Bundesamt für Naturschutz

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Kommunikation und Akzeptanz

Religionsgemeinschaften

(© Dan Fador/Pixabay)
Auf der Abbildung ist ein großer Baum mitten in der Natur abgebildet.

Das Bundesamt für Naturschutz fördert seit 2015 den Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften in Deutschland und Naturschutzakteuren unter dem Titel „Religionen für biologische Vielfalt". Unterstützt wird das bundesweite Vorhaben des Abrahamischen Forums in Deutschland e. V. vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Die Projektleitung hat der Theologe und Soziologe Dr. Jürgen Micksch in Darmstadt inne. Ziel ist es, den Wert von Natur und biologischer Vielfalt gemeinsam mit den Religionsgemeinschaften greifbar zu machen, um Naturschutz in Gemeinschaft zu ermöglichen. Das Projekt wird umfassend auf den Internetseiten des Abrahamischen Forums vorgestellt.

Vorliegende Produkte:
Broschüre "Die Natur feiern"

BfN-Skripten 448 "Pflanzen der Heiligen Bücher"

BfN-Skripten 426 "Dokumentation Dialogforum"

Flyer "Gemeinsame Erklärung"


Jugendkongress Biodiversität

(© Michael Münch/Deutsche Bundesstiftung Umwelt)
Rad fahrende Jugendliche auf dem Weg zum Bundeskongress.

Bereits zum dritten Mal kamen unter dem Motto Jugend, Zukunft, Vielfalt 180 Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, um vom 9. bis 11. Juni 2017 in Osnabrück gemeinsam Ideen zum Schutz der Natur zu entwickeln. Auf dem "Markt der Möglichkeiten" präsentierten die jungen Menschen ihre Projekte und Ideen, mit denen sie sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzten.  

In verschiedenen Workshops unter anderem zu Themen wie Landwirtschaft, Wildnis und Klimawandel hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihr Wissen über die biologische Vielfalt zu vertiefen, sich auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. Und auch nach dem Kongress geht das Engagement der Jugendlichen weiter. 16 Projektideen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Kongresses entwickelt, die mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert werden. Die Projekte sind so vielfältig wie die Natur: von einem Comic zur Umweltbildung über die Entwicklung von alternativem Verpackungsmaterial aus Pilzen bis zum Schaffen eines Netzwerkes zur Förderung der Artenkenntnis. Eines ist allen Projekten aber gemeinsam - es geht nicht nur um die Erhaltung der biologischen Vielfalt, sondern auch darum, andere Menschen für diese Ideen zu begeistern.

Zum Jugendkongress Biodiversität

Zur Kongressbroschüre des Jugendkongresses Biodiversität 2017

Videos zum Jugendkongress:


Erneuerbare Energien

Auf der Abbildung ist das Titelbild von BfN-Skripten 551"Akzeptanzfördernde Faktoren erneuerbarer Energien" zu sehen.

Ziel des Projekts "Accept - EE: Akzeptanzfördernde Faktoren erneuerbarer Energien" ist es, Synergien zwischen Naturschutz und der Nutzung erneuerbarer Energien darzustellen und die Akzeptanz für einen naturverträglichen Ausbau zu fördern. Im Fokus steht die Frage, ob ein natur- und umweltverträglicher Ausbau zu einer höheren Akzeptanz von erneuerbaren Energien führen kann.

Dafür wurden zunächst akzeptanzfördernde Faktoren erneuerbarer Energien im Kontext von Natur-, Landschafts- und Klimaschutz interdisziplinär analysiert, sowie Synergien zwischen Naturschutz und Nutzung von erneuerbaren Energien untersucht und in einem integrierten Akzeptanzmodell (IAM) dargelegt. Das entwickelte IAM stellt die theoretische Grundlage für die Validierung der Akzeptanzfaktoren dar und bildet Annahmen zu deren Zusammenwirken ab.

Auf Grundlage des IAM wurde ein Fragebogen für AnwohnerInnen und Expertinnen und Experten erstellt und in drei Untersuchungsregionen eine Befragungskampagne durchgeführt. Die Befragungsergebnisse bestätigen in allen Regionen eine hohe persönliche Relevanz von Natur-, Landschafts- und Klimaschutz, diese werden allerdings in keinen erkennbaren Zusammenhang mit der Bewertung der lokalen Energie-Anlagen gebracht. Synergien zwischen Erneuerbaren Energien und Naturschutzbelangen werden von den Befragten BürgerInnen kaum wahrgenommen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass es für AnwohnerInnen wichtig ist, die Synergien zwischen Naturschutz und der Nutzung von erneuerbaren Energien sichtbarer zu machen und komplexe Genehmigungsprozesse und Ausgleichsmaßnahmen für BürgerInnen transparenter sein müssen.

Daraus ableitend konnten zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategien und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Akzeptanz für einen naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien erarbeitet werden. Diese Ergebnisse sind in einer Broschüre zusammengefasst, die die Steigerung der Akzeptanz eines naturverträglichen erneuerbaren Energie-Ausbaus zum Ziel hat. Die Zielgruppe der Broschüre sind Bürgerinnen und Bürger, ProjektentwicklerInnen, VertreterInnen von Bürgerinitiativen und Natur- und Umweltschutzverbände. Sie enthält lokale Erfahrungen mit erneuerbaren Energien – positive wie negative – und vermittelt nachprüfbares Wissen sowie weiterführende Informationen zu Leitfäden und Unterstützungsangeboten für Akteurinnen in den Bereichen Planung und Naturschutz (zur Broschüre

Neben der Broschüre ist im Jahr 2020 ein BfN-Skript erschienen, in dem die Ergebnisse vertiefend dargestellt werden (zum BfN-Skript 551)

(Universität Halle-Wittenberg, Laufzeit 12/2016-10/2019, Projektseite).