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Bundesamt für Naturschutz

Marschen der Unterelbe

Bundesland
Schleswig-Holstein
Landkreis / Kreisfreie Stadt
Pinneberg, Steinburg
Landschafts-ID
017
Naturraum
Holsteinische Elbmarschen, Stader Elbmarschen

Wertgebende Merkmale (Vielfalt, Eigenart und Schönheit)

Im Zuge der hochmittelalterlichen Hollerkolonisation entstandene, durch Deiche, Marschhufendörfer, historische Beet- und Grüppenstrukturen geprägte Kulturlandschaft, die untergliedert werden kann in die rechtselbische Haseldorfer und Wedeler Marsch (eingedeichte, tideabhängige Flusslandschaft mit Süßwasserwatt, Kleientnahmestelle, künstlichen Wasserläufen sowie Siedlungen auf von Menschen erhöhten eiszeitlichen Sandhügeln, den sog. Wurten), Seestermüher Marsch (wo sich noch heute historische Höfe auf den einstigen Wurten befinden) und die auch als Steinburger Elbmarschen bezeichneten Kremper- und Wilstermarsch (bis zu 3,54 m unter dem Meeresspiegel liegende, seit dem 12. Jh. systematisch kultivierte Marschen, deren Landschaftsbild bis heute von Grüppen, Gräben und Wettern, Deichen und Schleusen, niederländisch geprägten Marschhufendörfern mit ihren charakteristischen schmalen und langen Ackerfluren, Warften, Bauernhäusern und Scheunen bestimmt wird); Herrenhaus Haseldorf mit altbaumreichem Gutspark, Gut Seestermühe mit 680 m langer vierreihiger Lindenallee; Residenz-, Festungs- und Exulantenstadt Glückstadt (1616 gegründet, stellt bis heute den Idealtyp einer Radialstadt der Neuzeit „vom Reißbrett“ dar), Krempe (mittelalterliche Siedlung mit Festungsanlage des 16. Jh.) und Wilster (mittelalterliche Siedlung mit Marschbürgerhäusern des 16. bis 18. Jh.) als kulturlandschaftsprägende Städte; maritimes Erbe (Bauten, Umgestaltungen der landschaftlichen Gegebenheiten)

Landschaft mit hoher Bedeutung für das natürliche und kulturelle Erbe als

Naturlandschaft
Historisch gewachsene Kulturlandschaft: Hollerlandschaft
Naturnahe Kulturlandschaft ohne wesentliche Prägung durch technische Infrastruktur
Sonstige besondere Einzellandschaft

Landschaft mit hoher Bedeutung für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung

Soweit nicht anders angegeben, haben die den obigen Landschaftsbestimmungen zugeordneten Landschaften per se auch eine hohe Bedeutung für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung.

Ausschließlich bedeutsam für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung: (gesamthaft/in Teilbereichen)

Abgrenzung

Rechtsseitig der Elbe Naturraum 4. Ordnung „Holsteinische Elbmarschen“ nach Meynen/Schmithüsen (1953-1962) (im Nordwesten an bedeutsame Landschaft „Dithmarscher Geestrand mit Nord-Ostsee-Kanal“ grenzend), linksseitig der Elbe BfN-Landschaft „Altes Land“; Ausschluss des AKW Brokdorf, des ehemaligen AKW Stade und der ehemaligen Steinburger Mülldeponie in Ecklack sowie von im Randbereich verlaufenden Straßen der Belastungsklassen 4-6 und im Randbereich gelegenen Windparks
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