Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Oxygastra curtisii (Dale, 1834)


Gekielter Flussfalke

bis 5,5 cm lange Smaragdlibelle

EU-Code: 1041, Anh. II, IV

Rote Liste Deutschland: 2 (2011)


Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich von der Iberischen Halbinsel über Frankreich bis in den Süden der Niederlande, die Schweiz und Nordwest-Italien. Sie kommt außerdem in Marokko vor. In Deutschland existiert aktuell nur ein Vorkommen in der Our (Eifel) an der Grenze zu Luxemburg. Hauptlebensraum der Art sind langsam fließende Bäche und Kanäle.


Fortpflanzung/Biologie

Die Eiablage erfolgt am Ufer der Gewässer, wobei die Eier auf die Wasseroberfläche oder an Erlenwurzeln, bemoosten Felsen oder Totholz abgelegt werden. Der Entwicklungszyklus der Art dauert 2-3 Jahre. Die Flugperiode erstreckt sich von Juni bis maximal Ende August. Als Lebensraum der Larven scheint dichtes untergetauchtes Wurzelgeflecht notwendig zu sein.


Gefährdung

Als Gefährdungsfaktoren kommen Veränderungen der Uferstruktur durch Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen sowie Gewässerverschmutzungen in Betracht. Eine weitgehend vollständige Beschattung der Ufer infolge Sukzession oder Bepflanzung bzw. deren zu starke Auflichtung sowie Veränderungen der Morpho- und Fließdynamik mindern die Qualität des Lebensraums.


Schutz

Die Larvalgewässer sollten vor Gewässerausbau, einer intensiven Gewässerunterhaltung und Gewässerverschmutzungen geschützt werden. Spezielle Maßnahmen zur Erhaltung der Lebensräume der Art lassen sich erst angeben, wenn die Ökologie und Einnischung der Art besser bekannt sind.


Literaturhinweis

verändert nach:
Ott, J. (2003): Oxygastra curtisii (Dale, 1834). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 602-609.

Letzte Änderung: 12.06.2019

 Artikel drucken