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Umsetzung der SDGs durch Weiterentwicklung des MAB-Programms der UNESCO im südlichen Afrika


Stärkung der Kapazitäten von Schlüsselakteuren, Unterstützung von Prozessen zur Einrichtung neuer Biosphärenreservate und Stärkung regionaler Vernetzung

Drakensberge, Südafrika (© Bettina Hedden-Dunkhorst)
Auf dem Foto sieht man die zum Teil Schneebedeckten Drakensberge in Südafrika. Im Vordergrund ist ein Bachlauf zwischen Gras- und Buschland zu sehen.

Hintergrund

Das seit 1971 bestehende UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB)  ist ein geeignetes Instrument zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen. Durch die Nominierung von UNESCO-Biosphärenreservaten im Rahmen des Programmes entstehen Modellregionen für nachhaltige Entwicklung, in denen neben dem Schutz der Natur, die sozio-ökonomische Entwicklung, Bildung und Forschung im Vordergrund stehen.

Der Ausgleich der Interessen sorgt für ein nachhaltiges Miteinander von Mensch und Natur. Die UNESCO hat insgesamt 669 Biosphärenreservate aus 120 Staaten in das weltweite Netz der Biosphärenreservate aufgenommen (Stand Juni 2017). Auf diese Weise leistet das MAB-Programm über das Weltnetz von Biosphärenreservaten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der globalen Biodiversität und trägt gleichzeitig zu Regionalentwicklung, Armutsbekämpfung und Friedenssicherung bei.

Ziel 17 der SDGs fordert alle Staaten auf, Partnerschaften für die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln. Hierfür eignet sich das MAB-Programm in besonderer Weise, verpflichten sich doch alle Mitgliedsstaaten zu unterstützenden Beiträgen im weltweiten Netz der Biosphärenreservate. In diesem Kontext fördern das BfN und die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) seit vielen Jahren die Entwicklung neuer und bestehender Biosphärenreservate auf dem afrikanischen Kontinent. In diesem Projekt soll auf den Ergebnissen aus dem von 2013 bis 2016 umgesetzten BfN-Projektes zur „Unterstützung bei der Umsetzung des UNESCO Wissenschaftsprogramm „der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) einschließlich des Biosphärenreservats-Konzepts im südlichen Afrika“ aufgebaut werden.


Umweltinformation und - bildung, Namibia (© Bettina Hedden-Dunkhorst)
Die Abbildung zeigt einen Mann, der sich die Informationstafeln zu Umweltinformationen und Umweltbildung anschaut.

Das Projekt und seine Ziele

Gerade im südlichen Afrika ist das Potential für Regionalentwicklung und Naturschutz durch Biosphärenreservate hoch. Allerdings befinden sich von den 82 afrikanischen Biosphärenreservaten bisher nur elf in der Region (acht in Südafrika, zwei in Malawi, eines in Simbabwe). Ideen und erste Initiativen zur Einrichtung von Biosphärenreservaten gibt es zwar in fast allen Staaten des südlichen Afrikas, doch scheitern diese häufig an institutionellen Hürden.

Die Zielsetzung des Projekts zur Weiterentwicklung des MAB-Programms im südlichen Afrika ist es daher eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen in den Partnerländern zu erreichen. Dabei sollen erfolgversprechende Initiativen zur Einrichtung neuer Biosphärenreservate in der Region begleitet und unterstützt werden. 

Das Projekt umfasst folgende Teilziele:

  • Beitrag zur Etablierung neuer Biosphärenreservate
  • Stärkung der institutionellen Kapazitäten der Schlüsselakteure in den einzelnen Ländern des südlichen Afrikas zur Umsetzung des MAB-Programms
  • Bessere Umsetzung des so genannten Lima-Aktionsplans des MAB-Programms (2016) im südlichen Afrika
  • Weiter verbesserte Zusammenarbeit Deutschlands mit dem Dachverband afrikanischer Biosphärenreservate (AfriMAB) und den einzelnen afrikanischen Partnerländern
  • Regionale Vernetzung der MAB-Akteure in der Region

Aktivitäten

Im März 2018 fand ein Auftaktworkshop mit einschlägigen Experten der Region in Lesotho statt. Hier wurden Hürden bei der Umsetzung des MAB-Programms in den jeweiligen Partnerländern identifiziert sowie strategische Lösungsansätze und mögliche Unterstützungsbeiträge von deutscher Seite entwickelt.

Die weiteren spezifischen Maßnahmen zur Stärkung institutioneller Kapazitäten und zur Einrichtung von Biosphärenreservaten in der Region werden im Nachgang zum Auftaktworkshop schrittweise konkretisiert. 

Mit Blick auf das Erfolgspotential werden dabei in ausgewählten Ländern Prozesse zur Weiterentwicklung des MAB-Programms begleitet, beispielsweise durch die Unterstützung von Stakeholder-Konsultationen und die Organisation von Training-Workshops, durch Förderung von Machbarkeitsstudien und die Unterstützung und Beratung der verantwortlichen Akteure bei der Erstellung von Anträgen. 2019 wird im Vorfeld zur AfriMAB-Generalversammlung ein weiterer thematischer Regionalworkshop stattfinden. 

Darüber hinaus ist es vorgesehen inhaltliche Schwerpunkte in vier Briefing Notes zu thematisieren und somit einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Kwa Zulu-Natal, Südafrika (© Bettina Hedden-Dunkhorst)
Auf dem Foto sieht man ein Dorf im Kwa Zulu-Natal mit Graslandschaft und weidenden Kühen.

Projektinformationen

Laufzeit: 12/2017 – 12/2019

Programm: Forschung und Entwicklung

Zielländer: Botswana, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Swasiland

Projektpartner: DUK gemeinsam mit den für das MAB-Programm zuständigen Stellen in den Zielländern, insbesondere mit den lokalen UNESCO-Kommissionen und MAB-Nationalkomitees sowie dem Dachverband afrikanischer Biosphärenreservate (AfriMAB).  


Fachbetreuung

Dr. Bettina Hedden-Dunkhorst, AG I 2.3, Internationaler Naturschutz


Weitere Informationen

DUK

AfriMAB

Letzte Änderung: 27.06.2018

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