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Bundesamt für Naturschutz

BfN Schriften 541 - Leben am Auwald: Befragung zu Natur, Umwelt und Freizeitverhalten in Leipzig

Die Deutschen bringen der Natur im Allgemeinen eine hohe Wertschätzung entgegen. Das belegen beispielsweise die regelmäßig erscheinenden Naturbewusstseinsstudien des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesamts für Naturschutz (BfN). Doch wie ist das Naturbewusstsein in einer Großstadt ausgeprägt? Wie sieht dies bei der Planung und Umsetzung konkreter Naturschutzprojekte in der Stadt aus?
Autor/Autorin
Ludwig Goldhahn, Karin Lange und Sylke Nissen
Herausgeber/Herausgeberin
Bundesamt für Naturschutz
Publikationsjahr
2019
Heft Nr.
541
Sprache
Deutsch
Seiten
96
ISBN
978-3-89624-279-2
DOI
10.19217/skr541

Beschreibung

Im Projekt „Lebendige Luppe“, das seit 2012 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das BfN mit Mitteln des BMU gefördert wird, wurden solche Fragen für die Stadt Leipzig mit Hilfe einer projektbegleitenden Studie näher untersucht. Konkret erfasst wurde die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der im Rahmen des Projekts durchgeführten Revitalisierung von Teilen des Leipziger Auwaldes durch temporäre Überflutungen und Wiederherstellung ehemaliger Gewässerläufe. Eine Besonderheit bei dem Projekt „Lebendige Luppe“ ist, dass die Auenbereiche in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und dicht bewohnten Stadtteilen liegen und damit viele Menschen direkt oder indirekt betroffen sind.
Das Institut für Soziologie der Universität Leipzig konnte mit der vorliegenden repräsentativen Umfrage zeigen, dass die Leipzigerinnen und Leipziger den Auwald und die damit neu geschaffenen Erholungsmöglichkeiten tatsächlich in hohem Maße wertschätzen. Durch die räumlich differenzierten Aussagen zur Art und Intensität der Erholungsnutzung einzelner Auenbereiche, liefert die Studie zudem wichtige Informationen für die weitere Umsetzung des Projekts „Lebendige Luppe“. Eine weitere bemerkenswerte Erkenntnis ist, dass gerade auch im urbanen Bereich eine Mehrheit der Bevölkerung gegenüber Renaturierungsmaßnahmen an Gewässern und Auen durchaus aufgeschlossen ist und darin einen Gewinn für das eigene Wohlbefinden sieht.

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