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Bundesamt für Naturschutz

Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!

Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Arten
Die Bestände des Rebhuhns, früher eine häufige Vogelart unserer Agrarlandschaft, sind seit 1980 europaweit um 94 Prozent zurückgegangen. In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird das Rebhuhn als „stark gefährdet“ eingestuft. Im Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ sollen nun das verfügbare Wissen analysiert und die relevanten Akteure des Rebhuhnschutzes vernetzt werden.
Programm
Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Förderschwerpunkt
Weitere Maßnahmen
Laufzeit
bis
Finanzvolumen (Bundesmittel)
896.000 Euro
Rebhuhnhenne mit Küken in der Agrarlandschaft
Rebhuhn (Perdix perdix): Henne mit Küken

Das Rebhuhn – eine Leitart der Agrarlandschaft

Hintergrund

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn auf zahlreiche Arten der Agrarlandschaft ‒ z.B. blütenbesuchende Insekten, Niederwild, weitere Agrarvogelarten ‒ positiv auswirken. Das Rebhuhn ist somit eine geeignete Leitart für den Agrarlebensraum. Maßnahmen, die dem Rebhuhn nutzen, können einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung und Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft Deutschlands leisten.

Projekt

Das zweijährige Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ des Deutschen Verbands für Landschaftspflege, der Georg-August-Universität Göttingen und des Dachverbands Deutscher Avifaunisten e.V. konzentriert sich sowohl auf die Analyse des verfügbaren Wissens zum Rebhuhnschutz als auch auf die bundesweite Vernetzung aller relevanten Akteure. Aufbauend auf diesen Vorarbeiten sollen potenzielle Projektgebiete mittels eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt und künftige Projektpartner hinsichtlich der Vorbereitung und Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung geschult werden. Die praktische Umsetzung von Maßnahmen in unterschiedlichen Naturräumen Deutschlands sowie die Erfolgskontrolle durch das Monitoring der Rebhuhnbestände und ausgewählter Insektengruppen stehen im Fokus eines Folgeprojektes.

Das vorbereitende zweijährigen Projekt und das sich anschließende Umsetzungsprojekt sollen dazu beitragen, den Rückgang der Biodiversität in den Agrarlandschaften Deutschlands zu stoppen und eine Trendumkehr zu bewirken. Außerdem sollen Wege aufgezeigt werden, wie erfolgreiche Maßnahmen in die Fläche gebracht werden können.

Projektleitung

Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e.V., Georg-August-Universität Göttingen, Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie Bayerischer Naturschutzfonds, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Manfred-Hermsen-Stiftung, Deutscher Falkenorden e.V.

Kontakt

Programmbüro Bundesprogramm Biologische Vielfalt
0228 3821-1809
Heinrich-Konen-Str. 1, 53227 Bonn
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