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Bundesamt für Naturschutz

InPositiv

Ressortforschungsplan
Gesellschaft
Digitalisierung
Die erneuerbaren Energien sind eine Schlüsseltechnologie für den Klimaschutz. Was das konkret für Natur und Landschaft bedeutet untersucht das Forschungsprojekt InPositiv und blickt dabei gezielt auf die direkten und indirekten positiven Wirkungen der Erneuerbaren.
Programm
Ressortforschungsplan
Laufzeit
bis
Förderkennzeichen
3520850600
Windpark in Berg am Starnberger See
Windpark in Berg am Starnberger See

Beschreibung

Hintergrund

Klima- und Naturschutz sind nicht voneinander zu trennen: Die prognostizierten Klimaentwicklungen führen zu Veränderungen von Landschaften und zu einem erheblichen Artensterben. Erneuerbare Energien tragen über die Einsparung fossiler Brennstoffe zum Klimaschutz und damit zum Erhalt von Ökosystemen bei. Diese positiven Wirkzusammenhänge zwischen Klima- und Naturschutzanliegen scheinen auf lokaler Ebene von der Gesellschaft kaum wahrgenommen, Klima- und Naturschutzanliegen vielmehr entkoppelt zu werden. Ziel des interdisziplinären Projekts ist das Aufzeigen indirekter und direkter Positiv-Beiträge von Erneuerbaren Energien auf den Natur- und Landschaftsschutz. 

Projekt

Die Erneuerbaren Energien sind eine Schlüsseltechnologie für den Klimaschutz. Was das konkret für Natur und Landschaft bedeutet untersucht das Forschungsprojekt InPositiv und blickt dabei gezielt auf die positiven Wirkungen der Erneuerbaren: Wie sie Belastungen reduzieren, indem sie fossile Energien ersetzen. Wie sie das Klima schützen und das Tempo der Klimaveränderungen bremsen. Und wie all dies der Natur helfen kann. Dies wird von einem interdisziplinären Projektteam aufbereitet, in dem Naturschutzverbände sowie Forschungs- und Praxispartner mitwirken.

Um eine nachhaltige Akzeptanz eines naturverträglichen Ausbaus der Erneuerbaren Energien zu unterstützen, ist es notwendig, die indirekten sowie direkten positiven Naturschutzwirkungen der Anlagen Erneuerbarer Energien in der Kommunikation stärker als bisher und so konkret wie möglich herauszustellen – ohne die Naturschutzbelange in Frage zu stellen. 
Zwar stellen Erneuerbare Energieanlagen einen Eingriff dar und können negative Folgen z. B. für Arten mit sich bringen. Diese negativen Folgen sind bekannt und sehr konkret. Über positive Wirkungen dagegen wird häufig nur ganz allgemein gesprochen – wenn überhaupt.

Vor diesem Hintergrund soll das Projekt Orientierung bieten. Dazu werden die indirekt und direkt positiven Wirkungen der Erneuerbaren zu Naturschutzzielen kommunikativ aufbereitet und anhand konkreter Beispiele auf einer Website illustriert. Für Solarenergie, Biomasse und Windenergie werden jeweils Beispiele für eine verantwortungsvolle Ausgestaltung im Sinne des Natur-, Landschafts- und Artenschutzes vorgestellt. Daran wird deutlich, wie die unerwünschten Folgen Erneuerbarer Energieanlagen an ihren Standorten gemildert werden und diese in einigen Fällen sogar direkt positiv wirken können. Dies alles soll negative Auswirkungen der Erneuerbaren nicht beschönigen, sondern als Beitrag zur Meinungsbildung die notwendige Diskussion um ihre konkrete Ausgestaltung bereichern und ergänzen – und wendet sich damit an alle, die fragen, wie eine naturverträgliche Energiewende gesellschaftlich gelingen kann.

Ausblick

Die Website wird im Austausch mit Naturschutzexperten unterschiedlicher Ebenen diskutiert, überarbeitet und Ende 2022 allen Interessierten zur Verfügung gestellt.
 

Projektleitung

Medical School Hamburg (MSH)

Weitere Beteiligte

adlerschmidt GmbH kommunikationsdesign, Bosch & Partner GmbH, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), löwenholz kommunikation Leonards Buchholz GbR, Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V., Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ), Technische Universität Dresden (TUD), Technische Universität München (TUM) | Professur für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des BMUV

Kontakt im BfN

Fachgebiet I 2.2 Gesellschaft und Naturschutz
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