Bundesamt für Naturschutz

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Gefährdungsursachen


Seit mehreren Jahrzehnten ist sowohl in Deutschland, als auch weltweit ein drastischer Rückgang der Artenvielfalt zu beobachten. Um effiziente Schutz- und Pflegemaßnahmen für bestandsgefährdete Arten ergreifen zu können, sind Kenntnisse über die Ursachen der Bestandsrückgänge unerlässlich. Für übergreifende Aussagen zur Artenvielfalt und eine vergleichende Betrachtung zwischen verschiedenen Artengruppen, lassen sich Gefährdungsursachen und Gefährdungsverursacher durch systematische, artenübergreifende Analysen identifizieren. Die Benennung der Gefährdungsursachen und die Auseinandersetzung mit spezifischen Gefährdungsursachen ist entscheidend, um Gegenmaßnahmen entwickeln zu können. Das Bundesamt für Naturschutz fördert eine Reihe von Projekten, um die Ursachen des Rückgangs der Artenvielfalt aufzudecken.

Gefährdungsursachenanalyse der Arten der Roten Liste

Das BfN hat Methoden zur übergreifenden Gefährdungsursachenanalyse entwickelt und führt aktuell eine Analyse zu den Arten der Roten Listen, 2009 ff durch.

Beispiele für spezifische Gefährdungsursachen

Auswirkungen des Klimawandels

Der Klimawandel gewinnt zunehmend an Bedeutung. Seine möglichen Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenarten und die Ableitung von Handlungsempfehlungen sind Gegenstand von Projekten des BfN.

Batrachochytrium salamandrivorans (Salamanderpest)

Amphibien sind die weltweit am stärksten bedrohte Wirbeltierklasse. Zusätzlich werden die einheimischen und europäischen Schwanzlurche (Salamander und Molche) durch einen vermutlich aus Asien eingeschleppten Amphibien-Hautpilz beeinträchtigt.

Schädlingsbekämpfung in Wäldern

In den vergangenen Jahren haben Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner in mehreren Bundesländern deutlich zugenommen und 2013 wurden erstmals auch großflächig Wald­flächen einbezogen. Aufgrund der Wirkweise der Bekämpfungsmittel ist eine deutliche und nachhaltige Beeinträchtigung von Nicht-Zielorganismen in den entsprechend behandelten Wäldern nicht auszuschließen.

 

Letzte Änderung: 06.09.2019

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