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Bundesamt für Naturschutz

Gemeinsam für naturverträglichen Konsum

Internationale Zusammenarbeit
Internationale Projekte
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
„Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“, so lautet das zwölfte der Globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung. Das Themenfeld ist nicht nur für den globalen Klima- und Ressourcenschutz hoch relevant, sondern auch für den Schutz der biologischen Vielfalt.
Inhaltliche Schwerpunkte
Naturverträglicher Konsum
Nachhaltige Nutzung
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet I 2.3 Internationaler Naturschutz
Laufzeit
06/2020 bis 11/2022
Das Foto zeigt einen Obststand in Kolumbien
Der Anbau von Nahrungsmitteln hat große Auswirkungen auf die biologische Vielfalt

Beschreibung

Hintergrund

Denn der An- und Abbau von Rohrstoffen sowie die Produktion von Konsumgütern ist oftmals mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Natur der Herkunftsländer verbunden: Artenreiche Regenwälder werden für landwirtschaftliche Nutzflächen gerodet, wichtige Frischwasserressourcen für Bewässerung oder Industrie verbraucht und Ökosysteme durch Schadstoffe belastet. Weltweit gehört die Änderung der Landnutzung, wozu auch Landumwandlung für neue Produktionsflächen gehört, zu den wichtigsten Treibern des Verlusts der biologischen Vielfalt.

Das Projekt

Um Konsummuster naturverträglicher zu gestalten, fördert das BfN mit Mitteln des BMUs ein Projekt mit dem Titel „Gemeinsam für naturverträglichen Konsum – durch Information, Kommunikation und internationale Kooperation“. Ein wichtiger Partner des Vorhabens ist das One Planet Network. Dieses wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um das zwölfte Globale Nachhaltigkeitsziel umzusetzen. Innerhalb des Programms zur Verbraucherinformation des One Planet Networks wurde im Oktober 2020 eine internationale Arbeitsgruppe gegründet („Working Group on Biodiversity Communication“).

Das vom BfN geförderte Projekt unterstützt die neue Arbeitsgruppe. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Naturschutz-Perspektive verstärkt in internationale Prozesse zum Thema nachhaltiger Konsum einzubeziehen.

Sie will dazu beitragen, Bewusstsein für die Auswirkung von Konsum auf biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen zu schaffen und die Kommunikation zu diesem Thema zu fördern. Hierfür will sie weitere Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf internationaler Ebene gewinnen.

Ausblick

Im Rahmen des Projektes wird durch die Auftragnehmer, Adelphi und Öko-Institut, eine Status Quo Analyse zum aktuellen Stand bezüglich Information, Kommunikation und Kooperation für naturverträglichen Konsum verfasst.

Zudem soll ein online Kommunikations-Toolkit erstellt werden: Eine Zusammenstellung von verfügbaren Studien und Informationsmaterialien zu den Auswirkungen von Konsum auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme, Beispielen für erfolgreiche Kampagnen sowie einem Leitfaden für die zielgruppenspezifische Kommunikation des Themas. Auch neue Infomaterialien werden entwickelt. Das Vorhaben läuft bis Ende 2022 und soll mit einer internationalen Abschlusskonferenz enden, um die Aktivitäten der Arbeitsgruppe, die Ergebnisse des Projektes und das neue Kommunikations-Toolkit mit einem internationalen Fachpublikum zu diskutieren.

Auftragnehmer

adelphi research gemeinnützige GmbH
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Projektpartner

Öko-Institut e.V.
Postfach 17 71, 79017 Freiburg

Fachbetreuung im BfN

Simone Wulf
0228 8491-1764

Weiterführende Publikationen

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