Orthotrichium rogeri Brid.


Rogers Kapuzenmoos

schlankes, lockere Polster bildendes Laubmoos

EU-Code: 1387, Anh. II

Rote Liste Deutschland: * (2018)


Verbreitung

Die Art ist weltweit selten. In Deutschland gibt es Nachweise aus dem Saarland und Baden-Württemberg, wo die als ausgestorben geltende Art 1993 an zwei Stellen gefunden wurde. Sie wächst auf der Borke von Laubbäumen, selten auch auf Nadelbäumen oder kalkfreiem Fels. Standorte sind Laubwälder oder Waldränder, manchmal auch freistehende Bäume.


Fortpflanzung/Biologie

Die Art ist mehrjährig und bildet große Sporen.


Gefährdung

Als Ursachen für den Rückgang sind Straßenbau, Luftverschmutzung (insbesondere Schwefeldioxid-Emissionen), "saurer Regen" und eine Intensivierung der Forstwirtschaft zu nennen.


Schutz

Wichtig ist vor allen Dingen der Schutz der Wuchsorte vor der Zerstörung durch z. B. forstliche Maßnahmen oder Straßenbau. Hierzu sollten spezielle Schutzgebiete ausgewiesen werden, in denen insbesondere auf die Erhaltung der Trägerbäume geachtet wird.


Literaturhinweis

verändert nach:
Hachtel, M.; Ludwig, G. und Weddeling, K. (2003): Orthotrichum rogeri Brid. In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag)- Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 294-300.


 Artikel drucken

 Fenster schließen