Bundesamt für Naturschutz

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Laufende Vorhaben

Meine Wege - ein Leitfaden für digitale Information und Besucherlenkung - beispielhaft umgesetzt in der WWF-Projektregion Mittlere Elbe

Förderkennzeichen: 351924V020

Ziel des Projektes ist es, die Bekanntheit und gesellschaftliche Akzeptanz von naturschutzfachlich wertvollen Initiativen oder Gebieten durch attraktive und reichweitenstarke digitale Angebote zu verbessern. Dazu wird für die WWF-Projektregion Mittlere Elbe modellhaft  ein Konzept für digitale Besucherinformation und naturschonende Besucherlenkung entwickelt und  umgesetzt. Erfahrungen mit bestehenden Ansätzen wie Besucherlenkungs-Apps werden systematisch analysiert und in das Projekt einbezogen. Die Ergebnisse werden in einem Leitfaden gebündelt. Dieser soll Naturschutzakteure im gesamten Bundesgebiet dabei unterstützen, die Sichtbarkeit ihres Engagements zu erhöhen.

Laufzeit: 01.06.2019 - 31.05.2021

Zuwendungsempfänger: WWF Deutschland

Zuwendung: ca. 150.000 €


Verbändeübergreifende Vernetzungsaktivitäten zur Umsetzung eines kostenreduzierten, effizienten und hochwertigen Managements der Flächen des Nationalen Naturerbes (NNE)

Förderkennzeichen: 351924V014

Mit dem Projekt wird die bestehende Zusammenarbeit und Vernetzung von Naturschutzorganisationen zu Themen, die die Betreuung von Flächen des Nationalen Naturerbes und dabei insbesondere das Management und das Monitoring betreffen, weiter ausgebaut. Schwerpunkte des Vorhabens sind dabei u.a. Information, Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Fortbildung der Empfänger von Naturerbeflächen, die Weiterentwicklung der Software LieMaS (Datenbank zur Flächenverwaltung), die Einrichtung eines Netzwerk-Fotopools, die Erprobung und Erweiterung des Monitorings auf Naturerbeflächen sowie die Einarbeitung der bisherigen Rechercheergebnisse zur 3. und 4. Tranche Nationales Naturerbe in die Militärflächen-Datenbank. Wesentliches Ziel ist es, die Sicherung und das Management der Naturerbeflächen im Eigentum der Naturschutzorganisationen durch Erfahrungsaustausch und Synergien effizient und zugleich auf einem Niveau zu gestalten, das den anspruchsvollen fachlichen Anforderungen, die mit der unentgeltlichen Flächenübertragung verbunden sind, gerecht wird. Die im Rahmen der Betreuung von Naturerbeflächen gewonnenen Erfahrungen werden darüber hinaus auch anderen Akteuren zur Verfügung gestellt - beispielsweise den Eigentümern von Wildnisflächen. Auch dort gilt es, durch eine optimierte Betreuung Folgekosten dauerhaft zu reduzieren.

Laufzeit: 01.06.2019 - 30.04.2021

Zuwendungsempfänger: Naturstiftung David - Die Stiftung des BUND Thüringen

Zuwendung: ca. 149.000 €

 


Stadt - Natur - Plan! Wegweiser und Stolpersteine im Stadtnaturschutz

Förderkennzeichen: 351924V010

Stadtplanung und Naturschutz werden oft gegeneinander ausgespielt. Von einem kooperativen Vorgehen können aber sowohl eine nachhaltige Siedlungsentwicklung als auch die Natur in der Stadt profitieren. Das Projekt untersucht, welche Schnittstellen zwischen Stadtplanung und Naturschutz bestehen und wann, wo und wie sich engagierte Bürgerinnen und Bürger hierfür einbringen können. Die für den Naturschutz positiven und negativen Bausteine des Planungsrechts werden informativ dargestellt.

Laufzeit: 01.06.2019 - 31.05.2021

Zuwendungsempfänger: Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.

Zuwendung: ca. 111.000 €

 


Umweltaktionsprogramm (UAP) des Jugendnaturschutzverbandes Deutsche Waldjugend (DWJ) e. V. - "Rettet unsere Waldvögel"

Förderkennzeichen: 351924V006

Mit dem Umweltaktionsprogram „Rettet unsere Waldvögel“ sollen heimische Vogelarten mit ihrem Lebensraum geschützt werden. Die Auswahl der Vogelarten (Schwarzspecht, Schwarzstorch, Kleiber, Rotmilan, Waldkauz) berücksichtigt neben dem Lebensraum Wald gleichzeitig auch andere Lebensräume. Das Projekt umfasst die Herstellung und Verbreitung von Vogelrettungskoffern (Bildungs- und Aktionsmaterial), das Entwickeln und Umsetzen von Walderlebnispfaden sowie das Veranstalten öffentlicher Aktionstage.
Bei den ersten Aktionstagen im Frühjahr 2020 können Kinder und Jugendlichen auf spielerische Art und Weise ihren Wald entdecken. Wie ist der Wald ausgestattet? Eignet er sich für Arten wie Schwarzspecht, Schwarzstorch, Kleiber, Rotmilan, Waldkauz? In einer Untersuchung werden die Bäume vermessen und Baumarten notiert. Parallel wird mit engagierten Mitgliedern der DWJ bis zum Sommer 2020 ein Vogelrettungskoffer zusammengestellt. In dem Vogelrettungskoffer sind Informationen zu Waldvögeln, Anleitungen zu Aktivitäten und Aktionen und Material zur Durchführung von Gruppenstunden enthalten. Das Highlight bildet ein Rollenspiel: Während einer „Konferenz der Vögel“ wird überlegt, wie der Wald vor Ort attraktiver für Vögel gestaltet werden kann. Daraus werden naturschutzfachliche Maßnahmen abgeleitet, die in einem weiteren Aktionstag im Frühjahr 2021 umgesetzt werden. Den Abschluss des Projektes bilden Waldaktionspfade zum Thema Waldvögel, die im Winter 2020/21 von Mitgliedern der DWJ angelegt werden. Durch das Projekt werden Mitglieder der DWJ und Gruppenleitungen dazu befähigt, als Multiplikatoren zu fungieren, um möglichst viele Gesellschaftsgruppen zu erreichen.

Laufzeit: 16.07.2019 - 15.07.2021

Zuwendungsempfänger: Deutsche Waldjugend Bundesverband e.V.

Zuwendung: ca. 148.000 €

 


Fit für Stadtnatur

Förderkennzeichen: 351924V003

Langfristiges Ziel des Projektes ist es, das zivilgesellschaftliche Engagement für mehr grüne Infrastruktur und Biotopverbund in der Stadt zu stärken, und so einen dauerhaften Impuls für mehr grüne Infrastruktur in der doppelten Innenentwicklung unserer Städte zu geben. Schwerpunkt des Projektes liegt darauf, zivilgesellschaftlichen Gruppen ihre Handlungsmöglichkeiten im informellen Bereich jenseits und begleitend zu formellen Beteiligungsverfahren bewusst zu machen und die hierfür nötigen Fertigkeiten zu vermitteln. Im Zentrum steht die praktische Vermittlung von Argumenten und Anwendungsbeispielen über Vorteile von Stadtgrün durch Naturschutzaktive, insbesondere an nicht primär naturschutzaffine Stakeholder. Online und offline verwendbare Materialien über die Möglichkeiten und Vorteile grüner Infrastruktur und der Notwendigkeit urbanen Biotopverbunds für die Ziele außerhalb des Naturschutzes sollen helfen, andere Aktive, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Klimaschutz, Städtebau und -Entwicklung, anzusprechen und für die Umsetzung der Ziele des Weißbuchs Stadtgrün der Bundesregierung zu gewinnen. In partizipatorischen Workshops werden dazu Kommunikationsfähigkeit, Verhandlungs- und Konfliktlösungskompetenzen geschult und Grundlagen des Projektmanagements vermittelt. Hinweise zur Akquise von Projektpartnern und ein Ausblick auf die Zukunft der Förderung von Stadtgrün bis 2025 richten das Projekt auf die langfristige Unterstützung des Stadtnaturschutzes aus.

Laufzeit: 01.06.2019 - 31.05.2021

Zuwendungsempfänger: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V.

Zuwendung: ca. 150.000 €

 


Kommunale Handlungsspielräume zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft

Förderkennzeichen: 3518685045

Mit der Förderung einer nachhaltigen Nutzung, die auf den Erhalt und die Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen abzielt, können Kommunen dem anhaltenden Arten- und Lebensraumverlust in der Agrarlandschaft entgegenwirken. Insbesondere auf den oft umfangreichen landwirtschaftlichen Flächen im Besitz der Kommunen können diese eine nachhaltige Nutzung vorgeben. Zahlreiche Mitgliederkommunen des Bündnisses "Kommunen für biologische Vielfalt" haben dieses Potenzial bereits erkannt und entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Sie übernehmen damit eine wichtige Vorbildfunktion für andere Kommunen und private Landnutzerinnen und Landnutzer. Leider werden derartige Maßnahmen überregional bislang kaum zur Kenntnis genommen und es gibt keine Überblicksdarstellungen zu den vielfältigen Handlungsspielräumen von Kommunen im Bereich ökologische Landwirtschaft. Eine breite Umsetzung entsprechender Initiativen wird zudem durch rechtliche Unsicherheiten - bspw. bei der Ausgestaltung von Pachtverträgen - erschwert. Diese Hürden sollen mit dem Projekt "Kommunale Handlungsspielräume zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft" reduziert werden. Ein Experten-Gremium bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Praxis sowie bundesweit anerkannten Fachleuten identifiziert hierzu kommunale Handlungsspielräume und entwickelt entsprechende Umsetzungsvorschläge. Nach rechtlicher Prüfung der Maßnahmenvorschläge werden diese in einer Broschüre zusammengefasst und durch Mustervorlagen - bspw. für kommunale Pachtverträge - ergänzt. Das so gewonnene Fachwissen wird abschließend im Rahmen von regionalen Workshops in die kommunale Praxis zurückvermittelt.

Laufzeit: 01.10.2018 - 31.03.2020

Zuwendungsempfänger: Kommunen für biologische Vielfalt e.V.

Zuwendung: ca. 71.000 €


Zivilgesellschaftliche Dialog- und Informationsplattform zur internationalen und nationalen Waldpolitik für Biodiversität und Klimaschutz.

Förderkennzeichen: 3518685042

Die Dialogplattform Wald ermöglicht einen konstruktiven Dialog zwischen allen Akteuren der nationalen und internationalen Waldpolitik. Sie setzt sich zusammen aus Akteurinnen und Akteuren aus Verbänden, Wirtschaft und Politik, um gemeinsam Nutzungskonzepte zum Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas voranzubringen. In drei Workshops tauschen sich Experten und Interessengruppen über den aktuellen Stand aktueller waldpolitischer Themen aus und erarbeiten gemeinsame Lösungsvorschläge.

Laufzeit: 01.08.2018 - 31.07.2020

Zuwendungsempfänger: Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V.

Zuwendung: ca. 91.000 € 


Etablierung Wildnisfonds und Finanzierungsmechanismen für Folgekosten

Förderkennzeichen: 351924V021

Seit Juli 2019 existiert der Wildnisfonds des Bundes, der die Länder bei der Umsetzung des Zwei-Prozent-Ziels Wildnis unterstützen soll. Als Mittelempfänger kommen hierbei auch Naturschutzorganisationen in Frage. Das Projekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) unterstützt den Wildnisfonds in der Etablierungsphase. Die Interessen der Naturschutzorganisationen werden durch eine zentrale Stelle koordiniert, die gleichzeitig für die Vergabestelle des neuen Fonds als Ansprechpartnerin dient. Mit den Mitteln des Wildnisfonds kann ein Flächenkauf gefördert werden, allerdings sind die Folgekosten, die aus der Flächenverwaltung und weiteren Eigentümerpflichten resultieren, nicht förderfähig. Deren Finanzierung kann unter Umständen zu einem Hemmnis für eine erfolgreiche Implementierung des Wildnisfonds werden. Hier setzt das Vorhaben an und zeigt Möglichkeiten auf. Dafür werden Erfahrungen und Vorschläge für die Finanzierung und Minimierung der Folgekosten auf ihre Anwendbarkeit für Wildnisflächen geprüft und übertragen. Darüber hinaus werden Potenziale im Bereich (Großspender-)Fundraising, Public-Private-Partnership und öffentlicher Fördertöpfe (auf Landesebene) analysiert. Daraus werden Strukturen entwickelt, die über die Projektlaufzeit hinaus Fördermechanismen anbieten können und die bei der Bereitstellung von Mitteln für die Folgekosten unterstützen und die Flächenbetreuung sicherstellen. Die ZGF reicht Materialien sowie etwaig eingeworbene Mittel für Flächenbetreuungskosten an die betreffenden Naturschutzorganisationen weiter und baut damit auf das Netzwerk der Initiative "Wildnis in Deutschland" auf, das eine vorbildhafte, verbände- und regionenübergreifende Zusammenarbeit etabliert hat.

Laufzeit: 01.07.2019 - 30.06.2022

Zuwendungsempfänger: Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.

Zuwendung: ca. 130.000 €

 


Landwirte informieren Landwirte - Natura 2000 geht in die Praxis

Förderkennzeichen: 3518685043

Landwirte zählen zu den wichtigsten Partnern bei der Umsetzung von Natura 2000. 42.000 Betriebe sind z.B. Partner der Bundesländer im Vertragsnaturschutz und das Rückgrat des sogenannten „Bäuerlichen Naturschutzes“. Moderner Naturschutz lebt aber nicht nur von der Umsetzung durch landwirtschaftliche Betriebe. Landwirte besitzen für den Naturschutz wichtiges Know How, das leider auch wegen des stetigen Strukturwandels immer mehr verloren geht.
Dem Qualifizierungsdefizit soll bisher vorwiegend durch Ausbau der Beratungsangeboten entgegengewirkt werden. Landwirte lernen aber am besten von Landwirten! In konventionellen Agrarbetrieben gibt es z.B. neuerdings „Modellbetriebe“, die mittel- und langfristig Anschauungsobjekte für praktizierende Landwirte sein sollen. Dieser Ansatz wurde bisher noch nicht auf den Bereich Natura 2000 angewandt.
Das Vorhaben des DVL geht modellhaft einen neuen Weg. Landschaftspflegeverbände können sich zusammen mit einigen Landwirten beim DVL mit einer praktischen Problemstellung im Zusammenhang mit Natura 2000 melden bzw. „bewerben“. Der DVL wählt interessante Anfragen aus und versucht möglichst in vertretbarer Nähe, aber deutschlandweit, die praktische Antwort zu finden. Über das Projekt wird dann gezielt der Austausch der betreffenden Landwirte zusammen mit den Landschaftspflegeverbänden organisiert (z.B. mit einer Exkursion). Es ist also Eigeninitiative von Seiten der Landschaftspflegeverbände und der Landwirte gefordert. Dies soll garantieren, dass der Austausch von Seiten der Landwirte erst genommen wird.
Darüber hinaus sollen über das Projekt deutschlandweit modellhafte Betriebe im Naturschutz recherchiert werden, die für andere Betriebe Vorbildcharakter haben können. Diese „Modellbetriebe des Naturschutzes“ sollen in einer Broschüre portraitiert werden.

Laufzeit: 01.10.2018 - 30.06.2020

Zuwendungsempfänger: Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e.V.

Zuwendung: ca. 75.000 €


Letzte Änderung: 11.03.2020

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