Öffnet eine externe Seite Link zur Startseite

Bundesamt für Naturschutz

Kartierung besonders wertvoller Fließgewässer-Lebensraumtypen in Montenegro

Internationale Zusammenarbeit
Natura 2000
Voraussetzung für den Schutz sensibler naturnaher Fließgewässer ist die Kenntnis ihrer Vorkommen. Nur so können die Maßnahmen ergriffen werden, die den ökologischen und sozioökonomischen Wert potenzieller ⁠Natura-2000⁠-Gebiete erhalten. Das Projekt fokussierte sich daher auf die Bestandsaufnahme dieser Gewässer im Sinne der FFH-Richtlinie in vier durch den Bau von Kleinwasserkraftwerken bedrohten Projektregionen Montenegros.
Programm
Internationales
Laufzeit
bis

Beschreibung

Hintergrund

Naturnahe Fließgewässer sind sehr vielfältig und zeichnen sich durch eine große Artenvielfalt aus. Besonders in Montenegro sind noch einige dieser urtümlichen Bäche und Flüsse in hervorragender Qualität vorhanden. Durch die zunehmende Erschließung, auch für den Bau von Kleinwasserkraftwerken, werden diese Gewässer jedoch bedroht. In Montenegro gilt derzeit ein Moratorium, dass den Bau der Kraftwerke stoppt. Mit dem angestrebten EU-Beitritt Montenegros 2025 wird die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) wirksam, nach der diese naturnahen Fließgewässer erhalten bzw. verbessert werden müssen. Ebendies fordert die EU-Kommission bereits im EU-Acquis.

Projekt

Voraussetzung für den Schutz sensibler naturnaher Fließgewässer ist die Kenntnis ihrer Vorkommen. Nur so können die Maßnahmen ergriffen werden, die den ökologischen und sozioökonomischen Wert potenziel-ler Natura-2000-Gebiete erhalten. Das Projekt fokussierte sich daher v.a. auf die Bestandsaufnahme dieser Gewässer im Sinne der FFH-RL in vier, durch den Bau von Kleinwasserkraftwerken bedrohten, Projektregionen im Norden Montenegros. Zudem wurden die lokale Bevölkerung und Gemeinden zum Schutz ihrer Gewässer beraten und unterstützt, da sie von diesen natürlichen Ressourcen abhängig sind. Nicht nachhaltige Entwicklungen sollen so frühzeitig erkannt und abgewendet werden. Dadurch behalten die Gewässer ihren ökologischen Wert und sind weiterhin für den Fischfang sowie z.B. auch für den Tourismus nutzbar und die Bevölkerung kann von der Einrichtung der Natura-2000-Gebiete profitieren.

Ausblick

Zum dauerhaften Schutz der Gewässer können sie nun mit den neu erhobenen Daten in das Emeral-Netzwerk und in die Natura-2000-Datenbank aufgenommen und als Bestandteil des europäischen Schutz-gebietsnetzes vorgeschlagen werden.

Weitere Informationen sind in der Projektdatenbank des UBA unter den Projektnummer  154935 zu finden.

Weiteres

  • Lage: Montenegro - Fließgewässer Komarnica, Štitarička, Skrbuša und Vraneštica

Projektleitung

Montenegrin Ecologists Society (MES)

Förderung durch

Dieses Projekt wurde vom Bundesumweltministerium mit Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die Europäische Union angrenzenden Staaten gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz und dem Umweltbundesamt begleitet.

Kontakt im BfN

Fachgebiet II 2.2 FFH-Richtlinie / Natura 2000
Zurück nach oben