

Wenn das erste Kriterium „Gefährdung der Biodiversität“ für eine Art belegt werden kann, handelt es sich um eine invasive Art. Um die Zuordnung zu einer Liste festzulegen, ist das Kriterium „Verbreitung“ zu überprüfen. Die Verbreitung einer Art kann großräumig oder kleinräumig sein oder auch fehlend beziehungsweise unbekannt. Wenn die Verbreitung fehlend bzw. unbekannt ist, führt dies unmittelbar zur Aufnahme in die Warnliste. Bei kleinräumiger Verbreitung gibt es entweder Sofortmaßnahmen, was zur Aufnahme in die Aktionsliste führt. Oder es gibt keine Sofortmaßnahmen, so dass die Art in die Managementliste eingestuft wird. Ist die Verbreitung großräumig, erfolgt die Einstufung ebenso in die Managementliste.

Liegen eine begründete Annahme oder Hinweise für eine Gefährdung der Biodiversität vor, gehen die Arten in die Handlungsliste beziehungsweise in die Beobachtungsliste ein. In beiden Fällen werden diese Arten als „potenziell invasive Arten“ bezeichnet.

Ist keine Gefährdungslage gegeben, gilt die Art als „bisher nicht invasive Art“. Sie wird keiner Liste zugeordnet.