Bundesamt für Naturschutz

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Übereinkommen über Feuchtgebiete (Ramsar-Konvention) (1971)


Logo der Ramsar-Konvention

The Convention on Wetlands


Vertragsparteien:

171 (Stand: Januar 2021), Deutschland ist Mitglied seit 1976


Ziel:

Ursprünglich hatte die Ramsar-Konvention den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Feuchtgebieten als Lebensraum von Wasservögeln zum Ziel. Die Konventionsziele haben sich jedoch seit der Verabschiedung der Konvention im Jahr 1971 deutlich erweitert und umfassen nun den ganzheitlichen Schutz von Feuchtgebieten als bedeutende Ökosysteme zum Erhalt der Biodiversität. Inhaltliche Schwerpunkte der Ramsar-Konvention sind der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Feuchtgebieten („wise use“), die Kommunikation und Weiterbildung zur Bedeutung von Feuchtgebieten und die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich.


Funktionsweise:

Die Ramsar-Konvention ist ein internationaler völkerrechtlicher Vertrag. Mit dem Beitritt verpflichten sich die Mitgliedsstaaten mindestens ein Feuchtgebiet innerhalb ihres Hoheitsgebietes als "Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung" zu nominieren und die Erhaltung der Ökosystemfunktionen und –leistungen dieses und möglichst auch weiterer nominierter Gebiete zu sichern. Darüber hinaus müssen die Vertragsstaaten dafür sorgen, dass auch die übrigen Feuchtgebiete innerhalb ihrer Grenzen nachhaltig genutzt werden. Weiterhin sind die Vertragsstaaten zur internationalen Zusammenarbeit aufgefordert. Alle drei Jahre muss eine ausführliche Berichterstattung zur Umsetzung der Konvention im jeweiligen Mitgliedsstaat erfolgen. 

Unter der Ramsar-Konvention werden Leitfäden und technische Hilfestellungen erarbeitet, Resolutionen zu verschiedenen Aspekten des Feuchtgebietsschutzes auf globaler Ebene verabschiedet und Öffentlichkeitsarbeit zur Bedeutung von Feuchtgebieten betrieben.

Die Umsetzung der Konvention beruht im Wesentlichen auf der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten, dem Ständigen Ausschuss, dem Sekretariat, dem Wissenschaftlichen und Technischem Ausschuss (Scientific and Technical Review (STRP) Panel) sowie dem Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit (Communication Education and Public Awareness (CEPA) Panel). Alle drei Jahre findet die Konferenz der Mitgliedsstaaten (Conference of the Contracting Parties, COP) statt, die eine Plattform bietet, um generelle Trends und neue Entwicklungen zu diskutieren und weitere Maßnahmen zur Umsetzung zu beschließen.


Aufgaben des BfN:

Das BfN berät das BMU und die Länderfachbehörden zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Ramsar-Konvention und stellt die Nationale Kontaktstelle für den Wissenschaftlichen und Technischen Ausschuss der Konvention (STRP).

Zu den internationalen Aktivitäten des BfN im Kontext der Ramsar-Konvention


Letzte Änderung: 01.02.2021

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