Bundesamt für Naturschutz

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Landschaften

Verteilung der Bewertungsklassen für den Zustand der Altauen in Deutschland

Rund 80 Prozent der Altauen in Deutschland sind stark bis sehr stark verändert

Ehemalige Überschwemmungsflächen von Flüssen, sogenannte Altauen, sind in Deutschland überwiegend stark bis sehr stark verändert. Im Vergleich zu den heutigen (rezenten) Flussauen gibt es bei den Altauen noch weniger naturnahe Abschnitte. Dabei sind naturnahe Flussauen wichtig für den natürlichen Hochwasserschutz und für den Rückhalt von Treibhausgasen.


Altauen sind durch Hochwasserschutzdämme und Gewässerausbau vom Fluss abgeschnittene Flächen, die bei Hochwasser nicht mehr überflutet werden. Trotzdem finden sich auch hier noch Relikte von Feuchtgebieten und ehemaligen Auwäldern mit einer hohen Bedeutung für den Naturschutz. Ein Großteil der Altauen wird jedoch intensiv als Acker, Grünland und Siedlungsfläche genutzt.

Eine bundesweite Erhebung zeigt: Nur 4 Prozent der Altauen gelten als naturnah

Im Jahr 2009 wurden im Rahmen einer bundesweiten Bewertung von Flussauen 0 Prozent der Altauen als „sehr gering verändert“ und 4 Prozent als „gering verändert“ eingestuft. Damit sind in Altauen weniger naturnahe Bereiche vorhanden als bei den rezenten Auen (hier liegt der Anteil sehr gering beziehungsweise gering veränderter Abschnitte bei 10 Prozent).

Für 17 Prozent der Altauen war das Ergebnis „deutlich verändert“, für 42 Prozent „stark verändert“ und für 37 Prozent „sehr stark verändert“.

Weiterführende Infos

Auenzustand (BfN-Themenseite)

Auenzustandsbericht (BfN)