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Bundesamt für Naturschutz

Synergien von Grünlandpflege und Klimaschutz: Praktische Erprobung von naturschutzkonformen Grünlandmanagementsystemen in Pilotregionen

Erneuerbare Energien
Klimawandel
Gebiete und Lebensräume
Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben
Zuständiges Fachgebiet
Fachgebiet II 4.3 Naturschutz und Erneuerbare Energien
Laufzeit
10/2009 – 04/2011 (Voruntersuchung)
Lage
Pilotregionen in verschiedenen Bundesländern
Finanzvolumen
314.000 €
Förderschwerpunkt
Dem Klimawandel begegnen

Beschreibung

Wiesen und Weiden stellen bei naturschutzgerechter Bewirtschaftung wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dar. Extensiv genutztes Grünland ist jedoch zunehmend durch Nutzungsintensivierung, Umwandlung in Ackerland oder durch eine Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung bedroht. Der zunehmende Umbruch von Grünland ist dabei nicht nur aus Naturschutzsicht problematisch, sondern birgt auch Risiken für den Gewässer-, Boden- und Klimaschutz. Insbesondere Grünland auf Niedermoorböden speichert große Mengen an CO2, die bei einer Umwandlung in Ackerland freigesetzt werden.

Bei den zur Erhaltung von Grünlandstandorten durchgeführten Pflegemaßnahmen besteht häufig das Problem, dass das Mähgut aufgrund des späten Mahdtermins nicht mehr als Viehfutter nutzbar ist und kostenintensiv entsorgt werden muss. Durch die energetische Nutzung des Grünlandschnittes könnten Synergien zwischen Naturschutz und Klimaschutz in doppelter Weise genutzt werden: Die naturschutzorientierte Pflege artenreicher Grünlandstandorte sichert nicth nur Lebensräume, sondern auch ihre Funktion als CO2-Senke langfristig und leistet zusätzlich einen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung.

Mit dem E+E-Vorhaben soll in ausgewählten Regionen ein Grünlandmanagementsystem erprobt werden, das verschiedene Möglichkeiten der Grünlandnutzung unter besonderer Berücksichtigung der Bioenergie-Erzeugung beispielhaft kombiniert. Es soll in der landwirtschaftlichen Praxis geprüft werden, wie eine wirtschaftlich tragfähige Grünlandpflege durch die energetische Nutzung von Schnittgut ausgestaltet werden kann. Auf der Basis der Ergebnisse sollen im Sinne eines best-practice-Ansatzes Handlungsanleitungen erarbeitet werden, um eine Übertragbarkeit auf möglichst viele weitere Regionen in Deutschland zu ermöglichen.

In der Voruntersuchung werden als Grundlage zunächst Projektgebiete anhand unterschiedlicher Grünlandformen ausgewählt, verschiedene Varianten der energetischen Grünlandnutzung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und geeignete Kooperationspartner ermittelt. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen u.a. im Zusammenhang mit dem sogenannten "Landschaftspflegebonus" gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sollen überprüft werden.

Projektträgerschaft

Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.
Charitéstr. 3, 10117 Berlin

Förderung durch

BfN, Naturschutzbund Deutschland e.V., Deutscher Verband für Landespflege e.V., Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB)

Kontakt im BfN

FG II 4.3
Alte Messe 6, 04103 Leipzig
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