Bundesamt für Naturschutz

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Nutzung von Binnengewässern

Verteilung von Querbauwerken auf die großen Ströme und Gewässergroßlandschaften in Deutschland

FließgewässertypAnzahl der QuerbauwerkePrioritäre Nutzung / Zweckbestimmung
Große Ströme90Hochwasserschutz, Schifffahrt, Wasserkraft
Alpen / Alpenvorland2.916Wasserkraft, Überwindung Höhendifferenz, Sohlsicherung
Mittelgebirge19.298Gefälleregulierung, Hochwasserschutz, Wasserkraft, Sohlsicherung, Überwindung Höhendifferenz
Tiefland12.683Grundwasserregulierung, Be- / Entwässerung, Sohlsicherung
Marschengewässer, Ostseezuflüsse287Schöpfwerk, Be- / Entwässerung, Siel / Sperrwerk

Quelle: BMU 2007

Stand der Daten: 12.2007

Die deutschlandweite Bestandsaufnahme ist nicht flächendeckend. Es wurden mehr als 30.000 Querbauwerke in Fließgewässern erfasst.

Ausführliche Quelle: BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2007): Querbauwerke in den Fließgewässern Deutschlands. Umwelt 4/2007. S. 245-247.

Durchgängigkeit von Fließgewässern ist alle 2 Kilometer durch Querbauwerke unterbrochen

Die Durchgängigkeit deutscher Fließgewässer ist im Durchschnitt alle 2 Kilometer durch ein Querbauwerk wie beispielsweise Wehre unterbrochen. Dies ist das Ergebnis einer deutschlandweiten Bestandsaufnahme. Die Folge ist eine wesentliche Beeinträchtigung der Fließgewässer und ihrer Funktion als Lebensraum – vor allem für wandernde Fischarten.


Die Durchgängigkeit der Fließgewässer ist für viele Gewässerorganismen lebensnotwendig, insbesondere für wandernde Fischarten. Maßgebliche Faktoren für die Lebensraumqualität der Fließgewässer sind auch die Durchgängigkeit für Sedimente und die Anbindung an die temporären Gewässer in den Auen. Durch technische Bauwerke wird diese Durchgängigkeit jedoch stark eingeschränkt.

Eine deutschlandweite Bestandsaufnahme (nicht flächendeckend) hat mehr als 30.000 Querbauwerke in Fließgewässern erfasst, die dem Hochwasserschutz, der Schifffahrt, der Wasserkraft oder anderen Zwecken dienen (BMU 2007). Im Durchschnitt ist damit die Durchgängigkeit alle 2 Kilometer durch ein Querbauwerk unterbrochen.

Ein Ziel der nachhaltigen Gewässerentwicklung ist die Wiederherstellung der Durchgängigkeit

Eine nachhaltige Gewässerentwicklung soll hier Abhilfe schaffen: Dabei wird der Erhalt unveränderter Fließgewässer und die naturnahe Entwicklung gering und mäßig veränderter Abschnitte, insbesondere durch das Zulassen und die Förderung der Eigendynamik der Gewässer angestrebt. Darüber hinaus ist es erforderlich, an der Vielzahl der stärker veränderten Gewässer ökologisch wertvolle Strukturen und die Durchgängigkeit durch geeignete Maßnahmen wiederherzustellen.