Bundesamt für Naturschutz

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Gemeinsam für naturverträglichen Konsum

Hintergrund

Globales Nachhaltigkeitsziel 12
Logo Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion.

„Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“, so lautet das zwölfte der Globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung. Das Themenfeld ist nicht nur für den globalen Klima- und Ressourcenschutz hoch relevant, sondern auch für den Schutz der biologischen Vielfalt. Denn der An- und Abbau von Rohrstoffen sowie die Produktion von Konsumgütern ist oftmals mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Natur der Herkunftsländer verbunden: Artenreiche Regenwälder werden für landwirtschaftliche Nutzflächen gerodet, wichtige Frischwasserressourcen für Bewässerung oder Industrie verbraucht und Ökosysteme durch Schadstoffe belastet. Weltweit gehört die Änderung der Landnutzung, wozu auch Landumwandlung für neue Produktionsflächen gehört, zu den wichtigsten Treibern des Verlusts der biologischen Vielfalt.

Das Projekt

Logo des Consumer Information Programs des One Planet Network
Logo One Planet – Inform with Care.

Um Konsummuster naturverträglicher zu gestalten, fördert das BfN mit Mitteln des BMUs ein Projekt mit dem Titel „Gemeinsam für naturverträglichen Konsum – durch Information, Kommunikation und internationale Kooperation“. Ein wichtiger Partner des Vorhabens ist das One Planet Network. Dieses wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um das zwölfte Globale Nachhaltigkeitsziel umzusetzen. Innerhalb des Programms zur Verbraucherinformation des One Planet Networks wurde im Oktober 2020 eine internationale Arbeitsgruppe gegründet („Working Group on Biodiversity Communication“).


Der Anbau von Nahrungsmitteln hat große Auswirkungen auf die biologische Vielfalt (© Simone Wulf)
Die Abbildung zeigt einen Stand mit tropischen Früchte auf einem Markt.

Das vom BfN geförderte Projekt unterstützt die neue Arbeitsgruppe. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Naturschutz-Perspektive verstärkt in internationale Prozesse zum Thema nachhaltiger Konsum einzubeziehen.

Sie will dazu beitragen, Bewusstsein für die Auswirkung von Konsum auf biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen zu schaffen und die Kommunikation zu diesem Thema zu fördern. Hierfür will sie weitere Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf internationaler Ebene gewinnen.

Ausblick

Im Rahmen des Projektes wird durch die Auftragnehmer, Adelphi und Öko-Institut, eine Status Quo Analyse zum aktuellen Stand bezüglich Information, Kommunikation und Kooperation für naturverträglichen Konsum verfasst.


Vorherrschende Konsummuster müssen sich grundlegend verändern (© Greg Reese/Pixabay.com)
Spatz auf einem Einkaufswagen.

Zudem soll ein online Kommunikations-Toolkit erstellt werden: Eine Zusammenstellung von verfügbaren Studien und Informationsmaterialien zu den Auswirkungen von Konsum auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme, Beispielen für erfolgreiche Kampagnen sowie einem Leitfaden für die zielgruppenspezifische Kommunikation des Themas. Auch neue Infomaterialien werden entwickelt. Das Vorhaben läuft bis Ende 2022 und soll mit einer internationalen Abschlusskonferenz enden, um die Aktivitäten der Arbeitsgruppe, die Ergebnisse des Projektes und das neue Kommunikations-Toolkit mit einem internationalen Fachpublikum zu diskutieren.

Projektart

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F+E)

Laufzeit

Juni 2020 bis November 2022

Auftragnehmer

Projektpartner

Thema

Internationale Zusammenarbeit

Zuständiges Fachgebiet

Fachgebiet „Internationaler Naturschutz“, FG I 2.3

Ansprechperson

Simone Wulf, FG I 2.3


Letzte Änderung: 16.03.2021

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