Bundesamt für Naturschutz

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Aktuelles

EU-Leitfaden "Natura 2000 und Wälder"

Die Europäische Kommission, Generaldirektionen Umwelt sowie Agrarwirtschaft, hat im Jahr 2015 einen neuen Leitfaden "Natura 2000 und Wälder" veröffentlicht. Basierend auf den Ergebnissen einer gleichnamigen Ad-hoc-Arbeitsgruppe wendet sich der Leitfaden an Waldeigentümer und -bewirtschafter wie auch Naturschützer, indem er umfassende Hinweise zum Management von Waldlebensraumtypen in FFH-Gebieten gibt. Neben einer Einführung in Natura 2000, die EU-Forstpolitik und Finanzierungsmöglichkeiten (Teil I) greift eine Sektion mit häufig gestellten Fragen (Teil II) gezielt und praxisnah eine große Bandbreite an Aspekten des Managements von Wäldern der FFH-Schutzgebietskulisse auf. Abschließend werden Fallstudien guter fachlicher Praxis der Waldbewirtschaftung im Rahmen von Natura 2000 präsentiert (Teil III, bisher nur in englischer Sprache).  

Zum Leitfaden "Natura 2000 und Wälder" 


Nationaler Bericht 2013

Der Nationale Bericht 2013 wurde am 15.11.2013 an die EU-Kommission übermittelt; am 20.12.2013 wurde er mit einigen Ergänzungen und Korrekturen in abschließender Form vorgelegt. Damit stellt er nach 2007 den zweiten umfassenden Bericht zum Erhaltungszustand der in Deutschland vorkommenden Arten und Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie dar.

Weitere Informationen: Nationaler Bericht 2013


Interaktiver Kartendienst "Schutzgebiete in Deutschland" ist online

Der neue Kartendienst bietet umfangreiche Informationen zu den Schutzgebieten in Deutschland. Neben dem Natura 2000-Netz stellt er auch Naturschutzgebiete, Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke und Landschaftsschutzgebiete dar.

Eine Suchfunktion bietet weitreichende Recherchemöglichkeiten zu den Schutzgütern der Natura 2000-Gebiete. Zudem besteht eine Verlinkung zu den Gebietssteckbriefen dieser Schutzgebietskategorie. 

Interaktiver Kartendienst


Konsultationsprozess für die Erstellung des gemeinschaftlichen FFH-Berichts 2013

Die Europäische Kommission hat einen öffentlichen Konsultationsprozess zur Erstellung des gemeinschaftlichen FFH-Berichts (Bericht nach Art. 17 FFH-Richtlinie) gestartet. Durch den gemeinschaftlichen Bericht werden die nationalen Berichte der Mitgliedstaaten auf biogeografischer (europäischer) Ebene zusammengefasst.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können die vorläufigen Ergebnisse der gemeinschaftlichen Bewertung einsehen und ggf. kommentieren. Die Frist endet am 07.07.2014. 

Weitere Informationen zum Konsultationsprozess


Internethandbuch zu den Arten der FFH-Richtlinie Anhang IV

Im Internethandbuch finden Sie Steckbriefe zu den in Deutschland vorkommenden Anhang IV-Arten der FFH-Richtlinie. Diese enthalten Fotos, Beschreibungen und vor allem Informationen zur Bewirtschaftung und Pflege ihrer Lebensräume.

Weitere Informationen: Internethandbuch Arten (Anhang IV)


Durchführungsbeschluss der Kommission zum Standarddatenbogen vom 11.07.2011

Am 30.07.2011 wurde das mit Beschluss vom 11.07.2011 geänderte Standarddatenbogenformat im Amtsblatt der EU bekannt gegeben (Durchführungsbeschluss der Kommission). Damit ist der über einen längeren Zeitraum andauernde Revisionsprozess abgeschlossen worden. Mit dem neuen Format wird den veränderten Anforderungen an den Gebietsbogen hinsichtlich Dokumentationserfordernissen sowie dem technischen Fortschritt Rechnung getragen.

Die Änderungen umfassen Streichungen von nicht mehr benötigten Datenfeldern und Umstellungen bzw. Vereinfachungen in der Eingabesystematik bestimmter Detailangaben. Neben der Ergänzung einzelner Gebietsinformationen, wie z.B. dem marinen Flächenanteil, kommt es auch zu Änderungen und Ergänzungen der Informationen zu den Lebensraumtypen und Arten im Gebiet.

Die Umstellung auf das neue Datenformat erfolgt in zwei Schritten:

  1. Ab 2012 werden die Gebietsdaten der Natura-2000-Gebiete bei der EU nur noch im neuen Datenformat angenommen. Dieser rein technische Schritt (Übertragung der Daten vom alten in das neue Format) wird durch das BfN auf Basis der von den Ländern dann noch im alten Format zur Verfügung gestellten Daten durchgeführt.
  2. Bis Ende 2015 sollen die im revidierten Format neu abgefragten Daten nachgetragen werden. Hierfür wird das BfN den Ländern eine geänderte nationale Erfassungssoftware (NaturaD) zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen: Meldeverfahren


Deutschland unterstützt Bulgarien bei Naturschutzarbeit

Im Dezember 2010 wurde das Deutsch-Bulgarische Natura 2000-Projekt erfolgreich abgeschlossen. In vier Seminaren des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) wurden mehr als 200 bulgarische Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Umsetzung der Fauna-Flora Habitat-Richtlinie (FFH) geschult.

Weitere Informationen: Deutsch-Bulgarisches Natura 2000 Projekt


Natura 2000 - Edelsteine der Natur

Die Broschüre "Natura 2000 - Edelsteine der Natur" liegt nun in der 2., aktualisierten Auflage vor und kann unter Veröffentlichungen kostenlos bestellt werden.


Natura 2000 - Kooperation von Naturschutz und Nutzern

Die vergriffene Broschüre "Natura 2000 - Kooperation von Naturschutz und Nutzern" liegt nun in der 2., korrigierten Auflage vor und kann unter Veröffentlichungen kostenlos bestellt werden.


Neuerscheinungen

Im Rahmen einer im Mai 2009 veranstalteten Tagung des Bundesamtes für Naturschutz wurden verschiedene etablierte aber auch neuartige Managementverfahren zum Erhalt von terrestrischen und semi-terrestrischen Lebensräumen an den Küsten von Nord- und Ostsee vorgestellt und hinsichtlich ihrer mittel- bis langfristigen Wirksamkeit diskutiert. Bemühungen zum Erhalt naturnaher Biotope konkurrieren in diesen Bereichen u.a. mit Anforderungen des Hochwasserschutzes, des Tourismus und der Landwirtschaft. Betroffen sind auch eine Reihe von Lebensraumtypen von europäischer Bedeutung (FFH-Richtlinie).
In dem kürzlich erschienenen Tagungsband Managementmaßnahmen in Küstenlebensräumen und Ästuarien der Nord- und Ostsee (s. unter Veröffentlichungen) werden die Beiträge zu geeigneten Managementmaßnahmen in Dünenkomplexen, Salzwiesen, Poldern und Kögen sowie in Ästuarien dokumentiert. Weiterhin wird auf die Auswirkungen des Klimawandels eingegangen, die im besonderen Maße die Lebensräume an der Küste beeinflussen werden. Schließlich werden die wichtigsten Handlungserfordernisse aufgezeigt, um den Rückgang der biologischen Vielfalt auch im Bereich der Küsten und Ästuarien zu stoppen.

Weiterhin wurde ein Tagungsband einer im Juni 2008 veranstalteten Experten-Tagung des Bundesamtes für Naturschutz zu Offenlandmanagement außerhalb landwirtschaftlicher Nutzflächen veröffentlicht (s. unter Veröffentlichungen). Er gibt  den Stand des Wissens zu den Managementverfahren für den Erhalt dieser Offenlandlebensräume wider, auch vor dem Hintergrund der Verpflichtungen der FFH-Richtlinie und des gesetzlichen Biotopschutzes zum Erhalt dieser Ökosysteme. Insbesondere befasst er sich mit der Redynamisierung von Flussauen, großflächiger extensiver Beweidung von Offenlandlebensräumen, Feuermanagement und massiven mechanischen "Störungen". Zudem werden Einschätzungen bezüglich der Einsetzbarkeit dieser Managementverfahren in der allgemeinen Naturschutzpraxis formuliert, Aspekte ihrer nachhaltigen Durchführbarkeit diskutiert und der weitere Forschungsbedarf benannt. 


Natura 2000 und Klimaänderung

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigen im Internet, wie der Klimawandel die Schutzgebiete Deutschlands beeinflussen könnte. Auf der Internetseite „Klimawandel und Schutzgebiete“ sind Informationen zum bisherigen regionalen Klima und jeweils zwei Szenarien zum zukünftigen Klima für über 4000 Schutzgebiete interaktiv abrufbar.

Weitere Informationen: Natura 2000 und Klimaänderung


30 Jahre EU-Vogelschutzrichtlinie

Die Vogelschutzrichtlinie ist am 07. April 1979 in Kraft getreten und gilt als ein wesentlicher Meilenstein in der europäischen Naturschutzgeschichte. Bereits in den 70er Jahren wurde von verschiedenen Seiten vehement auf den fortschreitenden und dramatischen Artenschwund hingewiesen.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Vogelschutzrichtlinie führte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn am 5. und 6. November 2009 einen Workshop durch. Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer, Vogelwarten und Verbände erörterten gemeinsam mit weiteren ExpertInnen die erreichten Erfolge und stellten künftige Herausforderungen für die weitere Umsetzung dar.

Weitere Informationen zu Workshop und 30 Jahre Vogelschutzrichtlinie

Ebenfalls zu diesem Anlass hat das BfN eine Kurzbroschüre zu "30 Jahre EU-Vogelschutzrichtline" sowie in 2010 einen Tagungsband zu "Drei Jahrzehnte Vogelschutz im Herzen Europas" herausgegeben.

Am 10. Dezember 2009 wurde zudem zur deutschen Bilanzierung nach 30 Jahren EG-Vogelschutzrichtlinie der neue Statusbericht  ''Vögel in Deutschland 2009" vorgestellt.


Natura 2000 in Deutschland - Informationen zum Natura 2000-Gebietsnetz in Deutschland (DVD)

Eine aktualisierte, englische Ausgabe zum aktuellen Stand (FFH: Dez. 2006, SPA: Mai 2007) zu Natura 2000 in Deutschland ist 2008 als DVD erschienen (s. Publikationen). Sie informiert über die Situation des Europäischen Netzwerkes der Natura 2000 Schutzgebiete in Deutschland, mit den zukünftigen Schritten der Umsetzung und gibt einen Überblick über die deutschen Gebiete der EU Naturschutzrichtlinien Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EEC) und Vogelschutzrichtlinie (79/409/EEC).
Neben vielen statistischen Angaben sind alle FFH- und SPA-Gebiete nun auch in einem interaktiven Kartenprojekt auswählbar. Mit einer topographischen Karte im Maßstab 1 : 200.000 im Hintergrund können folgende Informationen gebietsgenau abgerufen werden: Gebietsgröße, Habitatklassen, Lebensraumtypen, Anhang II-Arten bzw. Vogelarten.
Zu allen in Deutschland aktuell vorkommenden Arten des Anhang II und allen Lebensraumtypen des Anhang I der FFH-Richtlinie werden kurze Steckbriefe vorgestellt. Sie enthalten Bilder zu den Arten und Lebensraumtypen sowie viele statistische Auswertungen in Form von Diagrammen, Tabellen oder Karten (z. B. zur Verbreitung in der EU und Deutschland).

Weiterhin wurde ein Tagungsband einer im Juni 2008 veranstalteten Experten-Tagung des Bundesamtes für Naturschutz zu Offenlandmanagement außerhalb landwirtschaftlicher Nutzflächen veröffentlicht (s. Publikationen). Er gibt  den Stand des Wissens zu den Managementverfahren für den Erhalt dieser Offenlandlebensräume wider, auch vor dem Hintergrund der Verpflichtungen der FFH-Richtlinie und des gesetzlichen Biotopschutzes zum Erhalt dieser Ökosysteme.
Insbesondere befasst er sich mit der Redynamisierung von Flussauen, großflächiger extensiver Beweidung von Offenlandlebensräumen, Feuermanagement und massiven mechanischen "Störungen". Zudem werden Einschätzungen bezüglich der Einsetzbarkeit dieser Managementverfahren in der allgemeinen Naturschutzpraxis formuliert, Aspekte ihrer nachhaltigen Durchführbarkeit diskutiert und der weitere Forschungsbedarf benannt.  


Nationaler Bericht 2007

Der Nationale Bericht wurde am 07.12.2007 an die EU-Kommission übermittelt; im April 2008 wurde er mit einigen Ergänzungen und Korrekturen nochmals vorgelegt. Damit liegt erstmals ein umfassender Bericht zum Erhaltungszustand der Arten und Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie deutschlandweit vor.

Weitere Informationen: Nationaler Bericht 2007


Gemeinschaftslisten

Die "erste aktualisierte Liste der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung" ist für die atlantische und kontinentale Region am 12. und 13. November 2007 sowie für die alpine Region am 25. Januar 2008 durch die EU-Kommission verabschiedet worden. Es sind darin alle von Deutschland für diese Regionen gemeldeten Gebiete mit Ausnahme des Gebiets „Unterems und Außenems“, für das noch ein Urteil eines nationalen Gerichts aussteht, aufgeführt.

Weitere Informationen: Natura 2000-Gebiete


Geänderte FFH- und Vogelschutz-Richtlinie im Rahmen der EU-Osterweiterung

Aufgrund der Erweiterung der Europäischen Union mit Beitritt von Bulgarien und Rumänien wurde im November 2006 eine Richtlinie zur Änderung der FFH- und Vogelschutz-Richtlinie erlassen. Geändert wurde die Anzahl der biogeografischen Regionen (nun 9, neu hinzugekommen sind: Steppen- und Schwarzmeerregion) sowie die Anhänge I, II, IV, V der FFH-Richtlinie sowie Anhang I der Vogelschutzrichtlinie. Die eigentlichen Richtlinientexte mit allen Artikeln sind weiterhin in 92/43/EWG und 79/409/EWG aufgeführt.


Zwangsgeldverfahren FFH-Gebietsmeldung

Die Europäische Kommission hat am 13. Oktober 2006 die Entscheidung bekannt gegeben, das Zwangsgeldverfahren gegen Deutschland wegen unzureichender FFH-Meldung einzustellen.
Grund für das Zwangsgeldverfahren war die unzureichende Meldung von FFH-Gebieten. Aufgrund der Meldung weiterer Gebiete Anfang 2006 war die Einstellung des Verfahrens nun möglich geworden.


Gemeinschaftlicher Bericht 2007 (Art. 17 FFH-RL)

Die Europäische Kommission hat am 13. Juli 2009 den Gemeinschaftlichen Bericht für die Berichtsperiode 2001-2006 vorgelegt.

Die nationalen Berichte der Mitgliedstaaten, die fristgemäß bis Juni 2007 vorliegen sollten, wurden bis März 2008 eingereicht. Nach Eingang eines Berichts eines Mitgliedstaats wurde er durch das Europäische Thematische Zentrum für biologische Vielfalt (ETC-BD) der Europäischen Umweltagentur (EEA) auf Qualität und Vollständigkeit der Informationen hin überprüft und ggf. vom Mitgliedstaat ergänzt.

Für die Bewertung des Erhaltungszustandes der Natura 2000 Arten und Lebensraumtypen auf EU-Ebene wurde bis Mitte 2008 durch das ETC-BD ein Vorschlag erarbeitet. Dieser baut auf den nationalen Berichten der Mitgliedstaaten von 2007 zur Umsetzung der FFH-Richtlinie (Zeitraum 2001-2006) auf und gibt erstmals einen EU-weiten Überblick über den Erhalt der Biodiversität.

Im Rahmen eines öffentlich zugänglichen Konsultationsverfahrens konnten zu den Bewertungsvorschlägen seitens der allgemeinen Öffentlichkeit vom 28. Juli bis zum 15. September 2008 Kommentare und Anmerkungen abgegeben werden. Die in dieser Frist erfolgten abweichenden und begründeten Bewertungsvorschläge wurden im weiteren Verfahren berücksichtigt.

Die Bewertungen und Berichtsdaten aller Mitgliedstaaten können auch weiterhin eingesehen werden. Neben den Sachdaten stehen hier auch europaweite Verbreitungskarten der Arten und Lebensraumtypen aus den GIS-Daten der Mitgliedstaaten zur Verfügung.

Weitere Informationen: Gemeinschaftlicher Bericht


EU-Osterweiterung

Durch den Beitritt von Rumänien und Bulgarien am 01.01.2007 und der 10 neuen Mitgliedstaaten zum 1. Mai 2004 ist das Netz Natura 2000 um wertvolle Lebensräume sowie Arten reicher geworden. Die aktuell gültigen Anhänge der FFH- und Vogelschutzrichtlinie sind mit der Richtlinie 2006/105/EG im Dezember 2006 veröffentlicht worden. Die neuen Mitgliedstaaten sind mit dem Beitritt zur Europäischen Union verpflichtet, Gebiete für das Natura 2000 Netz vorzulegen.

Für die neuen Mitgliedstaaten gilt mit Beitritt bezüglich der FFH-Richtlinie:

  • rechtliche Umsetzung und Vorlage der Gebiets-Vorschlagsliste
  • Anwendung von Schutzstatus, Verträglichkeitsprüfung (Art. 6)
  • innerhalb von 3 Jahren: Auswahlprozess auf der Ebene der Biogeografischen Regionen, Erstellung der Liste der Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung
  • innerhalb von 9 Jahren: Schutzgebietsausweisung

Im Zuge der beiden EU-Osterweiterungen wurden die Anhänge der FFH-Richtlinie überarbeitet und um weitere Arten und Lebensraumtypen ergänzt.

Lebenraumtypen (LRT):

  • 13 neue Lebensraumtypen auf Anhang I durch den Beitritt von Bulgarien und Rumänien, davon 5 prioritäre sowie 20 neue Lebensraumtypen auf Anhang I durch den Beitritt in 2004, davon 6 prioritäre, der Anhang enthält nun 231 Lebensraumtypen insgesamt
  • 4 der neuen Lebensraumtypen durch die Erweiterung in 2004 kommen auch in Deutschland vor, z.B. "Kiefernwälder der sarmatischen Steppe" (EU-Code 91U0). Die neuen Lebensraumtypen des Anhangs I, die durch den Beitritt von Rumänien und Bulgarien hinzukamen, kommen in Deutschland nicht vor.

Arten:

  • 7 neue Tierarten bzw. Unterarten sowie 15 Pflanzenarten bzw. Unterarten auf Anhang II durch den Beitritt von Bulgarien und Rumänien, davon 1 prioritäre sowie 165 neue Arten auf Anhang II durch den Beitritt in 2004, davon 58 prioritär, der Anhang II enthält annähernd 900 Arten insgesamt
  • 7 neue Tierarten bzw. Unterarten sowie 15 Pflanzenarten bzw. Unterarten auf Anhang IV durch den Beitritt von Bulgarien und Rumänien, davon 1 prioritär, sowie 158 neue Arten auf Anhang IV durch den Beitritt in 2004
  • Im Anhang V ergaben sich durch den Beitritt von Rumänien und Bulgarien keine Veränderungen. 5 neue Arten kamen auf Anhang V (darunter 3 Arten, die bislang bereits auf Anhang II und/ oder IV geführt wurden) durch den Beitritt in 2004 hinzu
  • 16 der neuen Arten seit 2004 kommen auch in Deutschland vor bzw. sind in Deutschland heimisch, z.B. Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle). Die Arten, die durch den Beitritt von Rumänien und Bulgarien auf den Anhängen hinzugekommen sind, besitzen in Deutschland keine Vorkommen.
  • Der versehentlich 2004 auf Anhang II und IV gelistete Steinpicker (Helicigonia lapicida) wurde wieder aus den Anhängen II und IV gestrichen.

Neu aufgenommene Arten der FFH-Richtlinie und Veränderungen bei Arten des Anhangs II (Stand 2006), pdf-Datei

Umfangreiche Informationen zu den in Deutschland heimischen Arten der EU Osterweiterung mit Artsteckbriefen, Abbildungen und Verbreitungskarten sind in Band 3 der FFH-Artenhandbücher des BfN zusammengestellt.

Weitere Informationen zu den Änderungen der FFH- sowie Vogelschutzrichtlinie sowie zu der Erweiterung der Europäischen Union in 2004 und 2007 finden sich auf der Internetseite der Europäischen Kommission: Erweiterung 2004, 2007.

 

Letzte Änderung: 14.03.2011

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