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Bundesamt für Naturschutz

BATLAS - der digitale Fledermausatlas

Ressortforschungsplan
Digitalisierung
Monitoring
In diesem Projekt werden Langzeitdaten von Fledermäusen gesammelt, standardisiert und automatisiert ausgewertet, um bundesweite Populationstrends zu schätzen.
Programm
Ressortforschungsplan
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
35208203000
Die Abbildung zeigt ein braunes Langohr im Flug
Vom Braunen Langohr gibt es in Deutschland Populationen, die Quartiere in Bäumen haben, und Populationen, die Gebäude besiedeln

Beschreibung

Hintergrund

Alle vorkommenden Fledermausarten sind in Deutschland besonders und streng geschützt. Um diesen Schutz angesichts wachsender Bedrohungen (Habitatzerstörung, Quartierverlust, Insektenrückgang, Windenergie) besser zu gewährleisten, sind verlässliche Einschätzungen des Gefährdungsstatus erforderlich. Hierfür sind Informationen über Populationsgrößen und Langzeittrends erforderlich. Es ist bislang jedoch noch nicht gelungen, solche Daten auf Bundesebene zu erheben und auszuwerten. Es wurde jedoch im Laufe der Jahre von vielen freiwilligen Fledermausforscherinnen und -forschern eine beträchtliche Menge an Daten gesammelt, die jedoch noch nie zentral in einer Metaanalyse ausgewertet wurden. Viele dieser Daten sind ebenfalls bedroht, weil sie nicht archiviert oder veröffentlicht wurden und somit drohen in Vergessenheit zu geraten.

Projekt

In diesem Projekt werden mit modernen statistischen Methoden bisher unveröffentlichte Daten standardisiert und mit publizierten Daten kombiniert, um die jährlichen Populationsgrößen im bundesweiten Maßstab zu schätzen.

Unter dem Namen BATLAS wurde eine Online-Plattform entwickelt, die Fledermauszähldaten sichert und automatisiert auswertet, sowie die aktuelle Verbreitung der Arten darstellt. Die Plattform soll helfen, die Entwicklung der Fledermauspopulationen in Deutschland zu überwachen, um rechtzeitig handeln zu können, wenn sich die Populationstrends negativ entwickeln.

Ausblick

BATLAS soll eine langfristige, kooperative Zusammenarbeit gewährleisten um die Daten für Populationstrends aktuell zu halten. Nachdem der Webauftritt finalisiert wurde, gilt es möglichst flächendeckend Daten einzuspeisen. Wir wollen erreichen, dass Fledermausschützerinnen und -schützer motiviert sind, ihre Daten zur Verfügung zu stellen.

Projektleitung

Universität Greifswald

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN) und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 1.1 Zoologischer Artenschutz
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