Aspius aspius (Linnaeus,1758)

Rapfen

bis 80 cm langer, karpfenartiger Fisch

EU-Code: 1130, Anh. II

Rote Liste Status (D) 3


Verbreitung

Der Rapfen ist vom Kaspischen Meer westwärts bis zur Elbe und Weser und südwestlich bis zum Donaugebiet verbreitet. In Deutschland befindet sich damit eine natürliche Verbreitungsgrenze der Art. Vorkommen westlich der Weser sind nicht einheimischen Ursprungs. Größere Bäche, Flüsse, Seen und Haffe werden besiedelt, wobei schnellfließende Bereiche nötig sind.


Fortpflanzung/Biologie

Mit einer Laichzeit im März und April gehört die Art zu den Frühjahrslaichern. Die Weibchen können jeweils 80.000 bis 100.000 Eier ablegen. Die Eiablage erfolgt an strömenden Flussabschnitten mit kiesigem Substrat. Im Alter von 4-5 Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. Die Art ernährt sich räuberisch, wobei die Fischart Ukelei die Hauptnahrung darstellt.


Gefährdung

Der Bau von Stauanlagen, Wasserverschmutzung und Wasserstandsregulierung stellen die wesentlichen Beeinträchtigungen dar.


Schutz

Die Durchgängigkeit der Gewässer muss gegeben sein, damit die Tiere ihre Wanderung zu den Laichplätzen durchführen können. Zum Schutz der Laichgründe sollte das Verschlammen des Flussbettes - z. B. als häufige Folge von Stauanlagen - vermieden werden.


Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. und Bless, R. (2004): Aspius aspius (Linnaeus, 1758). In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 228-231.


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