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Bundesamt für Naturschutz

Der Regensburger Gelbling. Rettung für einen bedrohten Schmetterling

Internationale Zusammenarbeit
Natura 2000
Ein Projekt des Beratungshilfeprogramms untersuchte in Rumänien die Lebensraumansprüche des „Regensburger Gelblings“ (Colias myrmidone) – eines Schmetterlings, der in den letzten 15 Jahren in zahlreichen EU-Staaten (auch in Deutschland) ausgestorben ist.
Programm
Internationales
Laufzeit
bis
Regensburger Gelbling (Colias myrmidone)
Regensburger Gelbling (Colias myrmidone)

Beschreibung

Hintergrund

Der Lebensraum des Regensburger Gelblings ist durch eine kleinräumige Nutzungs- und Nischenvielfalt der Übergangsbereiche zwischen Wald und Weide charakterisiert. Diese Schmetterlingsart ist damit auf eine vielfältige Kulturlandschaft angewiesen. Jegliche Vereinheitlichung und Uniformierung der Landschaft durch Überweidung oder Verbuschung führt zu einer massiven und rasanten Verschlechterung seiner Vorkommen. In den letzten 15 Jahren ist er in zahlreichen EU-Staaten ausgestorben. Die EU hat ihn deshalb in ihrer Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in den Anhängen II und IV gelistet, um die Habitate und Vorkommen zu sichern. In Rumänien befinden sich noch einige der letzten Vorkommen. Aber auch sie sind in ihrem Bestand inzwischen gefährdet.

Projekt

Das Projekt zielte darauf ab, die Schutzbemühungen für den Falter in drei Natura 2000-Gebieten zu unterstützen und mit Beteiligung der lokalen Bevölkerung einen weiteren Rückgang der Artbestände zu verhindern. Fachleute aus Rumänien und Deutschland untersuchten zu diesem Zweck sowohl die Anforderungen der Art an ihren Lebensraum als auch – im Dialog mit der lokalen Bevölkerung – jene Landnutzungsmethoden, die das Überleben der Art in Rumänien bisher ermöglichten. Gemeinsam leiteten sie Vorschläge ab, die Schutzbemühungen und Landnutzung integrieren. Die Erkenntnisse des Projekts können sowohl in die Managementpläne der Natura 2000-Gebiete in der Projektregion einfließen als auch für Schutz- oder Wiederansiedlungsbemühungen in anderen Ländern Europas genutzt werden, in denen der Falter einst vorkam, z.B. in Deutschland.

Ausblick

Um auch nach Projektende Interessierte erreichen zu können, entstanden eine Broschüre und ein Kurzfilm auf Englisch sowie in den Sprachen der Projektregion: Rumänisch und Ungarisch. Wissenschaftliche Erkenntnisse wurden in Fachzeitschriften veröffentlicht. Weitere Informationen sind in der Projektdatenbank des UBA unter den Projektnummern 89475 und 110311 zu finden.

Weiteres

  • Lage: Rumänien, Landkreise Harghita und Cluj

Projektleitung

Leuphana-Universität Lüneburg

Förderung durch

Dieses Projekt wurde vom Bundesumweltministerium mit Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die Europäische Union angrenzenden Staaten gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz und dem Umweltbundesamt begleitet.

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 2.2 FFH-Richtlinie / Natura 2000
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