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Bundesamt für Naturschutz

Effekte der Digitalisierung auf die Gesellschaft und den Schutz der biologischen Vielfalt

Ressortforschungsplan
Gesellschaft
Digitalisierung
Biologische Vielfalt
Die Wahrnehmung des Naturschutzes wird durch technische und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflusst. In Anbetracht einer zunehmenden Digitalisierung erhofft sich das BfN aus dem Vorhaben Erkenntnisgewinne zur Akzeptanzsteigerung von Naturschutzmaßnahmen.
Programm
Ressortforschungsplan
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3520800100
Finanzvolumen (Bundesmittel)
300.000 Euro
Hand zeigt auf den Planeten Erde
Digitalisierung und Naturschutz: Ergebnisse aus einem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sind jetzt verfügbar.

Beschreibung

Hintergrund

Der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlage und der biologischen Vielfalt ist eine "Generationenaufgabe" der kommenden Jahrzehnte. Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftspolitischer und sozio-technischer Veränderungsprozesse stellt sich die Frage, wie Naturschutz in einer sich zunehmend ‚digitalisierenden‘ Gesellschaft weiterhin als Querschnittsaufgabe verankert und erfolgreich umgesetzt werden kann.

Projekt 

Um zukünftig die Aufmerksamkeit für Naturschutzbelange und die Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen zu steigern und Naturschutz, insbesondere den Schutz der biologischen Vielfalt als politische Querschnittsaufgabe zu verankern, wurde dieses Projekt initiiert. Es werden Auswirkungen von technischen Entwicklungen und sozialen Veränderungen auf die gesellschaftliche Aushandlung des Naturschutzes analysiert. 

Wie also werden Meinungen zu Naturschutzthemen gebildet und wie streiten wir darüber? In diesem Zusammenhang kommt Prozessen der Digitalisierung eine wachsende Rolle zu. Technische Entwicklungen und soziale Umwälzungen sind eng miteinander verflochten. Wie diese Spannungsverhältnisse und Wechselwirkungen zwischen Digitalisierungsprozessen, sozialen Dynamiken und Naturschutz sich auswirken untersucht das Forschungsprojekt und blickt dabei auf folgende Forschungsfragen:

  • Wie wirken sich durch Digitalisierungsprozesse verursachte oder verstärkte soziale Dynamiken auf die gesellschaftlichen Wahrnehmungen und die Ausgestaltung von Naturschutzanliegen aus?
  • Welche Risiken, aber auch welche Chancen ergeben sich daraus für den Schutz der biologischen Vielfalt?
  • Welche Strategien und Maßnahmen sind dementsprechend notwendig, um den Naturschutz / den Schutz der biologischen Vielfalt zu stärken?

Das Projektteam identifizierte und analysierte in einem ersten Arbeitsschritt anhand einer Literaturrecherche Beispiele für „soziale Dynamiken“ im Kontext von Naturschutzthemen. Darauf aufbauend wurde eine empirische Prüfung/ Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung, gesellschaftlichen Entwicklungen und Naturschutz im Rahmen von qualitativen Fallstudien durchgeführt. Die Fallstudien orientierten sich an folgenden Themen:

  1. Wahrnehmungsmuster: Naturverständnis und Digitalisierung,
  2. Digitalisierung in Beteiligungsprozessen zu naturschutzrelevanten Planungen und
  3. Digitale Mobilisierung von Naturschutzakteur*innen am Beispiel der Vermittlungsplattform GoNature.

In einer eintägigen Online-Fachveranstaltung wurden erste Ergebnisse präsentiert. Es wird festgestellt, dass der Einsatz digitaler Techniken äußerst unterschiedlich erfolgt. Daraus ergibt sich eine Diskussion, inwieweit eine weitere Professionalisierung im Umgang mit digitalen Medien der Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen dienlich ist oder ihnen sogar entgegenwirkt.

Ausblick

In der Zeitschrift ‚Natur und Landschaft‘ wurde ein Fachbeitrag zum Vorhaben eingereicht. Alle Ergebnisse der einzelnen Arbeitspakete sowie die Auswertung der Diskussionen und Rückmeldungen der Online-Fachveranstaltung werden nach Abschluss des Vorhabens in der Reihe der BfN-Schriften veröffentlicht.

Projektleitung

TU Berlin, Holzhauerei, Sociodimensions, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Kontakt im BfN

Fachgebiet I 2.2 Gesellschaft und Naturschutz
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