Stephanopachys substriatus - Gestreifelter Bergwald-Bohrkäfer
Beschreibung
Ein bis zu 6 mm langer Bohrkäfer.
Verbreitung
Die insgesamt sehr seltene Art kommt in Teilen Nord- und Mitteleuropas vor. In Deutschland liegt nur ein neuerer Nachweis im Bereich der Oberen Isar vor. Es werden kühle und v. a. große geschlossene Hochwaldgebiete mit Nadelwald und ausreichendem Alt- und Totholzbestand besiedelt.
Fortpflanzung/Biologie
Paarung und Eiablage finden zwischen Juni und August statt. Die Entwicklungszeit dauert etwa 1-2 Jahre. Die Larve ernährt sich in der Bastschicht der Baumrinde. Die Verpuppung findet zwischen der Bastschicht und der Borke statt. Die ausgewachsenen Käfer sind von Juni bis August besonders aktiv.
Gefährdung
Die Entnahme von Alt- und Totholz im Rahmen forstlicher Nutzung stellt ebenso einen Verlust des Lebensraumes für die Art dar, wie die direkte Verringerung bzw. Zerstörung geeigneter Flächen, beispielsweise durch Baumaßnahmen.
Schutz
In den für die Art wichtigen Wäldern sollte die Forstwirtschaft extensiviert werden. Alt- und Totholzbestände müssen im Wald belassen werden. Außerdem ist eine Vernetzung geeigneter Wälder wichtig, um eine Verinselung der Vorkommen zu vermeiden und einen Austausch der Tiere zu ermöglichen. Die geschlossenen Hochwaldgebiete müssen erhalten werden.
Literaturhinweise
verändert nach:
Wurst, C. und Klausnitzer, B. (2003): Stephanopachys substriatus (Paykull, 1800). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 433-438.