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Bundesamt für Naturschutz

Umweltbeobachtung – Fit für die Zukunft? !

Monitoring
Tagung
Die 9. Umweltbeobachtungskonferenz (UBK23) wird den (potentiellen) Beitrag der Umweltbeobachtung zu einer sozial-ökologischen Transformation beleuchten.
Datum, Uhrzeit
14.11.2023 (Di.) 09:00 Uhr
 
15.11.2023 (Mi.) 14:30 Uhr
Veranstaltungsort
Leipzig
Veranstalter*in
BfN, BAFU, UBA Dessau, LANUV, MUNV, LUBW
Leitung
Dr. Wiebke Züghart (Bundesamt für Naturschutz)
Zielgruppe
Fachleute und Aktive aus Bund- und Landesbehörden, Forschung, Fachgesellschaften, Fachöffentlichkeit
Veranstaltungssprache
Deutsch

Vor uns liegen dringende und schwerwiegende umweltbezogene Herausforderungen. Wir stehen vor einer Zukunft, in der Biodiversitätsverlust, Klimawandel, Umweltverschmutzung und Umweltausbeutung unsere Lebensgrundlagen bedrohen.

Übereinstimmend konstatieren die Europäische Umweltagentur, der Weltklimarat, der Weltbiodiversitätsrat, die Vereinten Nationen und die Bundesregierung eine beträchtliche Diskrepanz zwischen dem Zustand der Umwelt und den politischen Umweltzielen. Um den Umweltzustand zu verbessern und die Ziele zu erreichen, ist eine sozial-ökologische Transformation notwendig. Diese muss alle Mitglieder unserer Gesellschaft einbeziehen und erfordert nicht nur die Überwachung und Vorhersage der Entwicklungen im Umweltbereich, sondern auch ein verändertes Denken und Handeln.

Wie kann die Umweltbeobachtung zur Transformation beitragen?

Die Umweltbeobachtung birgt zweifelsohne großes Potenzial, einen Beitrag zur Transformation zu leisten – aber wo und wie können wir es bestmöglich einsetzen? Und was bedeutet dies für die Aufgaben und die Rolle der Umweltbeobachtung?

In 3 Abschnitten wollen wir gemeinsam folgende Fragen angehen:

  • In Abschnitt 1 widmen wir uns relevanten Erkenntnissen aus der Zukunfts- und Transformationsforschung sowie zukünftigen politischen Anforderungen an die Umweltbeobachtung.
  • In Abschnitt 2 werden wir in parallelen Workshops konkrete, aktuelle Fragestellungen innerhalb der Umweltbeobachtung bearbeiten.
  • In Abschnitt 3 wollen wir die Bedeutung der Umweltbeobachtung für komplexe sozial-ökologische Systeme in den Fokus nehmen.

Begleitet wird die UBK23 durch Kunstprojekte an der Schnittstelle von Design, Kunst und Wissenschaft. Ausgehend von Forschungsdaten und -projekten junger Wissenschaftler*innen entwickeln Designstudierende poetische, provokative, umsichtige, sehnsuchtsvolle und experimentelle Erzählungen von möglichen Zukünften.

Ziel

Ziel der UBK23 ist, die Umweltbeobachtung in einen systemischen Kontext zu setzen. Dadurch wird es einfacher, sie künftig im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation zu nutzen und auszurichten.

Registrierung

Die Registrierung ist unter folgendem Link möglich. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei.

Zeitplan 1. Tag – Dienstag, 14.11.2023

Stand: 14.09.2023

09:00 Uhr

Eintreffen und Check-in

Abschnitt 1 – Transformation im Fokus: Mit Weitsicht die Zukunft gestalten

09:30 Uhr

Begrüßung
Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)

09:50 Uhr

Umweltbeobachtung und sozial-ökologische Transformation – eine Betrachtung der EU-Ziele aus Sicht der European Environment Agency
Dr. Jan-Erik Petersen, European Environment Agency (EEA)

10:15 Uhr

Blick in die Zukunft – mit Zukunftsforschung Transformation in Richtung Nachhaltigkeit unterstützen (und welche Rolle Umweltbeobachtung dabei spielen könnte)
Sylvia Veenhoff, Umweltbundesamt (UBA)

10:40 Uhr

Pause

11:00 Uhr

Nachhaltiges Verhalten: Was (de)motiviert uns? Eine psychologische Perspektive
Dr. Katharina Beyerl, Technische Universität Berlin (TU Berlin) und Research Institute for Sustainability (RIFS)

11:25 Uhr

Diskussion

11:45 Uhr

Einführung und Besichtigung der Ausstellung „Non-human tales for humans – Data stories of future environments
Karin Fink, Hochschule Luzern, und Prof. Myriel Milicevic, Fachschule Potsdam

12:45 Uhr

Mittagessen und weitere Besichtigung der Ausstellung

Abschnitt 2 – Von Daten zu Taten: Die Umweltbeobachtung zukunftsfähig weiterentwickeln

14:00 Uhr

Parallele Workshops

  1. Zusammen sind Daten weniger allein: Erfolgreiche Integration von Daten aus unterschiedlichen Quellen
  2. Potenziale der Digitalisierung einlösen – Kritisch in die Zukunft blicken
  3. Räumliche Synergien der Umweltbeobachtung nutzen – Von der Koordination zur Kooperation
  4. An einem Strang ziehen – Wie kann Vernetzung von Umweltdaten und -akteuren gelingen?
  5. Transformation und Umweltbeobachtung – Denkanstöße für die eigene Arbeit

18:30 Uhr

Gemeinsames Abendessen in der Moritzbastei

Zeitplan 2. Tag – Mittwoch, 15.11.2023

Stand: 14.09.2023

08:30 Uhr

Eintreffen und Check-in

09:00 Uhr

Vorstellung und Diskussion der Workshop-Ergebnisse

10:30 Uhr

Pause

Abschnitt 3 – Zusammen neu denken: Was die Umweltbeobachtung zum Wandel
sozial-ökologischer Systeme beitragen kann

11:00 Uhr

Podiumsdiskussion und Plenumsgespräch mit kurzen Impulsen

Umweltbeobachtung und menschliche Gesundheit: Bedeutung und Anpassung an aktuelle Herausforderungen
Dr. Markus Salomon, Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU)

Erhöhung der Wertschätzung für Natur und Umwelt über Daten zu Ökosystemen und deren Leistungen
Dr. habil. Karsten Grunewald, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Projekt Bio-Mo-D

Daten für mehr Umweltgerechtigkeit in Kommunen
Christa Böhme, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)

13:00 Uhr

Abschluss

13:15 Uhr

Möglichkeit zum Netzwerken und zur Ausstellungsbesichtigung

Workshops und Ausstellung

Beschreibungen, Ziele und Verantwortliche der Workshops

Beschreibung

Aktuell werden immer mehr und größere Datensätze zu vielfältigen Umweltthemen generiert, oft durch wachsende Citizen Science und Civic Tech Communities, ehrenamtliche Expert*innen und im Rahmen von Vollzugsaufgaben. Die Herausforderung besteht darin, Datensätze zusammenzuführen und gemeinsam zu analysieren, um offene Fragen im Umwelt- und Naturschutz zu beantworten.

Mit Impulsvorträgen zu den folgenden Themen möchten wir zeigen, welches Potenzial in integrativen Analysen steckt:

  1. Integrating citizen science air quality monitoring into official measurement networks. Sjoerd van Ratingen, Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Millieu (RIVM), Niederlande
  2. Herausforderungen bundesweiter Analysen biologischer Daten am Beispiel der Fische und Potenziale von Citizen Science Daten.
    Dr. Martin Friedrichs-Manthey, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig)
  3. Integration von Immissions-, Agrar- und FFH-Daten am Beispiel Trophiestufen für Stickstoff. Andreas Prüeß, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) u.a.

Anschließend diskutieren wir mit den Teilnehmenden über Datenanforderungen, die technische Umsetzung und organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration und Analyse von Daten.

Ziel

Im Workshop behandeln wir daher die Frage: Wie können Aussagen zu Umwelt- und Biodiversitätsveränderungen durch die erfolgreiche Integration von Daten aus unterschiedlichen Quellen besser werden? Wir möchten mit den Teilnehmenden über die großen Potenziale der Zusammenführung und gemeinsame Analyse von solchen Datensätzen diskutieren, Anregungen für das künftige berufliche Handeln geben und Vernetzungsmöglichkeiten für ebensolche Projekte bieten.

Verantwortliche

  • Dr. Martin Freitag, Bundesamt für Naturschutz (BfN)
  • Dr. Merlin Schäfer, Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Beschreibung

Die Potenziale der Digitalisierung für die Umweltbeobachtung sind gut beschrieben. Im Workshop gehen wir einen Schritt weiter. Im ersten Teil präsentieren und diskutieren wir anhand von Beispielen, welche vorhandenen Potenziale bislang tatsächlich eingelöst wurden. Wir folgen dabei dem Zyklus von Umweltdaten – von der Erfassung bis zum Transfer von daraus generiertem Wissen. Daran schließen wir mit einem Ausblick auf die Möglichkeiten neuer Technologien für die Umweltbeobachtung an.

Impulse werden folgende Beispiele geben:

  1. Wasserdaten sammeln mit dem Smartphone: Das CrowdWater-Projekt. Franziska Clerc-Schwarzenbach, Universität Zürich
  2. Autoterri: Automatisierte Auswertung von Brutvogel-Erfassungen. Friederike Kunz, Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA)
  3. Potenziale der Digitalisierung für die Datenvisualisierung. Robert Köpke, Leibniz-Institut für Länderkunde (Leibniz-IFL)
  4. Digitale Zwillinge - Potenziale und Herausforderungen für Diversitäts-forschung und Naturschutz. Dr. Jürgen Groeneveld, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ)

Im zweiten Teil des Workshops wollen wir gemeinsam an einer Priorisierung zukünftiger Handlungsfelder arbeiten. Im Fokus stehen dabei die vielfältigen Herausforderungen, um neue Entwicklungen aus Forschung und Wissenschaft in die Prozesse und Infrastrukturen der behördlichen, beruflichen und ehrenamtlichen Umweltbeobachtung zu integrieren. Wir möchten uns darüber verständigen, welche Schritte nötig sind, um die Potenziale der Digitalisierung noch besser für die Umweltbeobachtung nutzbar zu machen und so einen Beitrag leisten, die Umweltbeobachtung fit für die Zukunft zu machen.

Ziel

Der Workshop hat den Austausch über die bereits realisierten Potenziale der Digitalisierung für die Umweltbeobachtung zum Ziel. Des Weiteren werden wir Möglichkeiten aufkommender Technologien in den Blick nehmen. Als Ergebnis streben wir eine Priorisierung zukünftiger Handlungsfelder an, um die Potenziale der Digitalisierung für die Umweltbeobachtung besser nutzbar zu machen.

Verantwortliche

  • Josephin Böhm, Bundesamt für Naturschutz (BfN)
  • Dr. Christian Schneider, Bundesamt für Naturschutz (BfN)
  • Marlen Davis, Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Beschreibung

Beobachtungsprogramme verfolgen sehr unterschiedliche Zielstellungen und werden häufig losgelöst voneinander konzipiert und etabliert. Das Erkennen und Nutzen von Synergien, z.B. hinsichtlich der Organisation und Infrastruktur oder für übergreifende Datenauswertungen, ist dadurch erschwert.

Räumliche Koordination von Beobachtungsprogrammen sowie die Kooperation zwischen bestehenden Programmen kann den Weg für die Beantwortung übergreifender Fragestellung ebnen und so die Umweltbeobachtung für anstehende Herausforderungen „fit“ machen.

Im Rahmen des Workshops möchten wir verschiedene Aspekte einer räumlichen Koordination und Kooperation diskutieren. Welche Perspektiven bestehen

  • in der Zusammenarbeit über administrative Grenzen hinweg,
  • in der Nutzung gemeinsamer Flächenkulissen durch verschiedene Monitoringprogramme,
  • in der Datennutzung für Modelle und der Anwendung von Modellierungsdaten für Biodiversitätsauswertungen / Biodiversitätsbetrachtungen?

Impulse werden drei Beispiele geben:

  1. Zusammenarbeit beim Gewässermonitoring am Beispiel der Flussgebietsgemeinschaft Elbe
  2. Nutzung der bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen für das Biodiversitätsmonitoring
  3. Modellierungsansätze zu Beobachtungsdaten mit unterschiedlichem Raumbezug

Ziel

Wir möchten herausarbeiten, welches Potenzial in räumlicher Koordination und Kooperation für die Umweltbeobachtung steckt, welche Instrumentarien bereits dafür zur Verfügung stehen und welche weiteren Entwicklungen sinnvoll wären. Mit diesen Erkenntnissen und Ideen möchten wir unsere Leitfrage „Wie kommen wir von der Koordination zur Kooperation?“ ein Stück weiter beantworten.

Verantwortliche

  • Prof. Dr. Damaris Zurell, Universität Potsdam (UP)
  • Dr. Gregor Ollesch, Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe)
  • Simone Richter, Umweltbundesamt (UBA)
  • Niklas Noll, Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB)
  • Dr. Sandro Pütz, Bundesamt für Naturschutz (BfN)
  • Dr. Wiebke Züghart, Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Beschreibung

Für ein umfassendes Bild und die Beantwortung von Zukunftsfragen ist eine Transformation hin zu einer vernetzten und übergreifenden Umweltbeobachtung notwendig. Die Entwicklung gemeinsamer Standards und technischer Lösungen sowie Open Data sind wichtige Schritte, um die Umweltbeobachtung fit für die Zukunft zu machen. Dafür bedarf es einer effektiven Vernetzung der verantwortlichen Akteure.

Im Rahmen des Workshops wollen wir gemeinsam erörtern, was Vernetzung in unserem Arbeitsalltag eigentlich bedeutet: Welche Informationen und Datenangebote müssen miteinander in Beziehung gebracht werden, um einen Mehrwert für Datenbereitstellende oder Nutzende zu erzeugen (Datenvernetzung)? Welche Interessensgruppen müssen miteinander vernetzt werden und warum (Akteursvernetzung)? Die Teilnehmenden bringen ihre Erfahrungen aus der Praxis mit, insbesondere zu den Bedarfen an Vernetzung, die Herausforderungen, die sich daraus ergeben, sowie zu ihnen bekannten Best Practice Beispielen, die bereits gute Lösungen bieten.

Ein mögliches Werkzeug für die Vernetzung der Akteure und die zentrale Bereitstellung von Umweltdaten sind Online-Portale. Für beide Aspekte möchten wir mit Vertretungen von Best-Practice-Portalen ins Gespräch kommen und mit den Teilnehmenden in Diskurs bringen. Wir wollen die bestehenden Formate kennenlernen und verstehen, warum diese funktionieren und wo Entwicklungsmöglichkeiten liegen.

Des Weiteren stellen wir zwei wichtige, derzeit neu entstehende Portale vor: die Vernetzungsplattform des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität (NMZB) und „umwelt.info“ des Umweltbundesamts. Beide weisen eine inhaltliche Nähe auf und greifen ineinander, sind aber auf unterschiedliche Bedarfe und Zielstellungen ausgerichtet. Die Teilnehmenden des Workshops werden über den aktuellen Entwicklungsstand, Ziele der Plattformen und ihre Synergien informiert.

Ziel

Für eine erfolgreiche Transformation der Umweltbeobachtung erarbeiten wir grundlegende Aspekte der Vernetzung von Umweltakteuren und beleuchten bestehende Best Practice Beispiele. Die Bedarfe der Akteure sowie Erkenntnisse zu Hürden und Potentialen sollen in die Entwicklung der Portale umwelt.info und das NMZB-Portal einfließen.

Verantwortliche

  • Astrid Bräuer, Roxanne Rhein, Theresa Warnk, Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität (NZMB)
  • Dr. Maximilian Berthold, Dr. Stefan Krämer, Dr. Johannes Vogel, Umweltbundesamt (UBA, umwelt.info)

Beschreibung

Die Internationale Akademie Transformation für Umwelt und Nachhaltigkeit (TES Academy) am Umweltbundesamt begleitet Prozesse zu ausgewählten umweltpolitischen Themen, um deren Ausgestaltung und Umsetzung im Sinne der Transformation zu stärken.

Basis für eine solche Arbeit ist das Bewusstsein der Beteiligten an solchen Prozessen über die Herausforderung von Transformation und ihren verschiedenen Dimensionen: persönlich, zwischenmenschlich, institutionell und gesellschaftlich. Unterschiedliche Wissensformen und Akteure werden ebenso benötigt wie der Blick auf verschiedenen Skalen.

Der Fokus bei Transformationsprozessen liegt häufig auf Netzwerkbildung, kollaborativen Prozessen zur Entwicklung neuer Lösungsansätze für dringliche Probleme. Aber auch bei diesen sind gute Zustands- und Entwicklungsdaten (zur Umwelt) von großer Bedeutung. Daher soll der Workshop einen Raum bieten, über die möglichen Beiträge und Ambitionen von Umweltbeobachtung zur Transformation in bestimmen Handlungsfeldern zu diskutieren und Anregungen für eine Vertiefung zu geben.

Ziel

Der Workshop bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit einer aktiven Orientierung im Feld der sozial-ökologischen Transformation:

  • Was bedeutet es für mich persönlich, „transformativ“ zu arbeiten?
  • Welche Herausforderungen stellen sich in meinem Arbeitsfeld der Umweltbeobachtung?
  • Welche Beiträge der Umweltbeobachtung zur Transformation sind denkbar bzw. wünschenswert?

Verantwortliche

  • Dr. Carsten Neßhöver, Umweltbundesamt (UBA, TES Academy)
  • Ralph Wollmann, Umweltbundesamt (UBA, TES Academy)

Hinweis

Der Workshop ist interaktiv ausgelegt. Er wird ohne thematische Vorträge sein und es wird in Kleingruppen gearbeitet und diskutiert. Die Teilnehmenden sind hierfür eingeladen, eigene Problemstellungen, wie die Umweltbeobachtung in einem transformativen Thema eingesetzt werden könnte, zum Workshop mitzubringen und in Kleingruppen kurz mündlich zu präsentieren und dann angeleitet zu diskutieren (sog. Case Clinic). Es ist dabei einzig eine Problemstellung notwendig, an der die Fallgeber*innen konkret beteiligt sind, Lösungen müssen noch nicht vorliegen und präsentiert werden.

„It matters what stories make worlds, what worlds make stories.“ – Donna J. Haraway

Wenn es bedeutsam ist, wie Donna Haraway sagt, welche Geschichten Welten schaffen und welche Welten Geschichten schaffen – wie wollen wir dann vom Leben in möglichen zukünftigen Umwelten erzählen?

Datenbasierte Darstellungen zeigen steigende Kurven von Artenverlust und globalen Temperaturen. Wissenschaftliche Berichte informieren über unvorstellbar riesige Plastikstrudel, überdüngte Landschaften, zugebaute Erde und die damit wachsenden Risiken für die Gesundheit und das Leben aller. Doch bleiben diese Darstellungen oft abstrakt und unbegreifbar.

Wie können wir also Welten und Geschichten schaffen, die anschaulich, sinnlich erfahrbar, vermittelnd und wünschenswert sind? Wie könnten Umweltdaten und Forschungserkenntnisse in unserem Alltag eine Rolle spielen und die Mensch-Natur-Beziehungen neu definieren?

Ausgehend von Forschungsdaten und -projekten junger Wissenschaftler*innen entwickelten Design Studierende poetische, provokative, umsichtige, sehnsuchtsvolle und experimentelle Erzählungen von möglichen Zukünften. Umweltdaten bedeuten nicht nur Zahlenreihen, sondern auch Bilder, Satellitenaufnahmen, akustische Aufzeichnungen, Kartierungen usw. Schon jetzt können wir dank kleinster Sensoren die Migrationswege von Tieren live verfolgen und den Zustand von Wäldern und Gewässern beobachten. Wie werden also Umweltdaten unser Leben mit nicht-menschlicher Natur prägen? Dystopie oder Utopie?

Am Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam und im Masterstudiengang Eco-Social Design an der Hochschule Luzern wurden im Sommersemester 2023 in parallelen Kursveranstaltungen diese Fragen exploriert und Projekte entwickelt. Die Ergebnisse werden auf der UBK23 und anschließend in einer Wanderaus-stellung präsentiert.

Wissenschaftler*innen

Cecilia Valenzuela Agüi, Vera Benyr, Johanna Berger, Anja Binder, Chaoran Chen, Sabine Fink, Charlotte Gohr, Adrian Lison, Michael Looser, Hanna Paikert, Kieran Sattler, Sven Schwippl, Ste-fan Wallek

Studierende Eco-Social Design, HSLU Luzern

Gerda Bieri, Samuel Brunner, Johanna Dobrusskin, Katrin Geh-ring, Dzhulieta Horbachenko, Bettina Eiben Künzli, Florence Schöb, Michael Speranza, Céline Wassmer, Janina Woods

Studierende Design und Europäische Medienwissenschaften, FH Potsdam

Louise Bianchi, Leonidas Bothmer, Carla Burggraf, Sofia Cubillos, Jacqueline Esbach, Marie Gutierrez Oliva, Laura Günther, Ella Hartung, Jacob Höferlin, Irina Kühnlein, Victor Molina, Ben Raisic, Mathilda Fee Sanchez, Luciana Serna Wills           

Ausstellungsgestaltung

Philipp Buhlmann, Mia Mahn

Projektleitung

Karin Fink, Master Eco-Social Design, HSLU Luzern, und Prof. Myriel Milicevic, Fachbereich Design, FH Potsdam

 

Kontakt im BfN

Dr. Wiebke Züghart
Sprecherin des Organisationskomitees
0341 30977-262
Konstantinstr. 110, 53179 Bonn
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