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Bundesamt für Naturschutz

Porphyrhügelland an der Mulde

Bundesland
Sachsen
Landkreis / Kreisfreie Stadt
Leipzig (Land), Mittelsachsen, Nordsachsen
Landschafts-ID
323
Naturraum
Grimmaer Porphyrhügelland, Mittelsächsisches Lösslehmhügelland, Mittelsäch-sisches Lössgebiet, Leipziger Land

Wertgebende Merkmale (Vielfalt, Eigenart und Schönheit)

Als Nationaler Geopark zertifizierte Rohstoffgewinnungslandschaft in der Nordwestsächsischen Vulkanitsenke, einem der größten permischen Vulkanitgebiete Europas; etliche Abbaustellen, z. B. am landschaftsbildprägenden Rochlitzer Berg (wo der „Rochlitzer Porphyr“, eigentlich ein Rhyolithtuff, seit vielen Jahrhunderten in den Rochlitzer Porphyrbrüchen abgebaut wird und dadurch zu einem, die Architektur in Mittel- und Westsachsen prägenden, Denkmalgestein geworden ist) oder in Beucha (Beuchaer Granitporphyr, Steinabbau-Tradition seit dem 15. Jh.); insgesamt eine abwechslungsreiche, von der (Vereinigten) Mulde bzw. im südlichen Teil von der Zwickauer und der Freiberger Mulde und ihren Zuflüssen geprägte Landschaft mit einer hohen Dichte an Burgen, Schlössern (z. B. in Rochsburg, Wechselburg, Rochlitz, Colditz, Trebsen, Wurzen) mit Landschaftsgärten verschiedener Epochen und Tiergärten, Herrenhäusern, Kirchen und Klöstern, jeweils auch unter dem Aspekt der Nutzung regionaler Rohstoffe zu betrachten; Grimma mit Altstadtkern und langer, gut erhaltener Stadtmauer sowie dem „Kloster- und Mühlental“; Rochlitzer Pflege mit kulturlandschaftlich besonders bedeutsamen Kleinsiedlungen und Streuobstwiesen (wie auch anderenorts in dieser Landschaft); Zschopautal und Striegistäler (verkehrswege- und siedlungsarm, stark mäandrierend, teilweise mit Engtalcharakter, wechselnde Expositionen, sehr steile und großteils bewaldete Talhänge, offene Felsbildungen mit Kalk- und Serpentinvorkommen, Bergwerksstollen, hohes Vorkommen sehr gut erhaltener und sichtbarer Viadukte)

Landschaft mit hoher Bedeutung für das natürliche und kulturelle Erbe als

Naturlandschaft
Historisch gewachsene Kulturlandschaft: vom Gesteinsabbau geprägte Landschaft
Naturnahe Kulturlandschaft ohne wesentliche Prägung durch technische Infrastruktur
Sonstige besondere Einzellandschaft

Landschaft mit hoher Bedeutung für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung

Soweit nicht anders angegeben, haben die den obigen Landschaftsbestimmungen zugeordneten Landschaften per se auch eine hohe Bedeutung für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung.

Ausschließlich bedeutsam für das Landschaftserleben/die landschaftsgebundene Erholung: (gesamthaft/in Teilbereichen)

Abgrenzung

Im Süden entlang der Zwickauer Mulde historische Kulturlandschaften besonderer Eigenart (Regionalplan (Entwurf) Region Chemnitz 2015) „Zwickauer Muldental bei Rochsburg“, „Zwickauer Muldental bei Wechselburg“, „Platzdorf- und Streuobstwiesenlandschaft Seelitz-Erlau“, „Zwickauer Muldental Rochlitzer Berg“ und „Obst- und Platzdorflandschaft Breitenborn und Nosswitz“, entlang des Zschopautals „Zschopautal bei Kriebstein“ und Zschopautal bei Waldheim-Limmritz“, entlang der Striegistäler „Striegistal um Pappendorf“ und FFH-Gebiet „Striegistäler und Aschbachtäler“ (bis zur sehr stark verkehrsbelasteten BAB 4), weiter nördlich Abbaustellen (Luftbilder, Karte des Geoparks „Porphyrland“), FFH-Gebiete „Muldentäler oberhalb des Zusammenflusses“ und „Vereinigte Mulde und Muldeauen“ sowie LSG „Mittlere Mulde“; Ausschluss größerer Windparks entlang der BAB 14
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